Microsoft erklärt, warum man die Systemsteuerung nicht loswird

In Windows 11 existieren die alte Systemsteuerung und die neue Einstellungs-App seit Jahren parallel. Microsoft möchte das dringend ändern. Der Windows-Design-Direktor erklärt jetzt, warum der vollständige Umzug aller Funktionen so lange dauert.
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Langer Abschied in Windows

Windows-Nutzer müssen seit vielen Jahren mit zwei verschiedenen Menüs für die Systemkonfiguration arbeiten. Die klassische Systemsteuerung und die moderne App für Einstellungen existieren parallel. Microsoft versucht schon lange, die alte Schaltzentrale des Betriebssystems aufzulösen. Das geschieht jedoch nur tröpfchenweise. Zuletzt zog man die Option zum Benennen des lokalen Benutzerkontos um. Im Jahr 2025 migrierte man Einstellungsmöglichkeiten für Eingabeverzögerungen und Optionen für die Maussteuerung. Der vollständige Übergang erfordert jedoch noch viel Zeit, wie Microsoft jetzt verrät.


Wie March Rogers, Design-Direktor bei Microsoft, in einem Beitrag auf X erklärt, gehe das Unternehmen bei der Migration daher behutsam vor. Das Entwicklerteam achte penibel darauf, keine bestehenden Prozesse zu beschädigen. Im Gegensatz zu Apple, wo der Wegfall der 32-Bit-Architektur in MacOS Catalina viele Geräte funktionsunfähig machte, hält Microsoft an der Unterstützung für alte Hardwarestrukturen fest.

Systemsteuerung bleibt unverzichtbar

Aktuell bietet die moderne App für Einstellungen noch nicht die Tiefe, die erfahrene Anwender für ihre Arbeit benötigen. Wichtige Werkzeuge wie der Gerätemanager, der etwa für eine detaillierte Fehlerbehebung essenziell ist, fehlen in der neuen Oberfläche komplett. Die klassische Systemsteuerung punktet hier weiterhin mit bewährter Zuverlässigkeit. Das führt dazu, dass Anwender für komplexere Aufgaben weiterhin auf das alte Menü zurückgreifen.

Die parallele Existenz beider Menüs sorgt bei vielen Anwendern auch für Verwirrung. Oft sind grundlegende Netzwerkeinstellungen an zwei verschiedenen Orten zu finden. Dass die Systemsteuerung zudem nicht der modernen Designsprache des Betriebssystems entspricht, wird in der Nutzerschaft ebenfalls kritisiert und führte bereits zu diversen Witzen im Netz. Der Konzern ist sich der Problematik bewusst und möchte die Benutzeroberfläche in kommenden Updates konsistenter gestalten.

Kein konkreter Zeitplan

Bereits in Windows 8 wagte Microsoft den ersten Versuch, die PC-Einstellungen neu zu ordnen, scheiterte aber an der Nutzerführung. Um die Akzeptanz zu erhöhen, überarbeitet das Unternehmen nun gezielt das Design der aktuellen Menüs in Windows 11. Geplante Aktualisierungen bringen mehr Übersichtlichkeit. Einen konkreten Zeitplan für die endgültige Abschaltung der alten Systemsteuerung nennt das Unternehmen bisher aber nicht. Den Worten von Rogers und dem bisherigen Fortschritt der Migration zufolge dürfte Nutzern die klassische Systemsteuerung noch einige Zeit erhalten bleiben.

Nutzt ihr für PC-Einstellungen lieber die alte Systemsteuerung oder die neue App? Welche Funktionen fehlen euch noch im modernen Design? Teilt eure Erfahrungen in den Kommentaren mit uns.

Zusammenfassung
  • Windows 11 führt Systemsteuerung und Einstellungen weiter parallel
  • Microsoft migriert Funktionen langsam, um Altgeräte kompatibel zu halten
  • Alte Treiber von Druckern und Firmengeräten bremsen den Komplettumzug
  • Wichtige Elemente wie Gerätemanager fehlen in der neuen App
  • Doppelte Menüs und unterschiedliche Designsprachen verwirren Nutzer
  • Einen Termin zur Abschaltung nennt Microsoft nicht, Updates folgen später

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