WinFuture Exklusiv
Samsung Eyewear: Neue Details zu AR-Brillen mit Kamera & Google-KI
Samsung will beim morgigen "Galaxy Unpacked"-Event erstmals ein paar technische Details zu seinen neuen "smarten Brillen" nennen. Wir wissen schon jetzt, welche Chips die in Kooperation mit Google sowie Warby Parker und Gentle Monster entwickelten KI-Brillen mit Kamera-Integration nutzen.
Laut einem uns vorliegenden Dokument von Samsung sollen die Brillen, die man im Zuge der Google I/O erstmals öffentlich zeigte und künftig wohl auch in anderen Varianten anbieten will, jeweils mit dem bereits 2023 erstmals in Verbindung mit den Ray-Ban-Brillen von Meta eingeführten Qualcomm Snapdragon AR1 Gen 1 System-on-Chip ausgestattet werden. Dabei handelt es sich um einen vierkernigen ARM-Prozessor mit maximal 1,9 Gigahertz Taktrate, der unter anderem Displays mit 1280 x 1280 Pixeln und 60 Hertz Bildwiederholrate und Full-HD-Videoaufnahmen mit 30 Bildern pro Sekunde bietet.
Samsung-Brille mit Gentle-Monster-Branding
Samsung verzichtet bei den Brillen auf integrierte Displays. Stattdessen gibt es in jeder der Brillen zwei an den Rändern der Rahmen angebrachte Kameras, mit denen man bei Bedarf erfassen kann, was der Träger jeweils gerade sieht. Die Kameras sollen es Googles KI-Sprachassistent Gemini ermöglichen, "natürlich darauf zu reagieren, was man sieht" und so "den ganzen Tag freihändige Hilfe" bieten.
Samsung-Brille mit Warby-Parker-Branding
Darüber hinaus sollen die Nutzer der Samsung-Eyewear-Brillen von Warby Parker und Gentle Monster auch mit Gemini per Sprache interagieren können und an den Bügeln der Brillen mit Touch-Sensoren arbeiten.
Ein von Samsung genanntes Szenario ist dabei natürlich die Navigation, weshalb der Nutzer per Sprache um die Routenplanung, eine Zielsetzung und eine Erfassung der Umgebung bitten kann. Außerdem soll per Live-Übersetzung auch die Interaktionen mit Gesprächspartnern in Fremdsprachen unterstützt werden.
Als weitere Nutzungsoption nennt Samsung das Live-Sharing von Kameraaufnahmen. Auf Anweisung lässt man die Brille dabei aufzeichnen, was man gerade sieht oder hört, um zum Beispiel den eigenen Blickwinkel zu erfassen oder Dritte zusehen zu lassen, ohne dafür die Hände zu benötigen.
So warb Google zur I/O für Samsungs neue KI-Brillen
Neben der Touch-Interaktion sollen die mit Googles Android XR und dem Snapdragon AR1 Gen 1 ausgerüsteten KI-Brillen in Verbindung mit den neuen Smartwatches der Galaxy-Watch-9-Serie auch mit Gesten bedient werden können.
Die Verfügbarkeit vieler Funktionen hängt nach Angaben von Samsung aber auch teilweise von der Möglichkeit zum Zugriff auf bestimmte Dienste und andere Geräte aus dem Galaxy-Ökosystem zusammen. Denkbar wäre also, dass man für bestimmte Funktionen ein Abonnement oder zumindest ein kompatibles Samsung-Smartphone oder eine kompatible Smartwatch benötigt.
Dementsprechend macht Samsung bisher auch noch keine Angaben zu Preisen und Terminen. Die neuen Google-Brillen von Samsung und seinen Markenpartnern scheinen nach aktuellem Kenntnisstand zunächst nur in den zwei bereits bekannten Designs der beiden Partner zu erscheinen. In Sachen Hardware ist bemerkenswert, dass sie auf einem vor mittlerweile fast drei Jahren erstmals vorgestellten Chip basieren. Samsung und Google setzen somit vor allem auf Software und KI-Dienste als Kaufargumente.
Zu möglichem Missbrauch durch unerwünschte Videoaufnahmen mit den Brillen, wegen der die Konkurrenzprodukte von Meta, Ray-Ban und anderen Brillenmarken häufig kritisiert werden, äußert sich Samsung in seinen Marketing-Materialien praktisch nicht.
Siehe auch:
Drei Jahre alter Qualcomm-Chip in neuen KI-Brillen
Der koreanische Elektronikriese Samsung will morgen neben der offiziellen Vorstellung seiner neuen Foldable-Smartphones und neuer Smartwatches auch erneut einen Ausblick auf die zusammen mit Google und den Lifestyle-Brillenmarken Warby Parker und Gentle Monster entwickelten "Smart Glasses" der Samsung-Eyewear-Serie bieten.Laut einem uns vorliegenden Dokument von Samsung sollen die Brillen, die man im Zuge der Google I/O erstmals öffentlich zeigte und künftig wohl auch in anderen Varianten anbieten will, jeweils mit dem bereits 2023 erstmals in Verbindung mit den Ray-Ban-Brillen von Meta eingeführten Qualcomm Snapdragon AR1 Gen 1 System-on-Chip ausgestattet werden. Dabei handelt es sich um einen vierkernigen ARM-Prozessor mit maximal 1,9 Gigahertz Taktrate, der unter anderem Displays mit 1280 x 1280 Pixeln und 60 Hertz Bildwiederholrate und Full-HD-Videoaufnahmen mit 30 Bildern pro Sekunde bietet.
Samsung-Brille mit Gentle-Monster-Branding
Bis zu 9 Stunden Laufzeit mit einer Ladung, keine Displays
Die Akkulaufzeit der neuen Brillen von Samsung und seinen Partnern wird mit bis zu neun Stunden angegeben, wobei die Augmented-Reality-Brillen in ihren Transportetuis jeweils bis zu siebenmal komplett nachgeladen werden können, bevor auch der eingebaute Akku der Cases neu zu laden ist. Im Vergleich zu Metas Ray-Ban-AR-Brillen der zweiten Generation hätte man damit die Nase leicht vorn, schließlich sollen diese bis zu acht Stunden Laufzeit erreichen.Samsung verzichtet bei den Brillen auf integrierte Displays. Stattdessen gibt es in jeder der Brillen zwei an den Rändern der Rahmen angebrachte Kameras, mit denen man bei Bedarf erfassen kann, was der Träger jeweils gerade sieht. Die Kameras sollen es Googles KI-Sprachassistent Gemini ermöglichen, "natürlich darauf zu reagieren, was man sieht" und so "den ganzen Tag freihändige Hilfe" bieten.
Kameras zeichnen auf, was der Träger der Brille sieht
Konkret bedeutet dies, dass die Brillen und damit Gemini in die Lage versetzt werden, zum Beispiel Informationen von einem im Meeting gezeigten Whiteboard nach Aufforderung zu erfassen und in Samsung Notes auf einem Smartphone zu speichern, um sie später in Ruhe zu betrachten, darauf zu reagieren oder weiterzureichen.
Samsung-Brille mit Warby-Parker-Branding
Darüber hinaus sollen die Nutzer der Samsung-Eyewear-Brillen von Warby Parker und Gentle Monster auch mit Gemini per Sprache interagieren können und an den Bügeln der Brillen mit Touch-Sensoren arbeiten.
Ein von Samsung genanntes Szenario ist dabei natürlich die Navigation, weshalb der Nutzer per Sprache um die Routenplanung, eine Zielsetzung und eine Erfassung der Umgebung bitten kann. Außerdem soll per Live-Übersetzung auch die Interaktionen mit Gesprächspartnern in Fremdsprachen unterstützt werden.
Als weitere Nutzungsoption nennt Samsung das Live-Sharing von Kameraaufnahmen. Auf Anweisung lässt man die Brille dabei aufzeichnen, was man gerade sieht oder hört, um zum Beispiel den eigenen Blickwinkel zu erfassen oder Dritte zusehen zu lassen, ohne dafür die Hände zu benötigen.
So warb Google zur I/O für Samsungs neue KI-Brillen
Samsung verspricht sichere Nutzung, nennt keine Details
Samsung verspricht, dass die AR-Brillen mit "klarer Steuerung" und "Schutzmaßnahmen" eine "verantwortungsvolle und sichere Nutzung" ermöglichen sollen, während sie gleichzeitig freihändige Unterstützung auf natürliche Weise liefern, ohne dass der Nutzer seine jeweilige Aktivität unterbrechen oder ein zusätzliches Gerät mit Bildschirm benötigt.Neben der Touch-Interaktion sollen die mit Googles Android XR und dem Snapdragon AR1 Gen 1 ausgerüsteten KI-Brillen in Verbindung mit den neuen Smartwatches der Galaxy-Watch-9-Serie auch mit Gesten bedient werden können.
Die Verfügbarkeit vieler Funktionen hängt nach Angaben von Samsung aber auch teilweise von der Möglichkeit zum Zugriff auf bestimmte Dienste und andere Geräte aus dem Galaxy-Ökosystem zusammen. Denkbar wäre also, dass man für bestimmte Funktionen ein Abonnement oder zumindest ein kompatibles Samsung-Smartphone oder eine kompatible Smartwatch benötigt.
Verfügbarkeit soll ab Herbst gegeben sein
Die morgige Vorstellung der Samsung-Eyewear-Brillen von Warby Parker und Gentle Monster bedeutet allerdings noch immer nicht, dass sie auch zeitnah verfügbar sind. Stattdessen trommelt man damit weiter für eine "bald" geplante Einführung, die nach Angaben von Samsung mit der Präsentation der neuen Kollektionen der beiden Marken im Herbst 2026 erfolgen soll.Dementsprechend macht Samsung bisher auch noch keine Angaben zu Preisen und Terminen. Die neuen Google-Brillen von Samsung und seinen Markenpartnern scheinen nach aktuellem Kenntnisstand zunächst nur in den zwei bereits bekannten Designs der beiden Partner zu erscheinen. In Sachen Hardware ist bemerkenswert, dass sie auf einem vor mittlerweile fast drei Jahren erstmals vorgestellten Chip basieren. Samsung und Google setzen somit vor allem auf Software und KI-Dienste als Kaufargumente.
Zu möglichem Missbrauch durch unerwünschte Videoaufnahmen mit den Brillen, wegen der die Konkurrenzprodukte von Meta, Ray-Ban und anderen Brillenmarken häufig kritisiert werden, äußert sich Samsung in seinen Marketing-Materialien praktisch nicht.
Zusammenfassung
- Samsung plant neue Smart-Glasses zusammen mit Google und Partnern
- In den Brillen kommt der Qualcomm Snapdragon AR1 Gen 1 zum Einsatz
- Die Akkulaufzeit der Displays-losen Brillen liegt bei neun Stunden
- Zwei Kameras ermöglichen die Nutzung von Googles KI-Dienst Gemini
- Die Einführung der neuen KI-Brillen ist für Herbst 2026 geplant
Siehe auch:
- Nachfolger von Google Glass: Neue AR-Brillen erscheinen nächstes Jahr
- Google Glass fürs KI-Zeitalter? Google plant womöglich neue Brille
- Google Glass ist (wieder) tot: Smarte Brille wird erneut eingestellt
- Google testet neue AR-Datenbrille ab August im öffentlichen Raum
- Google kauft North: Kanadische Spezialisten sollen AR-Brillen bauen
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