Duma-Wahl in Russland: Putin nutzt PC mit unlizenziertem Windows

Wladimir Putin gibt seine Stimme bei der russischen Wahl elektronisch ab, doch ein Detail sorgt für Spott. Auf dem offiziellen Kreml-Video ist deutlich ein Hinweis auf ein nicht aktiviertes Windows-Betriebssystem zu erkennen.
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    Panne bei der digitalen Stimmabgabe

    Wladimir Putin hat am vergangenen Freitag in Moskau seine Stimme für die russische Parlamentswahl elektronisch abgegeben. Ein vom Kreml veröffentlichtes Video zeigt den Präsidenten an einem Computer. Statt der eigentlichen Wahl rückte jedoch ein technisches Detail in den Fokus der Öffentlichkeit. Auf dem Bildschirm war unten rechts deutlich das Wasserzeichen zu sehen, das auf ein nicht aktiviertes Windows-Betriebssystem hinweist.

    Microsoft blendet den Hinweis zur Windows-Aktivierung ein, wenn das System über keine gültige Lizenz verfügt oder Verbindungsprobleme bestehen. Ein fehlender Produktschlüssel bedeutet nicht zwingend, dass eine illegale Kopie im Einsatz ist. Dennoch sorgt das Bild des Staatsoberhauptes vor einem unlizenzierten System für Aufsehen. Eine reguläre Lizenz für das aktuelle Betriebssystem kostet regulär etwa 145 Euro.

    Kritik an der IT-Ausstattung

    Ob der Kreml schlicht vergessen hat, einen Produktschlüssel einzugeben, oder ob das System bewusst isoliert von Regierungsnetzwerken betrieben wird, kann aus der Ferne natürlich nicht bestimmt werden. Aus Sicherheitsgründen richten IT-Abteilungen für PR-Auftritte oft temporäre Rechner ein.

    Neben dem Betriebssystem fällt auch die verwendete Hardware auf. Vor dem russischen Präsidenten steht ein Monitor der amerikanischen Marke Dell. Das Unternehmen hat seine Geschäftstätigkeit in Russland bereits im Jahr 2022 eingestellt. Zudem sind russische Beamte eigentlich gesetzlich dazu verpflichtet, heimische Technik zu nutzen. Das Gerät stammt demnach aus Altbeständen oder gelangte über Umwege in das Land.

    Zweifel an der Inszenierung

    Das Video zeigt den 73-jährigen Präsidenten, wie er konzentriert auf den Bildschirm blickt und die Maus eher zögerlich bedient. Am Ende des Vorgangs bedankt er sich knapp bei dem Computer. Die Szene wirkt auf viele Beobachter wenig routiniert. Es lässt sich anhand der Aufnahmen nicht abschließend klären, ob es sich um einen echten Wahlvorgang oder lediglich um eine Inszenierung handelte.

    Achtet ihr bei solchen PR-Videos auch auf technische Details im Hintergrund? Glaubt ihr, das war ein Versehen oder Absicht? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren!

    Zusammenfassung
    • Putin gab seine Stimme bei der Parlamentswahl elektronisch am PC ab
    • Ein Wasserzeichen wies auf ein unlizenziertes Windows-System hin
    • Mögliche Ursachen sind fehlende Aktivierung oder Netzisolierung
    • Der genutzte Dell-Monitor stammt von einem abgewanderten US-Konzern
    • Russische Beamte sollen per Gesetz eigentlich heimische Technik nutzen
    • Die zögerliche Bedienung des PCs weckt Zweifel an der Inszenierung

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