Nokia: Rumänien fordert Subventionen zurück
Wenige Tage, nachdem der finnische Telekommunikations-Konzern Nokia bekannt gegeben hat, sein Handy-Werk in Rumänien schließen zu wollen, fordert der rumänische Staat nun einen Teil seiner Zuschüsse zurück.
Nokia war seinerzeit mit Hilfe von Subventionen von Bochum nach Rumänien gelockt worden. Da inzwischen klar ist, dass die Finnen das dortige Werk aber nun schließen und viele Mitarbeiter entlassen werden, sollen diese einen Teil der bezuschussten 20 Millionen Euro zurückzahlen. Hierfür wurde vor kurzem extra ein Sonderausschuss des Regionalparlaments in Cluj gegründet, der den Sachverhalt nun genau prüfen soll.
Valentin Cuibus, seines Zeichens sozialistischer Kreisrats-Abgeordneter und Initiator des Sonderausschusses, ließ verlauten, dass man ausgerechnet den Fall Bochum aus dem Jahr 2008 als Ausgangspunkt gewählt habe. Damals hatte es viel Aufregung um staatliche Zuschüsse in Höhe von 88 Millionen gegeben und Nokia musste im Anschluss an die Werksschließung Kompensationszahlungen an die Region leisten.
Die Fabrik in Rumänien befindet sich auf einer ehemaligen Ackerfläche und verfügte über keinerlei Zugang zu Wasser oder Strom. Nokia hatte die Subventionen von der Regionalverwaltung und dem Staat also erhalten, um die nötige Infrastruktur rund um die Fabrik einrichten zu können. Laut Cuibus müsse man nun prüfen, inwiefern Nokia die einzelnen Punkte des Vertrags mit dem rumänischen Staat erfüllt habe. Zudem müsse geklärt werden, ob und wie viel Geld Nokia dann zurückzahlen soll.
Das Werk im rumänischen Jucu, in dem importierte Teile zu einfachen Handys zusammengesetzt werden, wurde erst im September 2008 feierlich eingeweiht. Ende Dezember soll es nach nur etwas mehr als drei Jahren Betrieb schon wieder geschlossen werden. Nokia rechtfertigte diesen Entschluss damit, dass sich die Zulieferer in Asien befinden und sich der Markt für diese Geräte entsprechend dorthin verlagert hätte.
Valentin Cuibus, seines Zeichens sozialistischer Kreisrats-Abgeordneter und Initiator des Sonderausschusses, ließ verlauten, dass man ausgerechnet den Fall Bochum aus dem Jahr 2008 als Ausgangspunkt gewählt habe. Damals hatte es viel Aufregung um staatliche Zuschüsse in Höhe von 88 Millionen gegeben und Nokia musste im Anschluss an die Werksschließung Kompensationszahlungen an die Region leisten.
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