Wirtschaftslage verleitet Firmen zu Softwarepiraterie

Recht, Politik & EU Die wirtschaftliche Flaute verleitet immer mehr Unternehmen dazu, Software ohne gültige Lizenzen einzusetzen. Angesichts der dadurch möglichen Einsparungen ist man eher bereit, das Risiko einer Entdeckung einzugehen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der britischen "Federation Against Software Theft" (FAST), dem dortigen Lobbyverband der Softwarehersteller, die sich auf Daten des Marktforschers IDC sowie von Microsoft stützte. Demnach sagten auf einer Konferenz 79 Prozent der befragten Manager verschiedener Unternehmen, dass die Verlockung steigt, über den illegalen Einsatz von Software Kosten senken zu wollen.

Die Beschaffung von Software ist dabei für Unternehmen ebenso wenig ein Problem, wie für Privatnutzer, obwohl die Anforderungen gänzlich anders sind. Hauptquelle ist das Internet. 23 Prozent der Befragten nannten hier Filesharing-Plattformen, 12 Prozent Angebote bei Online-Auktionshäusern. 14 Prozent werden hingegen auf Trödelmärkten fündig.

"Bei der Untersuchung hat sich klar herausgestellt, dass die derzeitige Schwäche in der Wirtschaftsentwicklung einen nachteiligen Einfluss auf die bisher recht niedrige Rate an illegal genutzter Software im Unternehmensumfeld hat", sagte John Lovelock, Leiter der Federation.

Der wirtschaftliche Schaden ist dabei vor allem für kleinere Anbieter immens: So hatte Microsoft nach einer Untersuchung herausgestellt, dass sich jeder Dollar, den man selbst wegen illegaler Software-Nutzung an Umsatz einbüßt, mit weiteren 5,50 Dollar bei Partnerfirmen niederschlägt.
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