Microsoft-Zahlen im Detail:
Alles gut, wenn da nicht Nokia wäre
Wie bereits berichtet, hat Microsoft jüngst einen Quartalsverlust von 2,1 Milliarden Dollar hinnehmen müssen. Insgesamt geht es dem Unternehmen abgesehen von der kaum als Erfolg zu wertenden Übernahme von Nokias Gerätesparte aber recht gut, was ein genauerer Blick auf die jüngsten Geschäftszahlen der Redmonder belegt.
Insgesamt musste man 7,5 Milliarden Dollar in Folge des Nokia-Deals und anderer Kosten abschreiben. Zusätzlich fielen 780 Millionen Dollar für Restrukturierungskosten und weitere 160 Millionen für weitere Umbaumaßnahmen ins Gewicht, so dass man letztlich statt eines operativen Gewinns von 6,4 Milliarden US-Dollar unregelmäßige Ausgaben von 8,4 Milliarden Dollar meldete. Dennoch schüttete Microsoft während des Quartals 6,7 Milliarden Dollar durch Aktienrückkäufe und Dividenden an seine Investoren aus.
Positiv fiel jedoch das Surface-Geschäft aus, das in den letzten drei Monaten einen Umsatz von 888 Millionen Dollar einbrachte - ein Plus von 117 Prozent, dank der Einführung des Surface Pro 3 und des neuen Surface 3. Die Einnahmen aus der Werbevermarktung über die Suchmaschine Bing legten 21 Prozent zu, während der Marktanteil von Bing in den USA nun bei 20,3 Prozent liegt.
Der Wachstumsmotor bei der Xbox waren hingegen die Verkäufe über Xbox Live und die Nachfrage für Microsofts hauseigene Spiele - natürlich vor allem durch die Übernahme des Minecraft-Entwicklers Mojang. Man verdiente pro Nutzer mehr und konnte auch gestiegene Nutzerzahlen verzeichnen, so dass der Umsatz um 58 Prozent bzw. 205 Millionen Dollar zunahm. Die Spieleverkäufe kletterten um 62 Prozent bzw. 63 Millionen Dollar.
Wie berichtet, konnte die Zahl der Endkunden-Abonnenten bei Office 365 mittlerweile außerdem auf 15,2 Millionen gesteigert werden. Andererseits ging es bei den Einnahmen aus dem Vertrieb der Office-Produkte und -Dienste für Unternehmenskunden vier Prozent abwärts. Dies begründet Microsoft ebenfalls mit dem Auslaufen des Aktualisierungszyklus' nach dem XP-Ende, wobei auch eine zunehmende Umstellung auf Office 365 eine Rolle spielen soll. Das Gleiche gilt auch für die Einnahmen aus dem Geschäft mit Volumenlizenzen für Windows, die nur an große Firmenkunden verkauft werden - hier ging der Umsatz um 8 Prozent zurück.
So meldete man zwar, dass immerhin 8,4 Millionen Lumia-Smartphones verkauft wurden, was zwar mehr Geräte waren als im Vorjahreszeitraum, aber weniger Einheiten als in den letzten drei Quartalen. Durch den von Microsoft selbst mit reihenweise günstigen Geräten angefachten Trend hin zu billigeren Modellen sanken die Umsätze aber kräftig.
Gleichzeitig bricht das Geschäft mit Feature-Phones weiter weg. Waren es im Vorjahr noch 30,3 Millionen einfache Handys, die man absetzen konnte, sank ihre Zahl auf nunmehr 19,4 Millionen Stück. Weil schon seit geraumer Zeit keine neuen Flaggschiff-Smartphones unter der Marke Lumia erschienen, muss Microsoft sich auf weiter sinkende Einnahmen in diesem Bereich einstellen. Das Unternehmen hat darauf bereits mit neuen Umstrukturierungen und den damit verbundenen Entlassungen reagiert und unter anderem angekündigt, weniger Geräte in einem gesünderen Produkt-Mix anbieten zu wollen.
Microsoft-CEO Nadella gibt sich optimistisch
Microsoft-Chef Satya Nadella sieht den Konzern trotz allem auf dem richtigen Weg. Er verwies auf ein kräftiges Wachstum in allen Bereichen, in denen Microsoft Alleinstellungsmerkmale vorweisen kann und neue Einnahmenquellen erschlossen hat, so dass man bei Surface, Xbox, Bing, Office 365, Azure und Dynamics CRM Online zweistellige Wachstumszahlen erreichte. Die bevorstehende Einführung von Windows 10 werde zusätzliches Wachstum durch neue Möglichkeiten für Microsoft und sein Ökosystem schaffen, so Nadella weiter.Windows & Office im Minus - Surface & Xbox legen zu
Im Vorfeld der Einführung der Markteinführung von Windows 10 musste Microsoft einen Rückgang des Umsatzes aus dem Verkauf von OEM-Lizenzen für Windows um 22 Prozent hinnehmen. Dies begründet man mit geringeren Verkaufszahlen der PC-Hersteller, weil die Auswirkungen des Support-Endes von Windows XP mittlerweile stark abgenommen haben und weniger Unternehmen ihre IT-Infrastruktur aktualisierten.Positiv fiel jedoch das Surface-Geschäft aus, das in den letzten drei Monaten einen Umsatz von 888 Millionen Dollar einbrachte - ein Plus von 117 Prozent, dank der Einführung des Surface Pro 3 und des neuen Surface 3. Die Einnahmen aus der Werbevermarktung über die Suchmaschine Bing legten 21 Prozent zu, während der Marktanteil von Bing in den USA nun bei 20,3 Prozent liegt.
1,4 Millionen Xbox-Konsolen in drei Monaten
Auch bei der Xbox-Sparte ging es im Vergleich zum vorigen Quartal aufwärts, so dass die Einnahmen um 27 Prozent stiegen. Der Umsatz aus dem Konsolenverkauf legte um 10 Prozent bzw. 84 Millionen aber nur leicht zu. Während die Zahl der verkauften Xbox-Konsolen zwar von 1,1 auf nunmehr 1,4 Millionen Geräte stieg, verdiente man durch reduzierte Preise weniger, was den geringen Anstieg der Einnahmen erklärt.Der Wachstumsmotor bei der Xbox waren hingegen die Verkäufe über Xbox Live und die Nachfrage für Microsofts hauseigene Spiele - natürlich vor allem durch die Übernahme des Minecraft-Entwicklers Mojang. Man verdiente pro Nutzer mehr und konnte auch gestiegene Nutzerzahlen verzeichnen, so dass der Umsatz um 58 Prozent bzw. 205 Millionen Dollar zunahm. Die Spieleverkäufe kletterten um 62 Prozent bzw. 63 Millionen Dollar.
Wie berichtet, konnte die Zahl der Endkunden-Abonnenten bei Office 365 mittlerweile außerdem auf 15,2 Millionen gesteigert werden. Andererseits ging es bei den Einnahmen aus dem Vertrieb der Office-Produkte und -Dienste für Unternehmenskunden vier Prozent abwärts. Dies begründet Microsoft ebenfalls mit dem Auslaufen des Aktualisierungszyklus' nach dem XP-Ende, wobei auch eine zunehmende Umstellung auf Office 365 eine Rolle spielen soll. Das Gleiche gilt auch für die Einnahmen aus dem Geschäft mit Volumenlizenzen für Windows, die nur an große Firmenkunden verkauft werden - hier ging der Umsatz um 8 Prozent zurück.
Lumia-Verkäufe sinken leicht, Feature-Phones brechen ein
Die Sparte für mobile Endgeräte ist und bleibt das große Sorgenkind bei Microsoft. Laut dem Geschäftsbericht des Konzerns sanken die Einnahmen aus dem Hardware-Verkauf um 38 Prozent bzw. 748 Millionen Dollar. Die Marge schrumpfte gleichzeitig kräftig. Genaue Zahlen blieb Microsoft wie so oft schuldig, zumindest was die Einnahmen aus dem Vertrieb der mobilen Telefone angeht.So meldete man zwar, dass immerhin 8,4 Millionen Lumia-Smartphones verkauft wurden, was zwar mehr Geräte waren als im Vorjahreszeitraum, aber weniger Einheiten als in den letzten drei Quartalen. Durch den von Microsoft selbst mit reihenweise günstigen Geräten angefachten Trend hin zu billigeren Modellen sanken die Umsätze aber kräftig.
Gleichzeitig bricht das Geschäft mit Feature-Phones weiter weg. Waren es im Vorjahr noch 30,3 Millionen einfache Handys, die man absetzen konnte, sank ihre Zahl auf nunmehr 19,4 Millionen Stück. Weil schon seit geraumer Zeit keine neuen Flaggschiff-Smartphones unter der Marke Lumia erschienen, muss Microsoft sich auf weiter sinkende Einnahmen in diesem Bereich einstellen. Das Unternehmen hat darauf bereits mit neuen Umstrukturierungen und den damit verbundenen Entlassungen reagiert und unter anderem angekündigt, weniger Geräte in einem gesünderen Produkt-Mix anbieten zu wollen.
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