US-Militär sieht Cyberwar-Attacken als Kriegsgrund

Das US-Verteidigungsministerium hat eine neue Doktrin für den Umgang mit Attacken auf kritische Infrastrukturen über das Internet entwickelt. Laut dem Papier, von dem demnächst Auszüge veröffentlicht werden sollen, können entsprechende Angriffe auch als kriegerischer Akt gedeutet werden - mit den entsprechenden Konsequenzen. "Wenn du unser Stromnetz herunterfährst, schieben wir dir vielleicht eine Rakete durch den Schornstein", zitiert das 'Wall Street Journal' einen nicht namentlich genannten Vertreter des US-Militärs. Damit reagiert das Pentagon auf die häufig geäußerten Befürchtungen, ausländische Hacker könnten zukünftig den Betrieb wichtiger Infrastrukturen gezielt beeinträchtigen.

Man bezieht sich dabei auf verschiedene Zwischenfälle, bei denen in der Vergangenheit bereits IT-Systeme des US-Militärs durch entsprechende Attacken lahmgelegt wurden. Aber auch die gezielte Sabotage iranischer Nuklearanlagen durch die Malware Stuxnet wird als Beispiel herangezogen.

Das neue Papier dürfte allerdings sowohl innerhalb des Militärs als auch in der Öffentlichkeit für Diskussionsstoff sorgen. Immerhin wird nicht genau definiert, wie das Militär sicher stellen soll, dass die Quelle einer Attacke auch korrekt identifiziert wurde. Unklar bleibt auch, ab welcher Schwere ein Angriff militärische Konsequenzen nach sich ziehen soll.

In dem Dokument wird weiterhin ausgeführt, dass es einer weitergehenden Abstimmung mit den Verbündeten der USA bedarf. Insbesondere in der NATO wurden bisher erst Ansätze einer gemeinsamen Cyberwar-Strategie erörtert. Usa, Militär, Armee Usa, Militär, Armee club.china.com
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