Microsoft prangert Googles Geschäftspraktiken an

Wirtschaft & Firmen Noch nie hat Microsoft den Konkurrenten Google so direkt angegriffen: In einem Blog-Posting kritisiert der Konzern die Geschäftspraktiken des Suchmaschinenbetreibers, die es Microsoft schwer machen, Marktanteile am Suchmaschinenmarkt zu gewinnen. Der stellvertretende Chefjustiziar von Microsoft, Dave Heiner, ist besorgt, dass Google die Kunden und Inhalte unzulässig an sich bindet und damit Wettbewerber ausschließt. Als Beispiel führte er das Digitalisierungsprojekt Google Books an, in dessen Rahmen tausende Bücher eingescannt und über Google zur Verfügung gestellt werden. US-Behörden hatten vor geraumer Zeit Ermittlungen rund um dieses Projekt aufgenommen.

Heiner betonte, dass sich die Bedenken ausschließlich auf derartige Praktiken beziehen. Man ist absolut dagegen, dass Marktführer für ihren Erfolg bestraft werden. Die Gründe dafür sind offensichtlich, schließlich war Microsoft in der Vergangenheit mehrmals in das Visier von Wettbewerbshütern geraten.

Laut Heiner erhält Microsoft zahlreiche Beschwerden von Kunden, die ernste wettbewerbsrechtliche Fragen thematisieren. Microsoft ruft diese Kunden dazu auf, die Beschwerden an die zuständigen Behörden zu richten, schließlich müssen sie entscheiden, ob Google sich mit seinen Geschäftspraktiken in einem legalen Rahmen bewegt.

Wenige Tage vor dieser offenen Auseinandersetzung mit Google hatte die EU-Kommission angekündigt, Google nach drei Beschwerden zu überprüfen. Unter den Firmen, die sich über Google beschwert haben, ist auch die Microsoft-Tochter Ciao.
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