OpenOffice-Manager: Piraterie schadet Open-Source

Recht, Politik & EU Software-Piraterie ist nicht nur für Anbieter proprietärer Produkte von Nachteil, auch die Open Source-Community nimmt durch illegale Nutzung Schaden. Das sagte Louis Suarez-Potts, Community Manager für OpenOffice.org bei Sun. Zwar entsteht der Open Source-Community kein finanzieller Schaden, da die Anwendungen ohnehin frei kopiert und genutzt werden dürfen. Die Verbreitung und Weiterentwicklung freier Software wird jedoch behindert.

"Software-Piraterie schadet, weil Open Source davon lebt, dass von Nutzern Feedback kommt und neuer Code beigetragen wird", sagte Suarez-Potts. Für Nutzer illegal kopierter Programme stellt sich hingegen die Frage: "Warum sollte ich mithelfen? Ich kann doch Microsoft Office gratis nutzen", so der Sun-Manager auf der Fachkonferenz O'Reilly Open Source Convention.

Das Problem ist nach Ansicht Suarez-Potts' bei weitem nicht so unbedeutend, wie es klingt. In vielen Ländern habe man erkannt, dass Open Source einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des nationalen Potenzials an IT-Fachkräften und der Wirtschaft leisten kann. Durch die Förderung von Innovativität und Kreativität bei den eigenen Bürgern würden letztlich Arbeitsplätze entstehen und Volkswirtschaften gestärkt.

Dies habe man beispielsweise in China erkannt. Dort versuche man nun darauf Einfluss zu nehmen, dass die Anwender eigene Anwendungen auf Open Source-Basis entwickeln, statt sich auf dem Schwarzmarkt eine billige, illegale Kopie zu besorgen. Ähnliches lasse sich in Indien und Lateinamerika beobachten, so Suarez-Potts.
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