Russland: Kaspersky Labs-Manager wegen Landesverrats verhaftet
Ein Manager des russischen Security-Dienstleisters Kaspersky Labs ist vor einiger Zeit verhaftet worden. Wie erst jetzt bekannt wurde, setzten die russischen Behörden Ruslan Stoyanov bereits im Dezember fest. Der Vorwurf ist recht schwerwiegend: Es geht um nichts Geringeres als Landesverrat.
Kaspersky hat die Angelegenheit gegenüber der Nachrichtenagentur AP bestätigt. Bei Stoyanov handelt es sich um den Leiter der Abteilung, die Störfälle in IT-Systemen analysiert. Allerdings soll die Verhaftung nichts mit der Tätigkeit bei dem Unternehmen zu tun haben, sondern auf Vorwürfe zurückgehen, die vor seiner Anstellung bei Kaspersky terminiert sind.
Worum es genau geht, ist derzeit noch ungeklärt und auch bei Kaspersky weiß man wohl nichts Genaueres. Stoyanov war allerdings nicht immer in der freien Wirtschaft tätig. Vor einigen Jahren arbeitete er unter anderem auch für die Cybercrime-Abteilung im russischen Innenministerium.
Obwohl die Sache nichts mit Kaspersky selbst zu tun haben dürfte, hat sie aber doch mit hoher Wahrscheinlichkeit Folgen für die Beziehungen zwischen dem Unternehmen und dem Staat. Denn seit vielen Jahren gebe es enge informelle Beziehungen zwischen dem FSB und anderen Sicherheitsbehörden sowie der Security-Branche, die immer wieder in beratender Funktion hinzugezogen wird. Das berichtete der langjährige Branchenkenner Andrei Soldatov der Agentur. Zumindest ist anzunehmen, dass das Verhältnis sich hier etwas abkühlen dürfte.
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Worum es genau geht, ist derzeit noch ungeklärt und auch bei Kaspersky weiß man wohl nichts Genaueres. Stoyanov war allerdings nicht immer in der freien Wirtschaft tätig. Vor einigen Jahren arbeitete er unter anderem auch für die Cybercrime-Abteilung im russischen Innenministerium.
Enge Kontakte zum FSB
Diese Anstellung könnte zumindest den Ausschlag für spätere Vorkommnisse gegeben haben, da der Beschuldigte hier sicherlich Kontakte auch zu Geheimdienstkreisen hätte aufbauen können. Zu den bekannten Fakten gehört zumindest, dass neben dem Kaspersky-Manager auch ein führender Offizier des russischen Geheimdienstes FSB verhaftet wurde - unter dem gleichen Tatvorwurf.Obwohl die Sache nichts mit Kaspersky selbst zu tun haben dürfte, hat sie aber doch mit hoher Wahrscheinlichkeit Folgen für die Beziehungen zwischen dem Unternehmen und dem Staat. Denn seit vielen Jahren gebe es enge informelle Beziehungen zwischen dem FSB und anderen Sicherheitsbehörden sowie der Security-Branche, die immer wieder in beratender Funktion hinzugezogen wird. Das berichtete der langjährige Branchenkenner Andrei Soldatov der Agentur. Zumindest ist anzunehmen, dass das Verhältnis sich hier etwas abkühlen dürfte.
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Christian Kahle
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