Russland lässt LinkedIn-App aus Stores von Google und Apple löschen
Vor wenigen Monaten hat sich die russische Regierung dazu entschlossen, den Zugriff auf die Karriereplattform LinkedIn aus Datenschutzgründen zu sperren. Nun mussten auch Google und Apple gezwungenermaßen die zugehörige App aus den russischen Stores entfernen.
Dies geht aus einem Bericht der New York Times hervor. Smartphone-Nutzer in Russland können die LinkedIn-App ab sofort nicht mehr ohne größeren Aufwand herunterladen. Die Grundlage hierfür stellt ein russisches Gesetz dar. Dieses sieht vor, dass personenbezogene Daten lediglich auf sich im Land befindlichen Servern abgelegt werden dürfen. Der russische Präsident Wladimir Putin hat dieses Gesetz bereits im Jahr 2014 unterzeichnet. LinkedIn besitzt jedoch keine Serverstandorte in Russland: Alle persönlichen Daten werden auf Servern in den Vereinigten Staaten abgelegt. Bislang ist die LinkedIn-App trotz der verhängten Sperre im Google Play-Store sowie in Apples App-Store verfügbar geblieben.
Laut der russischen Kommunikationsaufsicht gab es keine Angebote von Microsoft, an einer gesetzeskonformen Lösung zu arbeiten. Als Konsequenz wurde wenige Tage später der Zugriff auf das Netzwerk von den russischen Providern komplett blockiert. Die App funktionierte hingegen noch teilweise. LinkedIn hat anscheinend versucht, die Sperre noch mit zwei Eilanträgen vor Gericht zu verhindern. Diese sind jedoch gescheitert.
Eilantrag ist gescheitert
Die russischen Behörden werfen dem von Microsoft übernommenen Karrierenetzwerk LinkedIn vor, sich nicht an die Gesetzesvorlage zu halten, die Daten der russischen Nutzer ausschließlich auf lokalen Servern zu speichern. Daher hat die russische Kommunikationsaufsicht Roskomnadzor Mitte November eine Stellungnahme veröffentlicht und bekanntgegen, dass der Zugriff auf das Netzwerk für russische Nutzer in Zukunft untersagt würde. Andere Firmen wie beispielsweise Google haben die Speicherung der entsprechenden Daten der Nutzer bereits ins Inland verlegt und dürfen daher weiterhin in Russland operieren.Laut der russischen Kommunikationsaufsicht gab es keine Angebote von Microsoft, an einer gesetzeskonformen Lösung zu arbeiten. Als Konsequenz wurde wenige Tage später der Zugriff auf das Netzwerk von den russischen Providern komplett blockiert. Die App funktionierte hingegen noch teilweise. LinkedIn hat anscheinend versucht, die Sperre noch mit zwei Eilanträgen vor Gericht zu verhindern. Diese sind jedoch gescheitert.
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