NASA X-Plane: Geheimflugzeug erinnert an legendäre SR-71 Blackbird
Die NASA deutet ein völlig neues X-Plane an, das optisch stark an das legendäre Aufklärungsflugzeug SR-71 Blackbird erinnert. Behördenchef Jared Isaacman kündigt damit eine Rückkehr zu extremen Flughöhen und enormen Geschwindigkeiten an.
Auf die direkte Nachfrage eines Moderators, ob es sich bei der Abbildung um eine Blackbird handele, reagierte Isaacman ausweichend. Der NASA-Chef erklärte lediglich, dass die Behörde künftig wieder in sehr großen Höhen und mit extremen Geschwindigkeiten operieren werde. Das aktuelle Modell X-59, das den leisen Überschallflug für die zivile Luftfahrt erforscht, stelle dabei nur den Anfang einer völlig neuen Entwicklungsserie dar.
Laut The Aviationist übte Isaacman in seiner Rede außerdem deutliche Kritik an der bisherigen Mittelverwendung der Einrichtung. Anstatt etablierte Triebwerkshersteller bei minimalen Effizienzsteigerungen alter Technik finanziell zu unterstützen, solle das Budget gezielt in neue Flugwerk- und Antriebskonzepte fließen. Die Behörde plane, die Forschungsarbeit wieder verstärkt selbst voranzutreiben, anstatt sich auf externe Partner zu verlassen.
Der taktische Vorteil derart extrem schneller und hoch fliegender Aufklärungsflugzeuge liegt in der Fähigkeit, feindliche Lufträume weitgehend unentdeckt zu durchqueren. Ein entscheidender Nachteil ist jedoch der enorme technische und finanzielle Aufwand. Bereits die historischen Blackbird-Modelle erforderten komplexe hybride Triebwerke, die nicht nur extrem wartungsintensiv, sondern im Alltagsbetrieb auch fehleranfällig waren.
Glaubt ihr, dass die NASA bald ein neues Hyperschallflugzeug vorstellt? Teilt eure Gedanken zu den ehrgeizigen Plänen der Raumfahrtbehörde mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Die NASA präsentierte überraschend ein neues geheimnisvolles X-Plane
- Die gezeigte Silhouette ähnelt dem legendären Flieger SR-71 Blackbird
- Geplant sind wieder Forschungsflüge in großen Höhen und mit hohem Tempo
- Die Behörde will künftig wieder mehr Geld in eigene Projekte stecken
- Lockheed Martin arbeitet parallel bereits am Mach-6-Projekt namens SR-72
- Die NASA sammelte bereits früher wertvolle Daten mit echten Blackbirds
Rätselhaftes X-Plane der NASA
Beim All-in-Summit in Los Angeles präsentierte NASA-Chef Jared Isaacman im September die zukünftige strategische Ausrichtung der US-Raumfahrtbehörde. Für einiges Aufsehen sorgte, dass er im Rahmen eines Vortrags das Bild eines unangekündigten Experimentalflugzeugs zeigte, das intern als X-Plane bezeichnet wird. Die gezeigte dunkle Silhouette wies starke optische Parallelen zum historischen wie legendären Aufklärungsflugzeug SR-71 Blackbird auf, das für seine Rekordgeschwindigkeiten berühmt ist.Auf die direkte Nachfrage eines Moderators, ob es sich bei der Abbildung um eine Blackbird handele, reagierte Isaacman ausweichend. Der NASA-Chef erklärte lediglich, dass die Behörde künftig wieder in sehr großen Höhen und mit extremen Geschwindigkeiten operieren werde. Das aktuelle Modell X-59, das den leisen Überschallflug für die zivile Luftfahrt erforscht, stelle dabei nur den Anfang einer völlig neuen Entwicklungsserie dar.
Laut The Aviationist übte Isaacman in seiner Rede außerdem deutliche Kritik an der bisherigen Mittelverwendung der Einrichtung. Anstatt etablierte Triebwerkshersteller bei minimalen Effizienzsteigerungen alter Technik finanziell zu unterstützen, solle das Budget gezielt in neue Flugwerk- und Antriebskonzepte fließen. Die Behörde plane, die Forschungsarbeit wieder verstärkt selbst voranzutreiben, anstatt sich auf externe Partner zu verlassen.
Hyperschallflugzeug SR-72
Der Rüstungskonzern Lockheed Martin entwickelt bereits seit mehreren Jahren einen Nachfolger für die Blackbird, der unter der Bezeichnung SR-72 bekannt ist. Das Konzeptflugzeug soll Hyperschallgeschwindigkeit erreichen und planmäßig mit Mach 6, also etwa 6.400 Kilometern pro Stunde, fliegen. Ein offizieller flugfähiger Prototyp wurde bislang jedoch noch nicht von dem Unternehmen bestätigt.Der taktische Vorteil derart extrem schneller und hoch fliegender Aufklärungsflugzeuge liegt in der Fähigkeit, feindliche Lufträume weitgehend unentdeckt zu durchqueren. Ein entscheidender Nachteil ist jedoch der enorme technische und finanzielle Aufwand. Bereits die historischen Blackbird-Modelle erforderten komplexe hybride Triebwerke, die nicht nur extrem wartungsintensiv, sondern im Alltagsbetrieb auch fehleranfällig waren.
Historische Verbindung
Die NASA verfügt durch vergangene Programme über umfassende Erfahrung mit der SR-71. Zwischen 1991 und 1999 nutzte die Behörde drei ausgemusterte Maschinen der US Air Force für aerodynamische Forschung und Materialtests. Die Flugzeuge lieferten wichtige Daten für die Entwicklung zukünftiger Raumfahrzeuge und Antriebe.Glaubt ihr, dass die NASA bald ein neues Hyperschallflugzeug vorstellt? Teilt eure Gedanken zu den ehrgeizigen Plänen der Raumfahrtbehörde mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Justiz, NASA, Senat: China-Hack auf zahlreiche US-Einrichtungen
- Mondkrater nach SpaceX-Absturz: NASA veröffentlicht erste Bilder
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Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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