Starlink korrigiert Abrechnungen, verspricht automatische Rückzahlung

Starlink hat nach einer Preiserhöhung einen Abrechnungsfehler eingeräumt und angekündigt, zu viel berechnete Beträge auto­matisch zurückzuzahlen. Die Verbraucherzentrale hatte Starlink im Juli abgemahnt.
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Von 50 auf 55 Euro - oder gleich 75 Euro

Anlass waren Beschwerden von Kunden, deren Verträge offenbar ohne ausdrückliche Zustimmung in teurere Tarife umgestellt worden waren. Starlink hatte Kunden des Tarifs "Privathaushalt 200 Mbit/s" lediglich per E-Mail darüber informiert, dass der monatliche Preis von 50 auf 55 Euro steigt.

Als Gründe nannte das Unternehmen gestiegene Betriebskosten sowie den weiteren Ausbau seiner Satellitenkonstellation. Bei einigen Kunden blieb es jedoch nicht bei den angekündigten fünf Euro Aufschlag. Nach Angaben der Verbraucherzentrale wurden Verträge ohne Zustimmung dann sogar in den Tarif "Privathaushalt Max" verschoben.


Statt 55 Euro berechnete Starlink in diesen Fällen 75 Euro im Monat. Die Verbraucherschützer halten eine solche automatische Umstellung auf ein teureres Angebot für unzulässig und gaben eine Abmahnung heraus.

Kritik gab es außerdem an der Preiserhöhung selbst. Die entsprechende Klausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen sei aus Sicht der Verbraucherzentrale zu unklar formuliert. Für Kunden sei deshalb nicht nachvollziehbar, unter welchen Voraussetzungen Starlink die Preise anheben dürfe und wie hoch eine solche Erhöhung ausfallen könne.

Starlink spricht von Abrechnungsfehler

Nun erhalten betroffene Kunden offenbar automatisiert neue Nachrichten vom Anbieter. Darin erklärt Starlink, dass der monatliche Dienst aufgrund eines Abrechnungsfehlers teurer als vorgesehen berechnet worden sei. Die zu viel abgebuchten Beträge sollen automatisch über die ursprünglich verwendete Zahlungsmethode zurückerstattet werden.

Für die Rückzahlung nennt Starlink einen Zeitraum von bis zu zehn Werktagen, wie Caschy berichtet. Kunden müssen nach Angaben des Unternehmens also keinen Antrag stellen und auch den Support nicht kontaktieren. Gleichzeitig kann sich bei einigen Nutzern der Name des Serviceplans ändern. An den enthaltenen Leistungen und am laufenden Dienst soll sich dadurch jedoch nichts ändern.

Auch ältere Tarife betroffen

Die angekündigte Korrektur betrifft offenbar nicht nur Kunden des 50-Euro-Tarifs. Nach vorliegenden Mitteilungen sollen auch Nutzer eines früheren 29-Euro-Angebots zu viel bezahlt haben. Ihre Verträge wurden demnach automatisch auf 35 Euro angehoben - den aktuellen Preis für das kleinere Paket nach der jüngsten Preisanpassung.

Betroffene sollten deshalb die nächste Rechnung, den im Kundenkonto hinterlegten Tarif und den Eingang der Rückerstattung prüfen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, ungewollte Tarifwechsel oder bereits abgebuchte Mehrbeträge gegenüber Starlink zu beanstanden und gegebenenfalls die Rückkehr in den ursprünglich vereinbarten Tarif zu verlangen.

Seid ihr von den Tariferhöhungen bei Starlink betroffen? Teilt eure Erfahrungen mit dem Kundenservice in den Kommentaren mit uns. Was meint ihr dazu?
Wurde mein Starlink-Tarif geändert?
Starlink hat Berichten zufolge bei einigen Nutzern eigenmächtig den Tarif umgestellt. Statt des gebuchten Standard-Tarifs fanden sich Kunden plötzlich im deutlich teureren Tarif für Intensivnutzer wieder.

Prüfen Sie umgehend Ihr Kundenkonto. Drücken Sie Strg-R in Ihrem Browser, um die aktuellste Rechnungsvorschau zu laden. Ein Blick in das Portal zeigt sofort, ob Sie von der automatischen Hochstufung betroffen sind.
Wie mache ich das Upgrade rückgängig?
Wenn Sie ohne Zustimmung hochgestuft wurden, sollten Sie der Rechnung direkt über den Starlink-Support widersprechen. Fordern Sie dort unmissverständlich die sofortige Rückstufung in Ihren ursprünglichen Tarif.

Handeln Sie am besten noch vor der endgültigen Abrechnung. Ein automatischer Wechsel in einen teureren Vertrag ohne Ihre explizite Zustimmung ist rechtlich nicht haltbar.
Welche Tarife sind genau betroffen?
Im Fokus steht der Standardtarif "Privathaushalt 200 Mbit/s", der für die meisten Endanwender und IT-Profis im Home-Office die Basis bildet. Hier greift die reguläre Erhöhung um 5 Euro.

Das umstrittene, automatische Upgrade verschiebt Nutzer ungewollt in den Tarif "Privathaushalt Max". Spezielle Business- oder Roaming-Tarife werden in den aktuellen Beschwerden hingegen nicht explizit erwähnt.
Was kostet Starlink jetzt monatlich?
Der reguläre Standardtarif steigt laut der offiziellen Ankündigung von rund 50 Euro auf 55 Euro pro Monat. Dies betrifft alle Kunden, die eine entsprechende E-Mail zur Preisanpassung erhalten haben.

Wer jedoch von dem ungewollten Upgrade betroffen ist, soll plötzlich 75 Euro pro Monat bezahlen. Das entspricht einem unerwarteten und drastischen Aufpreis von 25 Euro gegenüber dem Vormonat.
Ist die Preiserhöhung rechtmäßig?
Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hält bereits die reguläre Preiserhöhung um 5 Euro für rechtswidrig. Die entsprechende Anpassungsklausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) sei zu intransparent formuliert.

Für Kunden ist nicht klar erkennbar, unter welchen konkreten Bedingungen die Preise steigen dürfen. Daher benachteiligt diese Klausel die Verbraucher unangemessen, was eine rechtliche Grundlage für Widersprüche bietet.
Zusammenfassung
  • Starlink erhöhte die Preise für viele Kunden ohne deren Zustimmung
  • Die Verbraucherzentrale mahnte Starlink wegen der Tarifänderungen ab
  • Starlink spricht nun von einem Abrechnungsfehler bei den Tarifen
  • Zuviel gezahlte Beträge sollen automatisch zurückerstattet werden
  • Auch ältere Tarife für ursprünglich 29 Euro sind davon betroffen
  • Betroffene Kunden sollten nun ihre Rechnungen genau kontrollieren

Siehe auch:


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