RobotCar: Selbstfahrende Autos zum Spartarif

Britische Wissenschaftler wollen selbstfahrende Autos unter Verwendung von sehr günstigen Bauteilen ermöglichen. Während Google & Co ihre Prototypen für hohe Summen mit Technik vollstopfen, haben die Macher des RobotCar-Projekts von vornherein das Ziel, die Kosten so gering wie möglich zu halten.
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Das Konzept der Forscher von der Universität Oxford sieht vor, ein eigentlich recht simples System zu nutzen, mit dem Autos künftig sich selbst autonom steuern können. Dazu wird ein 3D-Bild einer Strecke mit Lasern an der Front des jeweiligen Wagens und einer Kamera auf dem Dach erstellt. RobotCarRobotCar: Abgleich der Daten aus dem Speicher mit Live-Bildern Die Sensoren erstellen eine Karte der Route und erkennen zusätzlich unbekannte Objekte wie etwa Fußgänger, um ihnen auszuweichen. In Kombination mit ohnehin vorhandenen GPS- und Kartendaten füllt das System auf diese Weise sein "Gedächtnis", um zu einem späteren Zeitpunkt darauf zugreifen zu können.

Fährt das Auto dann später die gleiche Stecke noch einmal, erkennt das System anhand der gespeicherten Informationen von einer früheren Fahrt, dass für den Weg bereits Daten vorliegen. Es übernimmt dann nicht automatisch die Lenkung des Fahrzeugs, sondern bietet dem Fahrer an, die Steuerung für ihn durchzuführen, sobald erkannt wurde, dass eine bekannte Strecke voraus liegt.


Es gehe ihnen vor allem darum, die Herausforderung zu lösen, ein solches System nicht mit teuren Sensoren, sondern mit billigen Bauteilen umzusetzen, so Professor Paul Newman, der das Projekt leitet, gegenüber der Zeitung 'The Telegraph'. Außerdem müsse man die anfallenden Daten auf sehr kluge Art verarbeiten.

Newmans Vision sieht vor, dass das Auto nicht konstant selbst steuert, sondern nur in bestimmten Augenblicken die Steuerung übernimmt. Weil sich gerade in Städten selten etwas grundlegend verändert, sei der Aufbau eines großen Speichers von Umgebungsbildern und anderen Daten eine gute Grundlage. Auf diese Weise ließen sich die Kosten für die bei anderen Systemen verwendeten teuren Sensoren vermeiden.

Aktuell nutzen die Forscher ein umgebautes Elektroauto vom Typ Nissan Leaf für ihre Forschung. Das sogenannte RobotCar hat bereits ausführliche Tests auf privatem Gelände hinter sich, doch nun wollen die Wissenschaftler in Zusammenarbeit mit dem britischen Transportministerium die Erprobung auf öffentlichen Straßen starten.

Die derzeit verbauten Komponenten des lernfähigen Systems für selbstfahrende Autos kosten umgerechnet rund 5800 Euro. Der nächste Schritt sieht vor, die Kosten auf rund 580 Euro zu senken, bevor man letztlich einen Preis von nur noch gut knapp 120 Euro erreichen will.
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