Greenpeace kritisiert Rechenzentren von Microsoft

Microsoft Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat kürzlich in einem Bericht die Verwendung von "dreckiger Energie" zum Betrieb von Rechenzentren der Internetgiganten Microsoft, Google, Yahoo und Apple kritisiert. Greenpeace geht davon aus, dass die Emissionen aus dem Betrieb von Rechenzentren für das so genannte "Cloud-Computing" im Zeitraum von 2007 bis 2020 um zwei Drittel zunehmen. Gerade die eingangs genannten Unternehmen sollen dazu beitragen, weil ihre Rechenzentren nur teilweise mit erneuerbaren Energien arbeiten, berichtet 'SeattlePI'.


Bei Microsofts neuem Rechenzentrum in Chicago sei der Anteil der aus Kohle gewonnenen Energie mit 72,8 Prozent besonders hoch. Zusätzlich würden 22,3 Prozent der Energie von Kernkraftwerken geliefert. Bei dem Rechenzentrum von Microsoft in San Antonio sei der Anteil der Kohleenergie mit 37,1 Prozent ebenfalls sehr hoch.

Microsoft hat mittlerweile auf die Kritik reagiert. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte, das man bei der Einrichtung neuer Rechenzentren auf die örtlich verfügbaren Energiequellen zurück greifen müsse. Außerdem trage die Verlagerung von Diensten und Anwendungen auf energieeffiziente Server dazu bei, den Energieverbrauch der Geräte der Anwender zu reduzieren.

Die Redmonder verwiesen außerdem darauf, dass das Rechenzentrum in Quincy, Washington primär mit Wasserkraft betrieben wird. Die europäische Server-Farm in Irland nutze hingegen die Außenluft, um das Rechenzentrum zu kühlen und die Effizienz der Kühlung um rund 50 Prozent zu steigern.
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