Google muss wegen Altersdiskriminierung vor Gericht

Wirtschaft & Firmen Der Suchmaschinenbetreiber Google muss sich wegen Diskriminierungs-Vorwürfen vor Gericht verantworten. Ein ehemaliger Beschäftigter beklagt, dass er schlicht aus Altersgründen entlassen wurde. Bei dem Kläger handelt es sich um Brian Reid, der im Jahr 2002 zu dem Unternehmen stieß. Dieser war bereits in den 1990er Jahren an der Stanford University an der Entwicklung der Suchmaschine AltaVista beteiligt. Zwei Jahre nach seiner Anstellung bei Google wurde ihm im Alter von 54 Jahren gekündigt.

Laut der Klageschrift hatte ihm sein 38-jähriger Vorgesetzter die Entlassung damit begründet, dass er zu langsam wäre und seine Ideen zu alt seien, um noch Nutzen zu bringen. Die Klage gegen seine Entlassung wurde in erster Instanz allerdings abgewiesen.

Reid legte dagegen Widerspruch ein und bekam seitens des Obersten Gerichtshofs Kaliforniens Recht. Vor diesem soll der Fall nun verhandelt werden. Das Gericht bemängelte, dass die Vorinstanz den Äußerungen von Reids Kollegen, von denen er des Öfteren wegen seines Alters gemobbt worden sein soll, zu wenig Beachtung schenkte.

Google geht allerdings zuversichtlich in die Auseinandersetzung. Ein Sprecher des Unternehmens führte aus, dass Reid nicht aus Altersgründen entlassen worden sei und man dies vor Gericht belegen werde.
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