Deutsche IT-Infrastruktur nicht geschützt genug
Die IT-Infrastruktur von Bund und Ländern ist offenbar nicht ausreichend vor Attacken aus dem Netz geschützt. Darauf wies zumindest der Präsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Christoph Unger, gegenüber dem Nachrichtenmagazin 'Focus' hin.
"Das technische Know-How krimineller Hacker wächst schneller als wir darauf reagieren können", sagte er. Es sei ein "Hase-und-Igel-Spiel". Besonders gefährdet sei die sogenannte Kritische Infrastruktur, zu der etwa Netze von Krankenhäusern, Energieversorgern oder Flughäfen zählen.
Das Nationale Cyber-Abwehrzentrum nannte der BBK-Chef einen ersten Schritt, aber "längst nicht ausreichend". Unter Umständen seien zu einem besseren Schutz "auch Gesetzesänderungen nötig". Mit der in dieser Woche stattfindenden Krisenmanagement-Übung "LÜKEX" will der Bund die IT-Sicherheit verbessern.
Die Angst vor Angriffen auf kritische Infrastrukturen stand bisher vor allem in den USA auf der Agenda. Dies ging soweit, dass entsprechende Online-Attacken sogar in die Militärdoktrin Einzug hielten: Es besteht also die ausdrückliche Warnung, dass ein Staat, von dem beispielsweise eine Attacke auf die Steuerungsanlagen der US-Stromnetze ausgehen, mit militärischen Gegenschlägen rechnen muss.
Andererseits zeichnen viele Experten auch ein Bild, nach dem das ständige Beschwören eines bevorstehenden Cyber-Krieges doch reichlich überzogen ist. Zwar schlummern im Netz große Risiken - allerdings geht es hier in der Regel um herkömmliche Kriminalität mit kommerziellen Interessen.
Es sei demnach recht unwahrscheinlich, dass es groß angelegte, erfolgreiche Angriffe auf Infrastrukturen gibt, mit denen ein Land weitgehend lahmgelegt würde. Selbst das oft zu einem regelrechten Schreckgespenst aufgebaute China wurde kürzlich durch einen Insider weitgehend entzaubert.
Das Nationale Cyber-Abwehrzentrum nannte der BBK-Chef einen ersten Schritt, aber "längst nicht ausreichend". Unter Umständen seien zu einem besseren Schutz "auch Gesetzesänderungen nötig". Mit der in dieser Woche stattfindenden Krisenmanagement-Übung "LÜKEX" will der Bund die IT-Sicherheit verbessern.
Die Angst vor Angriffen auf kritische Infrastrukturen stand bisher vor allem in den USA auf der Agenda. Dies ging soweit, dass entsprechende Online-Attacken sogar in die Militärdoktrin Einzug hielten: Es besteht also die ausdrückliche Warnung, dass ein Staat, von dem beispielsweise eine Attacke auf die Steuerungsanlagen der US-Stromnetze ausgehen, mit militärischen Gegenschlägen rechnen muss.
Andererseits zeichnen viele Experten auch ein Bild, nach dem das ständige Beschwören eines bevorstehenden Cyber-Krieges doch reichlich überzogen ist. Zwar schlummern im Netz große Risiken - allerdings geht es hier in der Regel um herkömmliche Kriminalität mit kommerziellen Interessen.
Es sei demnach recht unwahrscheinlich, dass es groß angelegte, erfolgreiche Angriffe auf Infrastrukturen gibt, mit denen ein Land weitgehend lahmgelegt würde. Selbst das oft zu einem regelrechten Schreckgespenst aufgebaute China wurde kürzlich durch einen Insider weitgehend entzaubert.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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