Russland will einen modernen Überschall-Passagierjet bauen
Die russische United Aircraft Corporation arbeitet aktiv an einem neuen zivilen Überschallflugzeug für Passagiere. Ein erster Prototyp für Bodentests entsteht aktuell im Forschungszentrum. Das Ziel sind drastisch verkürzte Reisezeiten - doch es gibt diverse Fragezeichen.
Das Vorhaben knüpft an die historische Tu-144 an, die 1968 ihren Erstflug absolvierte, nach einem Absturz aber bald ausgemustert wurde. Aktuelle Passagiermaschinen wie die Boeing 777 sind primär auf Effizienz ausgelegt und erreichen etwa 900 Kilometer pro Stunde. Frühere Überschalljets flogen mehr als doppelt so schnell. Der neue russische Entwurf soll an diese Leistung anknüpfen, muss aber strenge zeitgemäße Sicherheitsvorgaben erfüllen.
Ein leiserer Betrieb gilt als absolute Grundvoraussetzung für den kommerziellen Erfolg des Projekts. Die Zielgruppe für den geplanten Jet sind vor allem Geschäftsreisende, die großen Wert auf Zeitersparnis bei Interkontinentalflügen legen. Ob sich ein solches Produkt für die Airlines wirtschaftlich betreiben lässt, ist allerdings noch offen. Bisherige Überschallprojekte scheiterten oft an den enormen Betriebs- und Treibstoffkosten. Das stellt in der Zivilluftfahrt einen klaren Nachteil gegenüber herkömmlichen Flugzeugen dar.
Ein konkreter Zeitplan für den Erstflug oder den regulären kommerziellen Einsatz des neuen Jets existiert laut den Verantwortlichen noch nicht. Das Projekt befindet sich trotz des Prototyps in einer frühen Phase. Sollten die ersten Tests jedoch erfolgreich verlaufen, wäre das ein wichtiger Meilenstein für die russische Luftfahrtindustrie. Ob diese derzeit die Kapazitäten für solche "Luxusprojekte" hat, ist freilich eine andere Frage.
Würdet ihr in ein modernes Überschallflugzeug steigen oder sind euch Umwelt und Ticketpreis wichtiger? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren!
Siehe auch:
Russland baut Überschalljet
Die russische United Aircraft Corporation, kurz UAC, treibt die Entwicklung eines neuen zivilen Überschallflugzeugs für Passagiere voran. Laut Vadim Badekha, dem Vorstandsvorsitzenden des Luftfahrtkonzerns, hat das Projekt die theoretische Planungsphase bereits verlassen. Ingenieure am nationalen Forschungszentrum Schukowski konstruieren aktuell einen ersten physischen Prototyp für Tests. Ziel der Ingenieure ist ein kommerziell nutzbarer Jet, der dauerhaft Geschwindigkeiten jenseits der Schallmauer erreicht und somit die Reisezeiten auf globalen Langstrecken drastisch verkürzt.Das Vorhaben knüpft an die historische Tu-144 an, die 1968 ihren Erstflug absolvierte, nach einem Absturz aber bald ausgemustert wurde. Aktuelle Passagiermaschinen wie die Boeing 777 sind primär auf Effizienz ausgelegt und erreichen etwa 900 Kilometer pro Stunde. Frühere Überschalljets flogen mehr als doppelt so schnell. Der neue russische Entwurf soll an diese Leistung anknüpfen, muss aber strenge zeitgemäße Sicherheitsvorgaben erfüllen.
Herausforderung Lärmschutz
Wie das Portal Interesting Engineering berichtet, liegt ein Schwerpunkt der aktuellen Entwicklung auf der Umweltverträglichkeit. Ein zentrales Problem der Überschall-Luftfahrt ist traditionell der laute Überschallknall beim Durchbrechen der Schallmauer sowie die hohe Lärmbelastung im direkten Umfeld von Flughäfen. Um das zu lösen, patentierte das Forschungszentrum Schukowski kürzlich ein spezielles Design der Flugzeughülle, das die Lärmemissionen deutlich senken soll.Ein leiserer Betrieb gilt als absolute Grundvoraussetzung für den kommerziellen Erfolg des Projekts. Die Zielgruppe für den geplanten Jet sind vor allem Geschäftsreisende, die großen Wert auf Zeitersparnis bei Interkontinentalflügen legen. Ob sich ein solches Produkt für die Airlines wirtschaftlich betreiben lässt, ist allerdings noch offen. Bisherige Überschallprojekte scheiterten oft an den enormen Betriebs- und Treibstoffkosten. Das stellt in der Zivilluftfahrt einen klaren Nachteil gegenüber herkömmlichen Flugzeugen dar.
Synergien im Flugzeugbau
Die Konstruktion findet unter erschwerten wirtschaftlichen Bedingungen statt. Westliche Sanktionen schneiden die russische Industrie von vielen modernen Elektronikbauteilen ab. Um wertvolle Ressourcen zu sparen, könnte das zivile Projekt gezielt auf Technologien des militärischen Bomber-Programms PAK-DA zurückgreifen. Die gebündelte Forschung zwingt die beteiligten Ingenieure zu einer starken Optimierung der Kosten und Fertigungsprozesse. Davon könnte der zivile Flugzeugbau in Russland langfristig profitieren.Ein konkreter Zeitplan für den Erstflug oder den regulären kommerziellen Einsatz des neuen Jets existiert laut den Verantwortlichen noch nicht. Das Projekt befindet sich trotz des Prototyps in einer frühen Phase. Sollten die ersten Tests jedoch erfolgreich verlaufen, wäre das ein wichtiger Meilenstein für die russische Luftfahrtindustrie. Ob diese derzeit die Kapazitäten für solche "Luxusprojekte" hat, ist freilich eine andere Frage.
Würdet ihr in ein modernes Überschallflugzeug steigen oder sind euch Umwelt und Ticketpreis wichtiger? Teilt eure Meinung gerne mit uns in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Der russische Konzern UAC baut nun einen ersten zivilen Überschalljet
- In Zukunft soll das Flugzeug die Reisezeiten auf Langstrecken verkürzen
- Aktuell knüpft die Konstruktion an die 1968 geflogene Tu-144 an
- Ein spezielles Hüllendesign soll den Lärm beim Überschallknall minimieren
- Synergien mit dem Bomber-Programm PAK-DA helfen bei der Kostenoptimierung
- Westliche Sanktionen verhindern den Zugriff auf moderne Elektronikbauteile
- Geschäftsreisende bilden die primäre Zielgruppe für das neue Flugzeug
Siehe auch:
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