Nokia: Finnische Regierung schließt Staatshilfe aus
Der wirtschaftlich schwer angeschlagene Handy-Hersteller Nokia kann nicht auf staatliche Hilfe hoffen: Der finnische Ministerpräsident Jyrki Katainen hat Aktienkäufe zur Unterstützung Nokias ausgeschlossen.
Wie die Nachrichtenagentur 'Reuters' berichtet, werde die finnische Regierung Nokia nicht auf diese Weise helfen. Gestern gab es entsprechende Spekulationen, wonach Nokia vor einer Übernahme durch ein Unternehmen aus dem Ausland durch Aktienkäufe seitens des Staates geschützt werden könnte.
Der finnische Ministerpräsident Jyrki Katainen kommentierte derartige Berichte recht eindeutig: "Das geht uns nichts an", sagte der Regierungschef. "Wir wollen Finnland zu einem Land machen, in dem Unternehmen gut arbeiten können, aber dies ist nicht der Weg der Unterstützung, den die Regierung gehen will."
Wie Reuters feststellt, dürfte diese Art der Verweigerung keine eiserne Regel sein: Der finnische Staat hat auch in jüngerer Zeit in Unternehmen investiert bzw. ihnen unter die Arme gegriffen, die als wichtig für die nationalen Interessen gelten. Dazu zählen etwa Unternehmen aus der Chemie- und Holzbranche. Der finnische Staat ist außerdem Mehrheitseigner bei der Airline Finnair sowie dem Energiekonzern Fortum, beide Unternehmen steckten davor in finanziellen Schwierigkeiten.
Der finnische Traditionshersteller Nokia musste vor einer Woche erneut weitreichende Stellenstreichungen bekannt geben: Bis Ende 2013 sollen insgesamt 10.000 Jobs abgebaut werden, zudem müssen auch mehrere Werke - in Finnland, Kanada und Deutschland - geschlossen werden. Nach Angaben der Nachrichtenagentur hat das Unternehmen seit Anfang 2011 insgesamt rund 40.000 Stellen abgebaut.
Der finnische Ministerpräsident Jyrki Katainen kommentierte derartige Berichte recht eindeutig: "Das geht uns nichts an", sagte der Regierungschef. "Wir wollen Finnland zu einem Land machen, in dem Unternehmen gut arbeiten können, aber dies ist nicht der Weg der Unterstützung, den die Regierung gehen will."
Wie Reuters feststellt, dürfte diese Art der Verweigerung keine eiserne Regel sein: Der finnische Staat hat auch in jüngerer Zeit in Unternehmen investiert bzw. ihnen unter die Arme gegriffen, die als wichtig für die nationalen Interessen gelten. Dazu zählen etwa Unternehmen aus der Chemie- und Holzbranche. Der finnische Staat ist außerdem Mehrheitseigner bei der Airline Finnair sowie dem Energiekonzern Fortum, beide Unternehmen steckten davor in finanziellen Schwierigkeiten.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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