iOS-Maps: Neuer Ärger für Apple - jetzt vom Militär
Der Computerkonzern Apple steht wegen seines neuen Kartendienstes im Mobile-Betriebssystem iOS 6 erneut in der Kritik. Diesmal geht es allerdings nicht darum, dass die Informationen zu ungenau oder falsch sind - das Gegenteil ist der Fall.
Beklagt hat sich laut einem Bericht der US-Nachrichtenagentur 'Associated Press' das Militär in Taiwan. Dieses arbeitete in der letzten Zeit an einer neuen, 1,4 Milliarden Dollar teuren Radar-Anlage, die Flugbewegungen und auch Raketen, die aus dem westlichen China in Richtung des Inselstaates unterwegs sind, ausmachen soll. In Verbindung mit Abwehr-Raketen soll es Verletzungen des taiwanischen Luftraums sehr zielgenau begegnen können.
Das System basiert auf Technik in den USA und ist gut zehn Stockwerke hoch. Die Inbetriebnahme ist für dieses Jahr geplant. In den iOS-Karten finden sich nun hochauflösende Satellitenfotos der Anlage, die gerade einmal ein Jahr alt sind und viele Details erkennen lassen.
Der Sprecher des taiwanischen Verteidigungsministeriums David Lo forderte Apple auf, für das fragliche Gebiet nur Bilder mit einer geringeren Auflösung auszuliefern. Auch andere Anbieter vergleichbarer Kartendienste, wie etwa Google, verfahren bei militärischen Anlagen in der Regel auf diese Weise.
Lo räumte allerdings auch ein, dass es keinesfalls nur die Verantwortung Apples sei, wenn auf den Bildern zu viel zu erkennen sei. Auch das Militär selbst hätte mehr dafür tun können, um die Einzelheiten der Anlage in der Nähe des Armee-Flughafens Hsinchu gegenüber unerwünschten Beobachtern zu tarnen.
Aufnahmen von Imrali im Vergleich (The Verge)
Taiwans Militärs sind allerdings nicht die einzigen, die sich an der Genauigkeit der Apple-Bilder stören. Das US-Magazin 'The Verge' berichtete kürzlich von weiteren Fällen in der Türkei. Hier geht es beispielsweise um das Hochsicherheits-Gefängnis auf der Insel Imrali - eine der bestgesicherten Einrichtungen in dem Land. Während Google Maps hier nur ein überbelichtetes Foto und Nokia eine unscharfe Aufnahme bieten, die kaum etwas erkennen lassen, sind bei iOS-Maps zahlreiche Details zu erkennen.
Das System basiert auf Technik in den USA und ist gut zehn Stockwerke hoch. Die Inbetriebnahme ist für dieses Jahr geplant. In den iOS-Karten finden sich nun hochauflösende Satellitenfotos der Anlage, die gerade einmal ein Jahr alt sind und viele Details erkennen lassen.
Der Sprecher des taiwanischen Verteidigungsministeriums David Lo forderte Apple auf, für das fragliche Gebiet nur Bilder mit einer geringeren Auflösung auszuliefern. Auch andere Anbieter vergleichbarer Kartendienste, wie etwa Google, verfahren bei militärischen Anlagen in der Regel auf diese Weise.
Lo räumte allerdings auch ein, dass es keinesfalls nur die Verantwortung Apples sei, wenn auf den Bildern zu viel zu erkennen sei. Auch das Militär selbst hätte mehr dafür tun können, um die Einzelheiten der Anlage in der Nähe des Armee-Flughafens Hsinchu gegenüber unerwünschten Beobachtern zu tarnen.
Aufnahmen von Imrali im Vergleich (The Verge)
Taiwans Militärs sind allerdings nicht die einzigen, die sich an der Genauigkeit der Apple-Bilder stören. Das US-Magazin 'The Verge' berichtete kürzlich von weiteren Fällen in der Türkei. Hier geht es beispielsweise um das Hochsicherheits-Gefängnis auf der Insel Imrali - eine der bestgesicherten Einrichtungen in dem Land. Während Google Maps hier nur ein überbelichtetes Foto und Nokia eine unscharfe Aufnahme bieten, die kaum etwas erkennen lassen, sind bei iOS-Maps zahlreiche Details zu erkennen.
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