Seagate auf dem Boden der Tatsachen angekommen

Der Festplattenhersteller Seagate konnte in seinem letzten Geschäftsquartal nicht mehr an die Ergebnisse des Vorjahres, die noch von der Krise in der Produktion bestimmt waren, anknüpfen.
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Seagate
Damals lagen die Preise für Festplatten noch über dem normalen Niveau, da einige Zeit vorher wichtige Produktionsstätten der Branche in Thailand einer Überflutung zum Opfer fielen, auch wenn sie sich langsam aber sicher normalisierten. Inzwischen haben die Hersteller von Festplatten hingegen das Problem, dass Computer-Nutzer zunehmend auf schnelle SSDs setzen - wenn sie bei Neuanschaffungen nicht gleich auf Smartphones und Tablets ausweichen.

Entsprechend konnte Seagate auch nicht mehr an die Einnahmen des letzten Jahres anknüpfen. Der Umsatz fiel im Jahresvergleich um 3,4 Prozent auf nunmehr 3,41 Milliarden Dollar - was allerdings im Rahmen der Erwartungen lag. Dem Unternehmen ist es in den letzten Monaten zwar gelungen, die Gewinnmargen ein Stück weit nach oben zu treiben, trotzdem ging der Nettoüberschuss seit dem letzten Jahr von 416 Millionen auf 395 Millionen Dollar zurück.

Um das abflauende Geschäft insbesondere bei Privatnutzern zu kompensieren, versucht Seagate zunehmend im lukrativen Enterprise-Segment zu punkten. Hier steigt der Bedarf an Festplatten immer weiter an - insbesondere durch den Trend zur Verlagerung von Anwendungen und Daten in die Cloud.

Als Bestandteil dieser Entwicklung hat der Festplatten-Hersteller kürzlich den Spezialisten Xyratex übernommen. 374 Millionen Dollar ließ man sich den Deal kosten. Betrachtet man die Erwartungen, die das Management mit der Akquisition verbindet, sieht dies recht günstig aus. Durch die Verbindung der Fähigkeiten Seagates mit denen Xyratex' sollen im kommenden Geschäftsjahr zusätzliche Umsätze in einer Höhe zwischen 500 Millionen und 600 Millionen Dollar generiert werden können.
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