Auch Bleszinski sieht Always-Online-Zukunft kommen

Microsofts Creative Director Adam Orth hatte kürzlich nach unglücklichen Äußerungen bezüglich des angeblichen Online-Zwangs der nächsten Xbox das Unternehmen verlassen. Nun bekam er vom Spiele-Entwickler Cliff Bleszinski Rückendeckung.
Microsoft, Konsole, Logo, Xbox 720, Xbox 3
Recenzjehd
Adam Orth hatte in seinen Äußerungen auf der Microblogging-Plattform Twitter nur wenig Verständnis für Spieler übrig, die den angeblichen Online-Zwang des kommenden Xbox 360-Nachfolgers kritisierten. Schließlich würden wir in einer Welt leben, die 'always-on' ist. Orth zog damit den Zorn der Internet-Community auf sich und verließ kurz darauf das Unternehmen. Ob freiwillig oder nicht, ist unbekannt.

Der ehemalige Lead Designer der Gears-of-War-Reihe Cliff Bleszinski (Epic Games) verteidigte in seinem Online-Blog nun den ehemaligen Microsoft-Mitarbeiter und bekräftigte dessen Standpunkt. So glaubt auch er, dass uns eine Always-Online-Zukunft bevorsteht: "Sie kommt schnell und vermutlich für die meisten Geräte, die euch gefallen."

Anschließend führte Bleszinski die beiden PC-Spiele SimCity und Diablo 3 an, welche wegen ihres Online-Zwangs zwar einen holprigen Start gehabt hätten, sich inzwischen aber dennoch prächtig verkauften. Bei seiner Ausführung geht er sogar so weit, dass er darauf wetten würde, dass sich Diablo 3 ohne den Online-Zwang nicht einmal halb so gut verkaufen könnte.

Auch das oft angeführte Argument, dass in vielen Gebieten kein oder nur langsames Internet verfügbar ist, lässt er nicht gelten. Er geht davon aus, dass jeder, der sich eine neue Technologie (wie die nächste Xbox) anschafft, vermutlich auch über eine stabile Internetverbindung verfügt.

Außerdem würde derzeit eine völlig neue Generation an Menschen heranwachsen, die ohnehin jederzeit online ist und der daher solche Entwicklungen schlicht egal sind. "Technologie entwickelt sich nicht dadurch weiter, dass man sich permanent über die Grenzfälle Sorgen macht", so Bleszinski in seinem Blog.

Cliff Bleszinski kritisierte zudem das Verhalten der Internet-Community scharf, die sich geradezu damit brüste, zur Entlassung Orths beigetragen zu haben. Er fände dieses Verhalten "abstoßend" und würde viel lieber in einer Welt leben, in der jemand auch mal eine kontroverse Meinung äußern könnte, ohne dass gleich der Internet-Lynch-Mob über ihn herfällt.
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