Microsofts Engagement für Entwickler zahlt sich bisher kaum aus
Microsoft hat sich zuletzt Mühe gegeben, wieder mehr Entwickler auf die Windows-Plattform zu holen. Dieses Engagement ist bisher allerdings nur bedingt erfolgreich. Viele Programmierer bleiben standhaft bei der Konkurrenz.
Bei einer Umfrage des Newsletter-Autors Gergely Orosz, die mit rund 4000 Teilnehmern auf X durchgeführt wurde, entfielen 61,6 Prozent der Stimmen auf MacOS, 24,2 Prozent auf Linux und lediglich 12,8 Prozent auf Windows. Das berichtet das US-Magazin WindowsLatest. Eine zweite Befragung auf LinkedIn mit rund 6000 Stimmen kam auf ein ziemlich ähnliches Bild: 66 Prozent nannten macOS, 20 Prozent Linux und 12 Prozent Windows. Orosz weist allerdings darauf hin, dass seine Leserschaft vor allem Entwickler aus Startups und großen Technologieunternehmen umfasst und damit keine repräsentative Stichprobe über die gesamte Branche darstellt.
Größere Untersuchungen zeichnen durchaus ein anderes Bild. In der Stack-Overflow-Entwicklerumfrage 2025 bezeichneten immerhin rund 49,5 Prozent der professionellen Entwickler Windows als eines ihrer primär genutzten Betriebssysteme, gegenüber 32,9 Prozent, die sich für MacOS aussprachen. Hier waren aber auch Mehrfachnennungen möglich, was die Erhebungen schlecht vergleichbar macht. Abzuwarten bleibt hier, ob neuere Daten zumindest einen Trend in Richtung Windows zeigen können.
Ein Grund für die Präferenz von MacOS und Linux ist die Unix-Basis. MacOS verbindet Unix-Werkzeuge und Paketmanager mit einer Desktop-Umgebung und bietet zugleich Apples Entwicklungswerkzeuge für iPhone, iPad, Apple Watch und Vision Pro. Linux wiederum entspricht stärker den Umgebungen, in denen Software später betrieben wird - etwa bei Servern, Containern, Cloud-Infrastruktur und vielen KI-Anwendungen.
Auf der Build 2026 stellte Microsoft zudem weitere Werkzeuge für KI- und Softwareentwickler vor. Dazu gehören Windows Development Skills, ein experimentelles Intelligent Terminal und Sicherheitsfunktionen für KI-Agenten. Mit Project Zenith soll zudem eine speziell für die lokale KI-Entwicklung vorbereitete Windows-Konfiguration entstehen.
Siehe auch:
- Umfragen zeigen eine klare Bevorzugung von macOS und Linux bei Devs
- Windows erreicht bei Tech-Entwicklern lediglich rund zwölf Prozent
- Stack-Overflow-Zahlen weisen Windows dagegen oft als Spitzenreiter aus
- Die Unix-Basis gilt als ein wesentlicher Vorteil von Apple und Linux
- Microsoft verbessert das Windows Subsystem for Linux stetig weiter
- Neue Werkzeuge wie Project Zenith zielen auf lokale KI-Entwicklung ab
Unix-Basis bleibt ein Trumpf
Eine informelle Umfrage unter rund 10.000 Softwareentwicklern zeigte eine deutliche Präferenz für MacOS und Linux: In zwei Befragungen des Newsletters "The Pragmatic Engineer" kam Windows lediglich auf einen Anteil von rund 12 Prozent. Das Ergebnis ist für Microsoft natürlich wenig erfreulich, nachdem das Unternehmen Windows in diesem Jahr mit zahlreichen neuen Funktionen gezielt als Entwicklungsplattform positioniert hat.Bei einer Umfrage des Newsletter-Autors Gergely Orosz, die mit rund 4000 Teilnehmern auf X durchgeführt wurde, entfielen 61,6 Prozent der Stimmen auf MacOS, 24,2 Prozent auf Linux und lediglich 12,8 Prozent auf Windows. Das berichtet das US-Magazin WindowsLatest. Eine zweite Befragung auf LinkedIn mit rund 6000 Stimmen kam auf ein ziemlich ähnliches Bild: 66 Prozent nannten macOS, 20 Prozent Linux und 12 Prozent Windows. Orosz weist allerdings darauf hin, dass seine Leserschaft vor allem Entwickler aus Startups und großen Technologieunternehmen umfasst und damit keine repräsentative Stichprobe über die gesamte Branche darstellt.
Größere Untersuchungen zeichnen durchaus ein anderes Bild. In der Stack-Overflow-Entwicklerumfrage 2025 bezeichneten immerhin rund 49,5 Prozent der professionellen Entwickler Windows als eines ihrer primär genutzten Betriebssysteme, gegenüber 32,9 Prozent, die sich für MacOS aussprachen. Hier waren aber auch Mehrfachnennungen möglich, was die Erhebungen schlecht vergleichbar macht. Abzuwarten bleibt hier, ob neuere Daten zumindest einen Trend in Richtung Windows zeigen können.
Ein Grund für die Präferenz von MacOS und Linux ist die Unix-Basis. MacOS verbindet Unix-Werkzeuge und Paketmanager mit einer Desktop-Umgebung und bietet zugleich Apples Entwicklungswerkzeuge für iPhone, iPad, Apple Watch und Vision Pro. Linux wiederum entspricht stärker den Umgebungen, in denen Software später betrieben wird - etwa bei Servern, Containern, Cloud-Infrastruktur und vielen KI-Anwendungen.
Viele Neuerungen
Microsoft versucht seit Jahren, diese Lücke zu schließen. 2026 erhielt das Windows Subsystem for Linux (WSL) unter anderem schnelleren Dateizugriff und eine bessere Netzwerkanbindung. Mit WSL Containers lassen sich Linux-Container zudem direkt unter Windows erstellen und ausführen. Hinzu kommen native, auf Rust basierende Versionen bekannter Unix-Kommandozeilenwerkzeuge sowie die Windows Developer Configurations, die Entwicklungsumgebungen mit einem einzigen Befehl einrichten.Auf der Build 2026 stellte Microsoft zudem weitere Werkzeuge für KI- und Softwareentwickler vor. Dazu gehören Windows Development Skills, ein experimentelles Intelligent Terminal und Sicherheitsfunktionen für KI-Agenten. Mit Project Zenith soll zudem eine speziell für die lokale KI-Entwicklung vorbereitete Windows-Konfiguration entstehen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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