SharePoint-Sicherheitslücke:
Hacker greifen Schweizer Bund an
Wie viel Zeit bleibt Behörden für die Installation kritischer Patches? Bei der Schweizer Regierung reichte eine kurze Verzögerung, damit Hacker über Microsoft SharePoint eindrangen. Nun muss die komplette Serverumgebung neu aufgebaut werden.
Sicherheitsexperten bemerkten Ende Juli erste Auffälligkeiten auf den Servern der Bundesverwaltung. Daraufhin wurden die betroffenen Systeme isoliert und der externe Zugriff über das Internet blockiert. Interne Mitarbeiter können weiterhin auf das System zugreifen. Die Passwörter der betroffenen Konten wurden umgehend zurückgesetzt.
Wie das BIT in einer Mitteilung erklärt, laufen die forensischen Analysen derzeit auf Hochtouren. Das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation betreibt die Server in den eigenen Datenzentren. Mitte Juli hatte Microsoft mehrere kritische Sicherheitslücken in SharePoint öffentlich gemacht und Updates bereitgestellt. Der Angriff erfolgte, bevor die Behörde alle Patches implementieren konnte.
Auf der betroffenen Plattform dürfen grundsätzlich keine vertraulichen Personendaten gespeichert werden. Das minimiert das Risiko eines schwerwiegenden Datenverlusts. Der Wiederaufbau der Serverumgebung und die Sperrung der Zugänge verursachen jedoch einen hohen administrativen Aufwand. Infografik: Wo politische Cyberattacken ihren Ursprung haben
Der Vorfall verdeutlicht wieder einmal, wie schnell Verzögerungen beim Einspielen von Sicherheitsupdates von Kriminellen ausgenutzt werden können. Um andere Betreiber kritischer Infrastrukturen in der Schweiz vor demselben Angriffsmuster zu bewahren, haben die Verantwortlichen alle relevanten technischen Indikatoren über eine Meldeplattform geteilt. So können andere Institutionen ihre Firewalls und Überwachungssysteme entsprechend anpassen.
Wie bewertet ihr die Reaktionszeit bei solchen Sicherheitslücken? Teilt eure Gedanken und Erfahrungen zu Update-Strategien gerne unten in den Kommentaren mit uns.
Siehe auch:
Angriff auf Schweizer Behörden
Unbekannte Angreifer haben die IT-Infrastruktur der Schweizer Regierung getroffen und sind in Server des Bundes eingedrungen. Die Täter nutzten dabei kürzlich entdeckte Schwachstellen in Microsoft SharePoint.Sicherheitsexperten bemerkten Ende Juli erste Auffälligkeiten auf den Servern der Bundesverwaltung. Daraufhin wurden die betroffenen Systeme isoliert und der externe Zugriff über das Internet blockiert. Interne Mitarbeiter können weiterhin auf das System zugreifen. Die Passwörter der betroffenen Konten wurden umgehend zurückgesetzt.
Wie das BIT in einer Mitteilung erklärt, laufen die forensischen Analysen derzeit auf Hochtouren. Das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation betreibt die Server in den eigenen Datenzentren. Mitte Juli hatte Microsoft mehrere kritische Sicherheitslücken in SharePoint öffentlich gemacht und Updates bereitgestellt. Der Angriff erfolgte, bevor die Behörde alle Patches implementieren konnte.
Kein Datenabfluss feststellbar
Laut Behördenangaben gibt es keine Hinweise darauf, dass neben den erbeuteten Zugangsdaten weitere sensible Informationen abgeflossen sind. Bei der Untersuchung erhält die Schweizer Behörde technische Unterstützung durch das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) sowie durch Microsoft.Schutz kritischer Netzwerke
Die kompromittierten Server werden aus Sicherheitsgründen komplett neu aufgesetzt.Auf der betroffenen Plattform dürfen grundsätzlich keine vertraulichen Personendaten gespeichert werden. Das minimiert das Risiko eines schwerwiegenden Datenverlusts. Der Wiederaufbau der Serverumgebung und die Sperrung der Zugänge verursachen jedoch einen hohen administrativen Aufwand. Infografik: Wo politische Cyberattacken ihren Ursprung haben
Der Vorfall verdeutlicht wieder einmal, wie schnell Verzögerungen beim Einspielen von Sicherheitsupdates von Kriminellen ausgenutzt werden können. Um andere Betreiber kritischer Infrastrukturen in der Schweiz vor demselben Angriffsmuster zu bewahren, haben die Verantwortlichen alle relevanten technischen Indikatoren über eine Meldeplattform geteilt. So können andere Institutionen ihre Firewalls und Überwachungssysteme entsprechend anpassen.
Wie bewertet ihr die Reaktionszeit bei solchen Sicherheitslücken? Teilt eure Gedanken und Erfahrungen zu Update-Strategien gerne unten in den Kommentaren mit uns.
Zusammenfassung
- Angreifer drangen in Server der Schweizer Bundesverwaltung ein
- Die Täter nutzten Sicherheitslücken in Microsoft SharePoint aus
- Die betroffenen IT-Systeme wurden isoliert und gesperrt
- Bisher gibt es keine Hinweise auf einen Abfluss sensibler Daten
- Die kompromittierten Server werden nun komplett neu aufgesetzt
- Technische Indikatoren wurden für andere Institutionen geteilt
Siehe auch:
Thema:
Neueste Downloads
Beliebt im Preisvergleich
- Internet Security:
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!