Taschenkontrollen: Store-Mitarbeiter können Apple verklagen
Eine arbeitsrechtliche Auseinandersetzung mit Angestellten seiner Ladengeschäfte könnte den Computerkonzern Apple einiges kosten. Aus Beschwerden wurden Klagen gegen das Unternehmen und nun hat das zuständige Gericht im US-Bundesstaat Kalifornien die Sache als Sammelklage zugelassen.
In der Angelegenheit geht es um den Umgang der Sicherheits-Abteilung des Konzerns mit den Verkaufsangestellten in den Laden-Filialen. Um sicherzustellen, dass niemand von diesen kleinere Produkte in den Geschäften stiehlt, führte man regelmäßig Taschenkontrollen durch, wenn die Mitarbeiter in den Feierabend gingen.
Eine solche Maßnahme ist im Grunde zulässig. Die Beschäftigten wehrten sich allerdings gegen die Behandlung, indem sie beklagten, dass die Durchsuchungen stets stattfanden, wenn sie ihre Tagesarbeitszeit bereits registriert hatten - also im Grunde in ihrer Freizeit. Bereits 2013 zog daher die erste Gruppe vor Gericht und forderte, dass die bei den Überprüfungen verbrachten Zeiten als reguläre Arbeitszeit bezahlt werden.
Allerdings wäre es im Grunde für jeden Einzelnen ein ungeheurer Aufwand, sich selbst einen Anwalt zu nehmen und die Sache für sich durchzufechten. Das US-Recht sieht für solche Fälle die Form der Sammelklage vor. Ein Richter muss hier allerdings erst darüber befinden, dass die Fälle tatsächlich jeweils gleich gelagert entsprechend gleich zu behandeln sind. Dann genügt es, wenn wenige Kläger das Verfahren ausfechten, alle anderen können sich mit einer einfachen Erklärung anschließen und werden vom Urteil in gleicher Weise berücksichtigt.
Dabei geht es in diesem Fall nicht um Kleinigkeiten. Denn in den USA betreibt Apple wesentlich mehr eigene Stores als hierzulande - neben den großen Flagship-Stores gibt es auch kleinere Läden in zahlreichen Einkaufszentren. Potenziell besteht laut den Gerichtsunterlagen die Möglichkeit, dass sich bis zu 12.000 aktuelle und ehemalige Angestellte in die Sammelklage einklinken und im Erfolgsfall die fraglichen Zeiten bezahlt bekommen.
Zumindest das grundsätzliche Vorgehen der Konzernsicherheit dürfte sich inzwischen gebessert haben. Vor einiger Zeit beschwerten sich zwei Mitarbeiter direkt bei Konzernchef Tim Cook und schilderten, dass sie das Vorgehen bei den Prüfungen als demütigend empfinden und behandelt würden, als seien sie Kriminelle. Cook habe sich daraufhin persönlich an die zuständige Management-Ebene gewandt und gefragt, ob dies wahr sei. Daraufhin leitete die Personalabteilung Maßnahmen ein, die für einen respektvolleren Umgang mit den Angestellten sorgen sollten.
Eine solche Maßnahme ist im Grunde zulässig. Die Beschäftigten wehrten sich allerdings gegen die Behandlung, indem sie beklagten, dass die Durchsuchungen stets stattfanden, wenn sie ihre Tagesarbeitszeit bereits registriert hatten - also im Grunde in ihrer Freizeit. Bereits 2013 zog daher die erste Gruppe vor Gericht und forderte, dass die bei den Überprüfungen verbrachten Zeiten als reguläre Arbeitszeit bezahlt werden.
Allerdings wäre es im Grunde für jeden Einzelnen ein ungeheurer Aufwand, sich selbst einen Anwalt zu nehmen und die Sache für sich durchzufechten. Das US-Recht sieht für solche Fälle die Form der Sammelklage vor. Ein Richter muss hier allerdings erst darüber befinden, dass die Fälle tatsächlich jeweils gleich gelagert entsprechend gleich zu behandeln sind. Dann genügt es, wenn wenige Kläger das Verfahren ausfechten, alle anderen können sich mit einer einfachen Erklärung anschließen und werden vom Urteil in gleicher Weise berücksichtigt.
Dabei geht es in diesem Fall nicht um Kleinigkeiten. Denn in den USA betreibt Apple wesentlich mehr eigene Stores als hierzulande - neben den großen Flagship-Stores gibt es auch kleinere Läden in zahlreichen Einkaufszentren. Potenziell besteht laut den Gerichtsunterlagen die Möglichkeit, dass sich bis zu 12.000 aktuelle und ehemalige Angestellte in die Sammelklage einklinken und im Erfolgsfall die fraglichen Zeiten bezahlt bekommen.
Zumindest das grundsätzliche Vorgehen der Konzernsicherheit dürfte sich inzwischen gebessert haben. Vor einiger Zeit beschwerten sich zwei Mitarbeiter direkt bei Konzernchef Tim Cook und schilderten, dass sie das Vorgehen bei den Prüfungen als demütigend empfinden und behandelt würden, als seien sie Kriminelle. Cook habe sich daraufhin persönlich an die zuständige Management-Ebene gewandt und gefragt, ob dies wahr sei. Daraufhin leitete die Personalabteilung Maßnahmen ein, die für einen respektvolleren Umgang mit den Angestellten sorgen sollten.
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