Bericht: Microsoft droht neue Milliardenstrafe der EU

Microsoft Microsoft droht offenbar eine neue Strafe der EU-Wettbewerbsbehörden. Dies berichtet der US-Nachrichtensender Bloomberg unter Berufung auf drei Quellen, die mit den Plänen der Europäischen Union vertraut sind. Offenbar geht es um die Nichteinhaltung der Vorgaben aus dem Wettbewerbsverfahren von 2004. Damals hatte die EU Microsoft unter anderem aufgetragen, diverse Technologien für Drittfirmen zugänglich zu machen. Die Redmonder erfüllen diese Vorgabe zwar, verlangen aber Lizenzgebühren. Gerade diese Gebühren sind der EU nun angeblich ein Dorn im Auge, weil sie zu hoch sein sollen.

Laut Bloomberg könnte die neue Strafe schon am 27. Februar bekannt gegeben werden. Microsoft hatte schon Ende Januar in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht angekündigt, dass eine neue Strafe von maximal 1,5 Milliarden Euro drohen könnte.

Die bevorstehende neue Strafe dürfte auch der Grund für Microsofts neue Offenheit sein. In der letzten Woche kündigte der Softwarekonzern an, seine Technologien auf breiter Front offenzulegen und nichtkommerziellen Entwicklern zugänglich zu machen. Microsoft war 2004 zu einer Rekordstrafe in Höhe von 497 Millionen Euro verurteilt worden.
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