Dt. Musikindustrie: Internetverbot für Filesharer

Filesharing Nachdem Frankreich in dieser Woche ein umstrittenes Gesetz beschlossen hat, das Internet-Nutzern, die illegale Inhalte herunterladen, den Zugriff auf das Internet sperren kann, begrüßt die deutsche Musikindustrie dieses Vorgehen. Die deutsche Musikwirtschaft begrüßt die Entscheidung Frankreichs zur Einführung eines abgestuften Warnmodells bei der Bekämpfung von Internetpiraterie. "Die französische Regierung macht uns vor, wie man mit dem Problem der massenhaften Urheberrechtsverletzung im Internet effizient umgehen kann. Wir würden auch lieber warnen statt abmahnen, aber leider mangelt es in Deutschland immer noch am politischen Willen zur Umsetzung eines ähnlichen Vorgehens", sagte Prof. Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Musikindustrie.

"Ich vermisse in der deutschen Politik die Erkenntnis, dass ein qualitativ geschäftsfähiges Internet nur durch das Zusammenspiel von technologischer Infrastruktur und Inhalten entstehen kann", so Gorny weiter.

Nachdem am Dienstag die Abgeordneten der französischen Nationalversammlung mit 296 zu 233 Stimmen für den Gesetzesentwurf gestimmt hatten, passierte das Gesetz am Mittwoch mit einer klaren Mehrheit von 189 zu 14 Stimmen auch den französischen Senat. "Wer das Problem des massenhaften Diebstahls von Musik, Filmen, Hörbüchern, Games und Software im Internet in den Griff bekommt, verschafft seiner Kreativwirtschaft im internationalen Vergleich einen echten Wettbewerbsvorteil", so Gorny weiter. Neben Frankreich arbeiten unter anderem auch England, Japan oder Neuseeland an ähnlichen Modellen.
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