Produktions-Aus nach fast 50 Jahren:
Jetzt kommt legendäre CPU zurück
Der legendäre Prozessor Zilog Z80 feiert seinen 50. Geburtstag und könnte schon bald wieder verfügbar sein. Denn ein von der Open-Source-Community finanziertes Projekt hat inzwischen einen funktionsfähigen Nachbau der 8-Bit-CPU entwickelt.
Technisch war der Prozessor für seine Zeit bemerkenswert. Er verfügte über rund 8500 Transistoren, wurde im 4-Mikrometer-Verfahren gefertigt und arbeitete zunächst mit einer Taktfrequenz von 2,5 Megahertz. Spätere CMOS-Versionen erreichten bis zu 20 Megahertz. Dank seiner Binärkompatibilität zum Intel 8080 konnte der Z80 bestehende CP/M-Software ausführen. Zudem verringerte ein integrierter DRAM-Auffrischungszähler den Bedarf an zusätzlicher Hardware. Nach Angaben des Computer History Museum kostete die Entwicklung der ersten Prototypen rund 400.000 Dollar bei einer Finanzierung von 500.000 Dollar durch Exxon.
Der Prozessor fand weltweit Einsatz in zahlreichen bekannten Systemen. Dazu zählen unter anderem der ZX Spectrum, der TRS-80, MSX-Computer, Nintendos Game Boy, Segas Master System, Pac-Man-Spielautomaten sowie grafikfähige Taschenrechner von Texas Instruments. Darüber hinaus blieb der Z80 über Jahrzehnte in Industrieanlagen und Steuerungssystemen im Einsatz.
Während Zilog gleichzeitig weitere Produkte seiner Z80-Nachfolgerfamilie wegen geringer Nachfrage auslaufen lässt, bleibt das Interesse der Bastler ungebrochen. Erst in diesem Jahr gelang es einem Entwickler sogar, eine kleine dialogfähige KI auf einem Z80-System mit lediglich 64 Kilobyte Arbeitsspeicher auszuführen.
Siehe auch:
Z80 ist ein bemerkenswerter Chip
Der Z80 kam im Juli 1976 auf den Markt und entwickelte sich zu einem der prägendsten Mikroprozessoren der Computergeschichte. Bis zur Einstellung der Bestellannahme im Juni 2024 blieb der Chip fast 48 Jahre lang im Programm von Zilog, das inzwischen zur Littelfuse-Gruppe gehört. Ausschlaggebend für das Produktionsende war die Einstellung der Fertigungsunterstützung für die Baureihe Z84C00 durch den Wafer-Hersteller. Doch das ist noch nicht das Ende, wie Toms Hardware berichtet.Technisch war der Prozessor für seine Zeit bemerkenswert. Er verfügte über rund 8500 Transistoren, wurde im 4-Mikrometer-Verfahren gefertigt und arbeitete zunächst mit einer Taktfrequenz von 2,5 Megahertz. Spätere CMOS-Versionen erreichten bis zu 20 Megahertz. Dank seiner Binärkompatibilität zum Intel 8080 konnte der Z80 bestehende CP/M-Software ausführen. Zudem verringerte ein integrierter DRAM-Auffrischungszähler den Bedarf an zusätzlicher Hardware. Nach Angaben des Computer History Museum kostete die Entwicklung der ersten Prototypen rund 400.000 Dollar bei einer Finanzierung von 500.000 Dollar durch Exxon.
Der Prozessor fand weltweit Einsatz in zahlreichen bekannten Systemen. Dazu zählen unter anderem der ZX Spectrum, der TRS-80, MSX-Computer, Nintendos Game Boy, Segas Master System, Pac-Man-Spielautomaten sowie grafikfähige Taschenrechner von Texas Instruments. Darüber hinaus blieb der Z80 über Jahrzehnte in Industrieanlagen und Steuerungssystemen im Einsatz.
Nachbau ist quasi fertig
Neue Hoffnung für Fans klassischer Computer macht nun das Open-Source-Projekt FOSS Z80 des Entwicklers Renaldas Zioma. Mehrere Testchips wurden bereits erfolgreich gefertigt und ihre Funktionsfähigkeit bestätigt. Die aktuelle Entwicklungsstufe konzentriert sich darauf, den Prozessor wieder im klassischen DIP40-Gehäuse anzubieten. Grundlage des Designs ist der frei verfügbare TV80-Prozessorkern. Dank moderner 130-Nanometer-Technologie soll der Nachbau nun sogar Taktraten von bis zu 50 Megahertz erreichen.Während Zilog gleichzeitig weitere Produkte seiner Z80-Nachfolgerfamilie wegen geringer Nachfrage auslaufen lässt, bleibt das Interesse der Bastler ungebrochen. Erst in diesem Jahr gelang es einem Entwickler sogar, eine kleine dialogfähige KI auf einem Z80-System mit lediglich 64 Kilobyte Arbeitsspeicher auszuführen.
Zusammenfassung
- Der legendäre 8-Bit-Prozessor Zilog Z80 feiert seinen 50. Geburtstag
- Nach dem Produktionsende im Jahr 2024 plant eine Community den Nachbau
- Zahlreiche Kultgeräte wie der Game Boy nutzten diesen Mikroprozessor
- Das Open-Source-Projekt FOSS Z80 entwickelt einen modernen Nachbau
- Dank moderner Technik soll der Chip bis zu 50 Megahertz erreichen
- Bastler nutzen den alten Prozessor sogar für kleine KI-Anwendungen
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