Neue Windows 10-Notebooks:
Auch Security-Tools schnüffeln Nutzer aus
Wer sich heutzutage ein neues Notebook kauft und Wert auf seine Privatsphäre legt, muss sich bei weitem nicht nur damit herumschlagen, dass Windows 10 recht eifrig nach Hause telefoniert. Sogar vorinstallierte Security-Software bringt zusätzliche Probleme mit.
Die Sicherheitsforscher von Duo Security wollten wissen, was Notebooks, die es aktuell im Handel gibt, an Datenschutz-Problemen mitbringen. Und obwohl sie durchaus mit einigen relevanten Punkten rechneten, zeigten sie sich von den tatsächlichen Ergebnissen dann doch überrascht. Quasi alle Geräte begannen wild Daten an diverse Punkte im Netz zu übertragen, nachdem sie nach dem ersten Start einen Zugang zum Internet bekamen.
"Normalerweise finden wir Sicherheitsprobleme, melden sie an den Hersteller und veröffentlichen nach der Herausgabe eines Patches die relevanten Informationen und alle sind wieder auf der sicheren Seite. In diesem Fall fanden wir aber Dinge, die eigentlich nicht den Kriterien eines normalen Problemberichtes entsprechen", teilten die Experten mit. In dem Praxistext wurden die folgenden sieben Notebooks, so wie man sie beim Kauf bekommt, überprüft: Lenovo Flex 3, Lenovo G50-80, HP Envy, HP Stream x360, HP Stream, Acer Aspire F15 und Dell Inspiron 14.
Die Sicherheitsforscher snifften unter anderem an der Netzwerkverbindung mit, wohin die Geräte Kontakt aufnahmen und welche Daten übertragen wurden. Schon die ersten übertragenen Pakete ließen sie hellhörig werden. Teilweise dauerte es aber einen Moment, Details herauszufinden, da verschiedene Verbindungen verschlüsselt waren und erst die vorinstallierte Bloatware einem Reverse Engineering unterzogen werden musste.
Aber auch andere vorinstallierte Anwendungen kommunizieren eifrig mit ihren Anbietern. Dass Windows 10 dies ebenso tut, ist schon seit längerem bekannt. Damit Nutzer sich halbwegs gegen die Schnüffeleien schützen können, reicht in einigen Fällen etwas Arbeit in den jeweiligen Einstellungen, zuweilen muss aber auch an der Registry geschraubt werden - was nur sehr wenige Nutzer können und tun. Und selbst wenn man einen akzeptablen Zustand erreicht, muss man damit rechnen, dass ein Update des Betriebssystems oder der jeweiligen Anwendung alle entsprechenden Einstellungen wieder zurücksetzt.
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"Normalerweise finden wir Sicherheitsprobleme, melden sie an den Hersteller und veröffentlichen nach der Herausgabe eines Patches die relevanten Informationen und alle sind wieder auf der sicheren Seite. In diesem Fall fanden wir aber Dinge, die eigentlich nicht den Kriterien eines normalen Problemberichtes entsprechen", teilten die Experten mit. In dem Praxistext wurden die folgenden sieben Notebooks, so wie man sie beim Kauf bekommt, überprüft: Lenovo Flex 3, Lenovo G50-80, HP Envy, HP Stream x360, HP Stream, Acer Aspire F15 und Dell Inspiron 14.
Die Sicherheitsforscher snifften unter anderem an der Netzwerkverbindung mit, wohin die Geräte Kontakt aufnahmen und welche Daten übertragen wurden. Schon die ersten übertragenen Pakete ließen sie hellhörig werden. Teilweise dauerte es aber einen Moment, Details herauszufinden, da verschiedene Verbindungen verschlüsselt waren und erst die vorinstallierte Bloatware einem Reverse Engineering unterzogen werden musste.
Man kommt der Spionage kaum davon
Von vielen Anwendungen, die als Bloatware vorinstalliert sind, erwartete man durchaus problematisches Verhalten. Für Erstaunen sorgte dann aber eine Probierversion der Sicherheits-Software von McAfee. Diese ist eigentlich dafür da, die Nutzer davor zu schützen, dass unfreiwillig Informationen über sie preisgegeben werden. Getan hat die Software aber im Grunde das Gegenteil: Die Antiviren-Software platziert Zählpixel und trackt das Nutzungsverhalten damit wohl ebenso, wie es die verschiedenen Werbenetzwerke tun. "Das ist unserer Einschätzung nach der einzige Zweck, dem Zählpixel dienen", so die Duo-Experten.Aber auch andere vorinstallierte Anwendungen kommunizieren eifrig mit ihren Anbietern. Dass Windows 10 dies ebenso tut, ist schon seit längerem bekannt. Damit Nutzer sich halbwegs gegen die Schnüffeleien schützen können, reicht in einigen Fällen etwas Arbeit in den jeweiligen Einstellungen, zuweilen muss aber auch an der Registry geschraubt werden - was nur sehr wenige Nutzer können und tun. Und selbst wenn man einen akzeptablen Zustand erreicht, muss man damit rechnen, dass ein Update des Betriebssystems oder der jeweiligen Anwendung alle entsprechenden Einstellungen wieder zurücksetzt.
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Christian Kahle
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