Hunderte Android-Anbieter streiten sich & Apple streicht das Geld ein
Weltweit versuchen immer mehr Hersteller ihr Glück in der boomenden Smartphone-Industrie. Doch schafft es weiterhin niemand, die wirtschaftliche Dominanz Apples in dem Bereich auch nur ein klein wenig anzukratzen. Ein immer größerer Teil der Gewinne, die in dem Segment erwirtschaftet werden, fließt in die Kassen der Kalifornier.
Betrachtet man die ganze Branche, zeigt sich, dass Apple vor allem mit dem iPhone 6 noch einmal deutlich an Fahrt gewinnen konnte. Zeitweilig war das Unternehmen im ersten Quartal des vergangenen Jahres auf einen Stand abgerutscht, auf dem man "nur" noch 65 Prozent aller Gewinne einstreichen konnte. Angesichts dessen, dass es weltweit inzwischen rund tausend verschiedene Hersteller gibt, ist dies immer noch ein beachtlicher Wert.
Inzwischen sei der Anteil aber wieder kräftig angezogen: Satte 92 Prozent aller operativen Gewinne im Smartphone-Geschäft seien in den ersten drei Monaten dieses Jahres an Apple geflossen, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf Berechnungen der Investmentbank Canaccord Genuity.
Vor einiger Zeit hat Samsung zumindest ebenfalls noch einen signifikanten Teil der Gewinne für sich verbucht. Doch das Unternehmen ist in letzter Zeit deutlich abgerutscht. Und auch das Galaxy S6 wird hier wohl kaum Linderung bringen, weil der Konzern sich schlicht verkalkulierte. Denn geplant hatte man damit, dass sich vom S6 deutlich mehr Geräte verkaufen, als vom teureren Galaxy S6 Edge. Die meisten Kunden sagten sich aber offenbar: Wenn schon das teuerste Smartphone aller Zeiten kaufen, dann auch ohne Abstriche. So war das Interesse an beiden Geräten letztlich etwa gleich groß und während das Standard-Modell in den Lagern liegen blieb, konnten nicht genug S6 Edge geliefert werden.
Immerhin macht Samsung aber immer noch Gewinne mit Smartphones. Das kann man von hunderten anderen Anbietern nicht gerade sagen. Diese gehören fast ausschließlich zum Android-Lager und liefern sich in diesem einen harten Konkurrenzkampf, der letztlich dazu führt, dass die Preise oft so niedrig liegen, dass sie - wenn alles gut läuft - gerade einmal die Kosten decken. Wer hingegen zumindest eine nennenswerte Marge in seine Produkte einkalkuliert, kann hingegen mit der Billig-Konkurrenz nicht mithalten - denn wirkliche Alleinstellungsmerkmale gibt es angesichts der riesigen Flut an Modellen kaum noch.
Selbst die großen Anbieter sind davon betroffen: HTC geht es schlecht und Sony schreibt rote Zahlen. Abseits vom Android-Markt agiert dann quasi fast nur noch Microsoft - der Software-Konzern muss seine Geräte aber ebenfalls zu sehr geringen Preisen abgeben, wenn man der eigenen Plattform überhaupt noch einige Anteile verschaffen will.
Inzwischen sei der Anteil aber wieder kräftig angezogen: Satte 92 Prozent aller operativen Gewinne im Smartphone-Geschäft seien in den ersten drei Monaten dieses Jahres an Apple geflossen, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf Berechnungen der Investmentbank Canaccord Genuity.
Vor einiger Zeit hat Samsung zumindest ebenfalls noch einen signifikanten Teil der Gewinne für sich verbucht. Doch das Unternehmen ist in letzter Zeit deutlich abgerutscht. Und auch das Galaxy S6 wird hier wohl kaum Linderung bringen, weil der Konzern sich schlicht verkalkulierte. Denn geplant hatte man damit, dass sich vom S6 deutlich mehr Geräte verkaufen, als vom teureren Galaxy S6 Edge. Die meisten Kunden sagten sich aber offenbar: Wenn schon das teuerste Smartphone aller Zeiten kaufen, dann auch ohne Abstriche. So war das Interesse an beiden Geräten letztlich etwa gleich groß und während das Standard-Modell in den Lagern liegen blieb, konnten nicht genug S6 Edge geliefert werden.
Immerhin macht Samsung aber immer noch Gewinne mit Smartphones. Das kann man von hunderten anderen Anbietern nicht gerade sagen. Diese gehören fast ausschließlich zum Android-Lager und liefern sich in diesem einen harten Konkurrenzkampf, der letztlich dazu führt, dass die Preise oft so niedrig liegen, dass sie - wenn alles gut läuft - gerade einmal die Kosten decken. Wer hingegen zumindest eine nennenswerte Marge in seine Produkte einkalkuliert, kann hingegen mit der Billig-Konkurrenz nicht mithalten - denn wirkliche Alleinstellungsmerkmale gibt es angesichts der riesigen Flut an Modellen kaum noch.
Selbst die großen Anbieter sind davon betroffen: HTC geht es schlecht und Sony schreibt rote Zahlen. Abseits vom Android-Markt agiert dann quasi fast nur noch Microsoft - der Software-Konzern muss seine Geräte aber ebenfalls zu sehr geringen Preisen abgeben, wenn man der eigenen Plattform überhaupt noch einige Anteile verschaffen will.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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