Google wirft sein SPDY wieder weg und prescht auf HTTP/2 voran
Der Suchmaschinenkonzern Google wird tief unten im Maschinenraum Umbauten vornehmen. Wie das Unternehmen mitteilte, werde man jetzt mit der Einführung von HTTP/2, der nächsten Version des HTTP-Standards, beginnen. Im Gegenzug soll der Support für das hauseigene Protokoll SPDY dann auslaufen.
HTTP wurde ursprünglich im Jahr 1991 vorgestellt und bildet seitdem die Grundlage des World Wide Web. Nach einem experimentellen Start war die Fassung 1.0 dann im Jahr 1996 fertig - rechtzeitig zum ersten größeren Boom, den das neue Medium erlebte. In den folgenden Jahren eroberten sich immer mehr Nutzer den Zugang zum Netz und an das Basis-Protokoll stellten sich verschiedene neue Herausforderungen. Diese wurden schließlich in HTTP/1.1 umgesetzt, das seit 1999 in der Welt ist. Dann passierte aber erst einmal nicht viel.
Vor einigen Jahren veröffentlichte Google dann SPDY. Dieses Protokoll sollte verschiedene Probleme in HTTP/1.1 überwinden und auch als Vorschlag für HTTP/2 dienen. So sorgt es beispielsweise für einen wesentlich schnelleren Seitenaufbau im Browser des Nutzers, da die Datenübertragung deutlich optimiert wurde. Hinzu kam die Möglichkeit des Server Push, bei dem der Webserver nicht nur auf die Anfragen des Browsers reagiert, sondern von sich aus Inhalte überträgt, die beim Nutzer benötigt werden.
SPDY wird man hingegen auslaufen lassen. Entwickler müssen nun damit rechnen, dass die Unterstützung des Protokolls in etwa einem Jahr aus Chrome entfernt wird. Es ist damit zu rechnen, dass auch die anderen Browser-Hersteller (SPDY wird auch in Firefox, Safari und Opera unterstützt) entsprechend auf Googles Vorstoß reagieren werden. Es bleibt also nun noch etwa ein Jahr Zeit, um die Stellschrauben an den notwendigen Punkten so zu setzen, dass Web-Anwendungen zukünftig komplett nach dem neuesten HTTP-Standard arbeiten.
Vor einigen Jahren veröffentlichte Google dann SPDY. Dieses Protokoll sollte verschiedene Probleme in HTTP/1.1 überwinden und auch als Vorschlag für HTTP/2 dienen. So sorgt es beispielsweise für einen wesentlich schnelleren Seitenaufbau im Browser des Nutzers, da die Datenübertragung deutlich optimiert wurde. Hinzu kam die Möglichkeit des Server Push, bei dem der Webserver nicht nur auf die Anfragen des Browsers reagiert, sondern von sich aus Inhalte überträgt, die beim Nutzer benötigt werden.
Integration in Chrome 40 läuft
Obwohl auch Microsoft mit HTTP Speed+Mobility einen Vorschlag für die Nachfolge von HTTP/1.1 machte, basiert die neue Version des Web-Protokolls nun doch hauptsächlich auf dem Google-Entwurf. Der HTTP/2-Standard geht an einigen Stellen aber noch über SPDY hinaus. Bei Google fiel nun daher die Entscheidung, das neue Protokoll nun in den Browser Chrome einzubauen. In den kommenden Wochen soll die Integration in Chrome 40 komplett umgesetzt werden, hieß es.SPDY wird man hingegen auslaufen lassen. Entwickler müssen nun damit rechnen, dass die Unterstützung des Protokolls in etwa einem Jahr aus Chrome entfernt wird. Es ist damit zu rechnen, dass auch die anderen Browser-Hersteller (SPDY wird auch in Firefox, Safari und Opera unterstützt) entsprechend auf Googles Vorstoß reagieren werden. Es bleibt also nun noch etwa ein Jahr Zeit, um die Stellschrauben an den notwendigen Punkten so zu setzen, dass Web-Anwendungen zukünftig komplett nach dem neuesten HTTP-Standard arbeiten.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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