Bürgerrechtler wollen HTTP-Fehlercode für Zensur
In aller Welt gibt es immer wieder Vorstöße, Inhalte im Web von staatlicher Seite aus zu sperren. Ob man dies nun gut findet oder nicht - Bürgerrechtler wollen zumindest mehr Transparenz in entsprechende Maßnahmen bringen.
Die britische Open Rights Group hat daher vorgeschlagen, das Web-Protokoll HTTP um einen eigenen Fehler-Code für solche Fälle zu erweitern. Der bekannteste dieser Codes ist für die meisten Nutzer sicherlich der klassische 404, mit dem der Webserver darauf hinweist, dass das angeforderte Dokument nicht vorhanden ist - entweder weil es gelöscht wurde oder die Adressangabe des Anfragenden einen Fehler enthält.
Mit der Kennung 403 gibt es auch einen Status-Code, mit dem der Browser darauf hingewiesen wird, dass er nicht berechtigt ist, den fraglichen Inhalt abzurufen. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn der Anbieter nur einem ausgewählten Kreis von Nutzern Zugang gewähren will, oder dies davon abhängig macht, dass die Übertragung SSL-verschlüsselt erfolgt. Dieser könnte im Grunde auch genutzt werden, wenn Inhalte aus rechtlichen Gründen nicht an Nutzer ausgeliefert werden dürfen, wenn diese sich im IP-Adressraum eines bestimmten Landes aufhalten.
Die Bürgerrechtler wollen hierfür aber einen eigenen Code: Der Vorschlag beläuft sich auf die Kennung 451. Diese ist dem Literaturklassiker "Fahrenheit 451" von Ray Bradbury entlehnt. In dem Buch wird eine Gesellschaft beschrieben, in der Zensur ausgeübt wird, indem sämtliche Bücher verboten sind und verbrannt werden. Allerdings kam es dazu nicht durch die plötzliche Errichtung einer Diktatur, sondern durch einen schleichenden Prozess mit Zustimmung der Mehrheitsgesellschaft.
Die Einrichtung eines eigenen Fehlercodes würde es nach Angaben der Open Rights Group nicht nur ermöglichen, dass der Nutzer erfährt, dass der fragliche Inhalt aus rechtlichen Gründen gesperrt ist. Der Hoster könnte, wie bei anderen Szenarien auch, zusätzliche Informationen in die Fehlermeldung eingebetten - beispielsweise die rechtliche Grundlage der Sperrung wie das Aktenzeichen eines Gerichtsurteils und eine Kontaktmöglichkeit, falls der Nutzer Widerspruch einlegen will.
Die Open Rights Group unterstützt ein solches Vorhaben nicht allein. Der Google-Entwickler Tim Bray hat bereits im Juni einen entsprechenden Vorschlag für die Änderung des HTTP-Standards an die zuständige Internet Engineering Task Force geschickt.
Mit der Kennung 403 gibt es auch einen Status-Code, mit dem der Browser darauf hingewiesen wird, dass er nicht berechtigt ist, den fraglichen Inhalt abzurufen. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn der Anbieter nur einem ausgewählten Kreis von Nutzern Zugang gewähren will, oder dies davon abhängig macht, dass die Übertragung SSL-verschlüsselt erfolgt. Dieser könnte im Grunde auch genutzt werden, wenn Inhalte aus rechtlichen Gründen nicht an Nutzer ausgeliefert werden dürfen, wenn diese sich im IP-Adressraum eines bestimmten Landes aufhalten.
Die Bürgerrechtler wollen hierfür aber einen eigenen Code: Der Vorschlag beläuft sich auf die Kennung 451. Diese ist dem Literaturklassiker "Fahrenheit 451" von Ray Bradbury entlehnt. In dem Buch wird eine Gesellschaft beschrieben, in der Zensur ausgeübt wird, indem sämtliche Bücher verboten sind und verbrannt werden. Allerdings kam es dazu nicht durch die plötzliche Errichtung einer Diktatur, sondern durch einen schleichenden Prozess mit Zustimmung der Mehrheitsgesellschaft.
Die Einrichtung eines eigenen Fehlercodes würde es nach Angaben der Open Rights Group nicht nur ermöglichen, dass der Nutzer erfährt, dass der fragliche Inhalt aus rechtlichen Gründen gesperrt ist. Der Hoster könnte, wie bei anderen Szenarien auch, zusätzliche Informationen in die Fehlermeldung eingebetten - beispielsweise die rechtliche Grundlage der Sperrung wie das Aktenzeichen eines Gerichtsurteils und eine Kontaktmöglichkeit, falls der Nutzer Widerspruch einlegen will.
Die Open Rights Group unterstützt ein solches Vorhaben nicht allein. Der Google-Entwickler Tim Bray hat bereits im Juni einen entsprechenden Vorschlag für die Änderung des HTTP-Standards an die zuständige Internet Engineering Task Force geschickt.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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