EU-Untersuchung: Google erklärt Such-Algorithmus
Beantworten Sie folgende Frage in wenigen Millisekunden: "know the way to San Jose?" Stellen Sie die Antwort sofort auf einem 14 x 12 Zoll großen Display dar. Geht es eigentlich um eine Wegbeschreibung oder um den gleichnamigen Song? Zu spät. Weiter zur nächsten Frage.
An diesem Beispiel will Google deutlich machen, welchen Herausforderungen man sich täglich stellen muss. 20 Prozent aller Suchanfragen, die täglich verarbeitet werden, sind neu und wurden nie zuvor eingegeben. Um trotzdem relevante Ergebnisse zu liefern, wertet der Such-Algorithmus von Google hunderte Signale aus. Signale sind in diesem Fall Indikatoren für die Relevanz. Angefangen bei einem Wort auf einer Internetseite bis hin zu komplexen Problemen der Glaubwürdigkeit einer Website.
Diese Signale verändern sich ständig und müssen daher angepasst werden. Im Durchschnitt nehmen die Experten von Google jeden Tag eine oder zwei Veränderungen vor. Dabei handelt man nach drei Grundsätzen: Die Suchergebnisse werden ausschließlich durch den Algorithmus bestimmt, keine einzige Suchanfrage darf vernachlässigt werden und es sollte dennoch so einfach wie möglich sein.
Google ist der Meinung, dass eine staatlich regulierte Suche Probleme mit sich bringen würde. Die Aufgabe, eine Suchmaschine zu betreiben, ist keine leichte. Eine Regierung würde hier schnell an ihre Grenzen stoßen.
Die Botschaft ist also eindeutig: Google manipuliert seine Suchergebnisse nicht, um Mitbewerber auszuschließen. Stattdessen steht der Nutzer im Mittelpunkt, der sehr schnell relevante Antworten auf seine Frage benötigt. Man hofft nun, dass die EU-Kommission bei ihren Untersuchungen zu dem gleichen Ergebnis kommt.
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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