Technik-Fortschritt:
In 30 Jahren keine Arbeit mehr
Der schnelle technische Fortschritt bei der Entwicklung von Robotik-Systemen und künstlicher Intelligenz könnte deutlich schneller als erwartet dazu führen, dass es kaum noch Arbeit für Menschen gibt.
Moshe Vardi, Informatik-Professor an der Rice University, geht inzwischen davon aus, dass Maschinen bereits im Jahr 2045 so weit sein werden, "wenn nicht alle, dann doch einen sehr großen Anteil an Arbeiten zu übernehmen, die heute von Menschen ausgeführt werden". Seine Annahme begründet er mit einer Analyse der technischen Entwicklung in den letzten Jahrzehnten.
Es gebe derzeit keinen Grund, anzunehmen, dass die Fortschrittsrate sich in der nächsten Zeit abschwächen wird. Und allein in den letzten 15 Jahren hat die Entwicklung der künstlichen Intelligenz gewaltige Fortschritte gemacht - vom ersten Sieg eines Computers gegen einen Schachweltmeister, was heute schon fast zu den trivialeren Aufgaben gehört, bis hin zu selbstfahrenden Autos und dem Supercomputer Watson, der mit seinen semantischen Fähigkeiten auch im Jeopardy gegen die besten Spieler gewinnen konnte.
Verfolgt man diesen Weg der Entwicklung in die Zukunft, kommt man früher oder später unweigerlich zu dem Punkt, an dem Maschinen faktisch im gesamten Arbeitsprozess den Menschen ersetzen können und Millionen bis Milliarden Menschen nicht mehr in die klassischen wirtschaftlichen Systeme eingebunden werden können. Es ist lediglich die Frage, wann es soweit sein wird und ob es der Gesellschaft gelingt, ihre bisherigen Paradigmen zu verwerfen und sich auf diese Situation einzustellen.
Wie die Entwicklung genau zu bewerten ist und mit welcher Geschwindigkeit diese vorankommt, darüber scheiden sich die Geister. Als sicher gilt jedoch, dass die nächste Stufe der Automation wohl einen noch größeren Umbruch in der Arbeitswelt mit sich bringen wird, als die Industrialisierung nach der Erfindung der Dampfmaschine oder die tiefen Umwälzungen in Folge einer breiten Einführung von Computern.
Sollte Vardis Szenario stimmen, käme dieser Prozess deutlich schneller als erwartet. Allerdings ist nicht unbedingt davon auszugehen, dass es dann keine Aufgaben mehr für die Menschen gebe. Deren Rolle in vielen Teilen der Produktion, die heute noch den wichtigsten Teil der Wirtschaft weltweit ausmacht, würde aber wegfallen. Statt dessen würden im Bereich der Arbeit gesellschaftliche Aufgaben in den Vordergrund rücken, die heute nur schlecht oder gar nicht bezahlt werden. Lösungsansätze die im Zuge dieser Entwicklung diskutiert werden, sind beispielsweise eine Besteuerung von Maschinenarbeit ebenso wie es bei den heutigen Arbeitslöhnen passiert, um die Arbeitslosen- und Sozialversicherungen für deutlich mehr Menschen fit zu machen, oder auch die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens für alle Bürger.
Es gebe derzeit keinen Grund, anzunehmen, dass die Fortschrittsrate sich in der nächsten Zeit abschwächen wird. Und allein in den letzten 15 Jahren hat die Entwicklung der künstlichen Intelligenz gewaltige Fortschritte gemacht - vom ersten Sieg eines Computers gegen einen Schachweltmeister, was heute schon fast zu den trivialeren Aufgaben gehört, bis hin zu selbstfahrenden Autos und dem Supercomputer Watson, der mit seinen semantischen Fähigkeiten auch im Jeopardy gegen die besten Spieler gewinnen konnte.
Verfolgt man diesen Weg der Entwicklung in die Zukunft, kommt man früher oder später unweigerlich zu dem Punkt, an dem Maschinen faktisch im gesamten Arbeitsprozess den Menschen ersetzen können und Millionen bis Milliarden Menschen nicht mehr in die klassischen wirtschaftlichen Systeme eingebunden werden können. Es ist lediglich die Frage, wann es soweit sein wird und ob es der Gesellschaft gelingt, ihre bisherigen Paradigmen zu verwerfen und sich auf diese Situation einzustellen.
Wie die Entwicklung genau zu bewerten ist und mit welcher Geschwindigkeit diese vorankommt, darüber scheiden sich die Geister. Als sicher gilt jedoch, dass die nächste Stufe der Automation wohl einen noch größeren Umbruch in der Arbeitswelt mit sich bringen wird, als die Industrialisierung nach der Erfindung der Dampfmaschine oder die tiefen Umwälzungen in Folge einer breiten Einführung von Computern.
Sollte Vardis Szenario stimmen, käme dieser Prozess deutlich schneller als erwartet. Allerdings ist nicht unbedingt davon auszugehen, dass es dann keine Aufgaben mehr für die Menschen gebe. Deren Rolle in vielen Teilen der Produktion, die heute noch den wichtigsten Teil der Wirtschaft weltweit ausmacht, würde aber wegfallen. Statt dessen würden im Bereich der Arbeit gesellschaftliche Aufgaben in den Vordergrund rücken, die heute nur schlecht oder gar nicht bezahlt werden. Lösungsansätze die im Zuge dieser Entwicklung diskutiert werden, sind beispielsweise eine Besteuerung von Maschinenarbeit ebenso wie es bei den heutigen Arbeitslöhnen passiert, um die Arbeitslosen- und Sozialversicherungen für deutlich mehr Menschen fit zu machen, oder auch die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens für alle Bürger.
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