Google ist sauer und wirft Microsoft Erpressung vor

Google ist stinksauer über die "Partnerschaft" zwischen Microsoft und Samsung. Das Lizenzabkommen bezeichnete Google als "Erpressung" und wirft Microsoft vor, die Taktik aus Erfolglosigkeit auf dem Smartphone-Markt anzuwenden.
Samsung, Windows Phone, Windows Phone 7, Samsung Omnia 7
Samsung
Die Lizenz- und Patent-Partnerschaft zwischen Microsoft und Samsung sorgt für schlechte Stimmung im Hause Android. Samsung wird künftig für jedes verkaufte Smartphone und Tablet mit Android-Betriebssystem einen bestimmten Betrag nach Redmond überweisen, es wird vermutet, dass es zwischen 10 und 15 US-Dollar sind.

Wie 'TechCrunch' berichtet, ist Google nun ziemlich "angefressen". In einem Statement erklärten die Android-Macher, dass dies eine altbekannte Taktik Microsofts sei: "Nachdem der eigene Erfolg auf dem Smartphone-Markt ausbleibt, greift Microsoft nun auf rechtliche Mittel zurück, um andere zu erpressen, von deren Erfolgen zu profitieren und die Geschwindigkeit von Innovationen zu behindern."

Es ist nicht das erste Mal, dass Microsoft aggressiv gegen Android vorgeht. Microsoft-Chef Steve Ballmer hat bereits in Vergangenheit in einem Interview mit dem 'Wall Street Journal' erklärt, dass Android gar kein kostenfreies Betriebssystem sei, da Android-Hersteller dem Konzern aus Redmond Gebühren für Lizenzverstöße schulden würden.

Damit geht die Patentschlacht, die den Smartphone- und Tablet-Markt in den vergangenen Monaten beherrscht hat, in die nächste Runde. Nach den aufsehenerregenden Auseinandersetzungen zwischen Samsung und Apple vor Gericht verschärft offenbar nun auch Microsoft die Gangart. Der Kauf der Handy-Sparte von Motorola hat die Position Googles die Lizenzen betreffend zwar gestärkt, das dürfte aber wohl nicht genug gewesen sein, um Samsung von einer (wohl nicht ganz freiwilligen) Einigung mit Microsoft abzuhalten. Google vs. MicrosoftBissige Reaktion des Microsoft-Sprechers: 'Waaaah' Die Reaktion Microsofts auf die Vorwürfe war kurz und bissig: Frank Shaw, oberster Kommunikationschef von Microsoft, antwortete per Twitter mit einem "Wort": "Waaaah", was so viel wie beleidigte Weinerlichkeit seitens Google andeuten soll.
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