Russland plant für Olympia "PRISM auf Steroiden"
Anfang des kommenden Jahres finden im russischen Sotschi die Olympischen Winterspiele statt. Anlässlich dieser Großveranstaltung bereitet sich Russland entsprechend vor und plant ein bisher nie dagewesenes Überwachungsprogramm.
Wie die britische Tageszeitung The Guardian schreibt, lassen sich die Pläne der russischen Regierung am besten mit "PRISM auf Steroiden" beschreiben, man spielt damit auf das von Whistleblower Edward Snowden enthüllte Internet-Spionage-Programm der US-Regierung an. Demnach werden die russischen Aktivitäten auf diesem Gebiet alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen.
Laut Guardian werden sich die Besucher und Teilnehmer der Winterspiele (7. bis 23. Februar 2014) auf Maßnahmen einlassen müssen, die systematisch die Privatsphäre ausspionieren und das so tief wie bisher niemals zuvor in der Geschichte von Olympia (allerdings muss auch angemerkt werden, dass die Spiele auch eine traurige "Terror-Tradition" haben). Der russische Geheimdienst FSB will keinerlei Lücke lassen, jegliche Kommunikation von Sportlern, Offiziellen und Besuchern soll aufgezeichnet werden.
Die offizielle Diktion liest sich freilich anders: Bei der gestrigen Übergabe der Olympische Flamme an Russland in Moskau sagte Präsident Putin, dass Russland und seine Einwohner stets von "Offenheit und Freundschaft" erfüllt gewesen seien.
Laut den Informationen, die ein Team russischer Journalisten zusammengetragen hat, besitzt der FSB die Fähigkeit, jeglichen Daten- und Telefonverkehr abzuzapfen, auch zahlreiche Filter, die in E-Mails, Chats und sozialen Netwerken auf bestimmte Begriffe anspringen, werden eingerichtet.
Im Mittelpunkt des russischen Überwachungsapparats steht das "Sorm"-System zur Telefon- und Internet-Überwachung. Dieses wurde in den vergangenen Jahren modernisiert und vor allem um "Deep Packet Inspection" zum Herauslesen bestimmter Stichwörter erweitert.
Der Guardian zitiert dabei Ron Deibert, einem kanadischen Universitätsprofessor, der an den Enthüllungen mitgearbeitet hat mit den Worten "PRISM auf Steroiden": Die USA und Großbritannien hätten bei ihren ähnlich großen Programmen wenigstens ein gewisses Maß an Regeln, die einzuhalten seien, ihre russischen Kollegen hätten dagegen keine Hemmungen mehr, da Sorm für den dauerhaften Zugang und somit auch Überwachung gedacht ist.
Selbst in China und den Spielen in Peking sei die Überwachung "nicht ansatzweise" auf dem Stand von heute gewesen. Die Netzaktivisten befürchten zudem, dass diese Totalüberwachung auch zur Überwachung und Durchsetzung des umstrittenen Homosexuellen-Gesetzes eingesetzt werden könnte.
Laut Guardian werden sich die Besucher und Teilnehmer der Winterspiele (7. bis 23. Februar 2014) auf Maßnahmen einlassen müssen, die systematisch die Privatsphäre ausspionieren und das so tief wie bisher niemals zuvor in der Geschichte von Olympia (allerdings muss auch angemerkt werden, dass die Spiele auch eine traurige "Terror-Tradition" haben). Der russische Geheimdienst FSB will keinerlei Lücke lassen, jegliche Kommunikation von Sportlern, Offiziellen und Besuchern soll aufgezeichnet werden.
Die offizielle Diktion liest sich freilich anders: Bei der gestrigen Übergabe der Olympische Flamme an Russland in Moskau sagte Präsident Putin, dass Russland und seine Einwohner stets von "Offenheit und Freundschaft" erfüllt gewesen seien.
Laut den Informationen, die ein Team russischer Journalisten zusammengetragen hat, besitzt der FSB die Fähigkeit, jeglichen Daten- und Telefonverkehr abzuzapfen, auch zahlreiche Filter, die in E-Mails, Chats und sozialen Netwerken auf bestimmte Begriffe anspringen, werden eingerichtet.
Im Mittelpunkt des russischen Überwachungsapparats steht das "Sorm"-System zur Telefon- und Internet-Überwachung. Dieses wurde in den vergangenen Jahren modernisiert und vor allem um "Deep Packet Inspection" zum Herauslesen bestimmter Stichwörter erweitert.
Der Guardian zitiert dabei Ron Deibert, einem kanadischen Universitätsprofessor, der an den Enthüllungen mitgearbeitet hat mit den Worten "PRISM auf Steroiden": Die USA und Großbritannien hätten bei ihren ähnlich großen Programmen wenigstens ein gewisses Maß an Regeln, die einzuhalten seien, ihre russischen Kollegen hätten dagegen keine Hemmungen mehr, da Sorm für den dauerhaften Zugang und somit auch Überwachung gedacht ist.
Selbst in China und den Spielen in Peking sei die Überwachung "nicht ansatzweise" auf dem Stand von heute gewesen. Die Netzaktivisten befürchten zudem, dass diese Totalüberwachung auch zur Überwachung und Durchsetzung des umstrittenen Homosexuellen-Gesetzes eingesetzt werden könnte.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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