NSA-Skandal: Ex-Manager traut Microsoft nicht mehr
Caspar Bowden, der bei Microsoft über Jahre hinweg für den Datenschutz zuständig war, traut seinem ehemaligen Arbeitgeber nicht mehr über den Weg. Hintergrund sind die Berichte über Verstrickungen des Unternehmens in die Überwachungsprogramme des US-Geheimdienstes NSA.
"Ich vertraue Microsoft nicht mehr", sagte Bowden laut einem Bericht der britischen Tageszeitung The Guardian auf einer Konferenz im Schweizer Lausanne. Er selbst war im Zeitraum von 2002 bis 2011 für die Ausgestaltung der Datenschutz-Richtlinien in rund 40 Ländern, in denen das Unternehmen aktiv war, verantwortlich - außer jenen für die USA. In diesem Zeitraum habe er keine Kenntnisse über das PRISM-Programm gehabt, erklärt er.
Auch wenn die aktuellen Berichte auf Grundlage des Snowden-Archives viele Belege über die Aktivitäten der NSA ans Licht brachten, gab es doch auch schon vorher Hinweise auf die immer weiter zunehmende Überwachung. Wie Bowden ausführte, brachte ihn dies dazu, inzwischen schon seit zwei Jahren kein Mobiltelefon mehr bei sich zu führen. Außerdem sei er komplett auf die Nutzung von Open Source-Software umgestiegen.
Das Problem betreffe seiner Ansicht nach aber nicht nur jeden Einzelnen, sondern untergrabe die Demokratie als Ganzes. "Die Öffentlichkeit muss darüber nachdenken, dass jede Person des öffentlichen Interesses oder mit einer einflussreichen Position in der Regierung, der Wirtschaft oder der Verwaltung jetzt darüber grübelt, was die NSA über sie weiß", führte er aus. "Wie können wir darauf vertrauen, dass die Entscheidungen, die sie fällen, auf objektiven Überlegungen beruhen und nicht einfach getroffen werden, um die eigene Karriere zu retten?"
Bowden spielte damit auf den langjährigen FBI-Direktor J. Edgar Hoover an. Dieser überdauerte auf seinem Posten immerhin acht US-Präsidenten. Das wird unter anderem darauf zurückgeführt, dass er Geheimdossiers zu zahlreichen hochrangigen Politikern und Prominenten führte, in denen jeweils Informationen enthalten waren, die im Zweifelsfall dazu dienen konnten, die Betroffenen nach Hoovers Wünschen zu erpressen. Die NSA könnte aus den von ihr erlangten Daten wohl problemlos ebenso sensible Informationen ableiten. Dies sei laut Bowden für ein repräsentatives System sehr problematisch.
Aber auch ein anderer Aspekt spielt hier seiner Ansicht nach eine Rolle: "Wir durchleben eine Wandlung hin zu einer Leistungsfähigkeit der Überwachung, die bisher auf der Welt einzigartig ist. Und wir wissen nicht, was für eine Regierung oder ein Führer als nächstes an die Macht kommt und diese missbraucht. Es könnte der nächste Präsident sein, oder auch schon dieser", sagte Bowden.
Auch wenn die aktuellen Berichte auf Grundlage des Snowden-Archives viele Belege über die Aktivitäten der NSA ans Licht brachten, gab es doch auch schon vorher Hinweise auf die immer weiter zunehmende Überwachung. Wie Bowden ausführte, brachte ihn dies dazu, inzwischen schon seit zwei Jahren kein Mobiltelefon mehr bei sich zu führen. Außerdem sei er komplett auf die Nutzung von Open Source-Software umgestiegen.
Das Problem betreffe seiner Ansicht nach aber nicht nur jeden Einzelnen, sondern untergrabe die Demokratie als Ganzes. "Die Öffentlichkeit muss darüber nachdenken, dass jede Person des öffentlichen Interesses oder mit einer einflussreichen Position in der Regierung, der Wirtschaft oder der Verwaltung jetzt darüber grübelt, was die NSA über sie weiß", führte er aus. "Wie können wir darauf vertrauen, dass die Entscheidungen, die sie fällen, auf objektiven Überlegungen beruhen und nicht einfach getroffen werden, um die eigene Karriere zu retten?"
Bowden spielte damit auf den langjährigen FBI-Direktor J. Edgar Hoover an. Dieser überdauerte auf seinem Posten immerhin acht US-Präsidenten. Das wird unter anderem darauf zurückgeführt, dass er Geheimdossiers zu zahlreichen hochrangigen Politikern und Prominenten führte, in denen jeweils Informationen enthalten waren, die im Zweifelsfall dazu dienen konnten, die Betroffenen nach Hoovers Wünschen zu erpressen. Die NSA könnte aus den von ihr erlangten Daten wohl problemlos ebenso sensible Informationen ableiten. Dies sei laut Bowden für ein repräsentatives System sehr problematisch.
Aber auch ein anderer Aspekt spielt hier seiner Ansicht nach eine Rolle: "Wir durchleben eine Wandlung hin zu einer Leistungsfähigkeit der Überwachung, die bisher auf der Welt einzigartig ist. Und wir wissen nicht, was für eine Regierung oder ein Führer als nächstes an die Macht kommt und diese missbraucht. Es könnte der nächste Präsident sein, oder auch schon dieser", sagte Bowden.
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