Netflix zeigt Doku über John McAfees irre Flucht und wildes Leben

Vor rund zehn Jahren wurde gegen John McAfee Mordvorwurf erhoben, er soll in Belize seinen Nachbarn ermordet haben. Der Software-Pionier bestritt das und es folgte eine regelrecht bizarre Flucht quer durch Mittelamerika. Das Besondere daran: Ein Kamera-Team begleitete ihn.

Mitte Oktober 2012 wurde bekannt, dass der britisch-US-amerikanische Antiviren-Unternehmer, der zu dem Zeitpunkt allerdings nicht mehr Besitzer des nach ihm benannten Unternehmens war, wegen Mordes gesucht wird. John McAfee soll seinen Nachbarn, einen US-Amerikaner, getötet haben, er galt als Hauptverdächtiger in diesem Fall.

Doch der damals 67-jährige, der sich im Vorjahr das Leben nahm, stellte sich nicht, sondern wählte die Flucht. Rund drei Wochen tauchte McAfee unter, allerdings ist Untertauchen kaum das richtige Wort. Denn der Software-Unternehmer meldete sich immer wieder von seiner Flucht zu Wort, das lag daran, dass er einen Journalisten, ein Kamerateam und weitere Begleiter auf diese Flucht mitnahm.

Hunderte Stunden Material

Netflix hat das komplette Material in die Hände bekommen und daraus eine Dokumentation mit dem Titel "Running with the Devil: The Wild World of John McAfee" (Deutsch: "Auf Teufel komm raus: Die wilde Welt des John McAfee") erstellt. Der Streamingdienst zeigt ab 24. August, wie sprichwörtlich durchgeknallt die Flucht McAfees war. Laut Deadline hatten die Macher der Doku exklusiven Zugriff auf hunderte Stunden noch nie gesehenes Material.

McAfee reiste tief in den Regenwald von Belize, in den Dschungel von Guatemala und per Boot auf die Bahamas. Mit an Bord waren Waffen, Drogen und Alkohol, McAfee versuchte die ganze Zeit, den angeblichen Verfolgern immer einen Schritt voraus zu sein. "Angeblich" deshalb, weil McAfee und seine Anhänger behaupten, dass der Software-Unternehmer zu viel gewusst habe und nicht nur von der Polizei wegen Mordes gesucht wurde, sondern auch von US-Geheimdiensten und einem mexikanischen Drogenkartell.

Dov Freedman, Co-Gründer der für die Doku verantwortlichen Produktionsfirma dazu: "Es ist eine Geschichte wie keine andere, über einen mächtigen Mann, der sein reales Leben wie einen hochspannenden Hollywood-Film lebte."
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