Spritpreis-Bremse ohne Wirkung:
ADAC fordert hartes Eingreifen
Die neue Tankregel nach österreichischem Vorbild ist ein Flop. Statt für stabile Preise zu sorgen, treibt das Gesetz die Kosten an der Zapfsäule massiv in die Höhe. Diesel kostet im Schnitt 2,45 Euro! Nun wird der Ruf nach Steuersenkungen laut.
Ursprünglich sollte das Gesetz den Rakete-und-Feder-Effekt durchbrechen. Der Begriff beschreibt das Phänomen, dass Spritpreise bei teurerem Rohöl rasant in die Höhe schießen, bei sinkenden Beschaffungskosten aber nur sehr langsam fallen. Erschwert wird die Lage auf dem Weltmarkt derzeit durch den anhaltenden Iran-Krieg, der die globale Versorgung mit Mineralöl stört und das Preisniveau generell hoch hält.
Wie der ADAC in einer ersten Zwischenbilanz berichtet, nutzen die Mineralölkonzerne die einmalige Erhöhungsmöglichkeit am Mittag für drastische Aufschläge. Da den Anbietern die Flexibilität fehlt, preisen sie offenbar hohe Risikoaufschläge ein. Zur Mittagszeit klettern die Preise teilweise um bis zu zwölf Cent nach oben, obwohl die internationalen Ölpreise im gleichen Zeitraum relativ stabil blieben.
Andere europäische Staaten setzen derweil auf alternative Konzepte. In Belgien und Luxemburg berechnen die Behörden täglich Maximalpreise, die an den Tankstellen nicht überschritten werden dürfen. Das schafft Planungssicherheit für die Bürger. Ob solche Preisdeckel auch für den deutschen Markt infrage kommen, prüft aktuell eine politische Taskforce. Eine kurzfristige Umsetzung gilt jedoch aufgrund rechtlicher Hürden als unwahrscheinlich.
Die neue Tankregel scheint die Preise eher anzutreiben. Wie bewertet ihr die Situation an den Zapfsäulen und welche Lösung befürwortet ihr? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!
Siehe auch:
Tankregel verfehlt das anvisierte Ziel
Seit dem 1. April 2026 gilt an deutschen Tankstellen eine neue Vorgabe für Preisanpassungen. Nach dem Österreich-Modell dürfen Betreiber ihre Preise für Kraftstoffe nur noch einmal täglich um zwölf Uhr anheben. Preissenkungen bleiben rund um die Uhr erlaubt. Das Ziel der Regierung war es, den starken Schwankungen an den Zapfsäulen entgegenzuwirken und Verbraucher zu entlasten. Die Realität sieht jedoch anders aus, da die Kosten weiter ansteigen.Ursprünglich sollte das Gesetz den Rakete-und-Feder-Effekt durchbrechen. Der Begriff beschreibt das Phänomen, dass Spritpreise bei teurerem Rohöl rasant in die Höhe schießen, bei sinkenden Beschaffungskosten aber nur sehr langsam fallen. Erschwert wird die Lage auf dem Weltmarkt derzeit durch den anhaltenden Iran-Krieg, der die globale Versorgung mit Mineralöl stört und das Preisniveau generell hoch hält.
Wie der ADAC in einer ersten Zwischenbilanz berichtet, nutzen die Mineralölkonzerne die einmalige Erhöhungsmöglichkeit am Mittag für drastische Aufschläge. Da den Anbietern die Flexibilität fehlt, preisen sie offenbar hohe Risikoaufschläge ein. Zur Mittagszeit klettern die Preise teilweise um bis zu zwölf Cent nach oben, obwohl die internationalen Ölpreise im gleichen Zeitraum relativ stabil blieben.
Die Politik hat das Bundeskartellamt mit höheren Befugnissen ausgestattet. Es ist nicht nachzuvollziehen, dass davon nicht Gebrauch gemacht wird und die Behörden in der Beobachterrolle bleiben. Außerdem muss die Bundesregierung nun endlich bei Entlastungen konkret werden. Andere EU-Staaten haben Maßnahmen längst umgesetzt. Für eine wirksame Reduzierung der Spritpreise ist es erforderlich, den Steueranteil auf Kraftstoffe in dieser Phase hoher Belastungen deutlich zu reduzieren.Die Auswertung der ersten Aprilwoche zeigt deutliche Steigerungen. Der Liter Diesel verteuerte sich im Tagesdurchschnitt um über 13 Cent und erreichte einen Wert von 2,45 Euro. Super E10 legte um mehr als acht Cent zu und kostet nun 2,19 Euro pro Liter. Damit bewegen sich die Kraftstoffe auf einem mehrjährigen Höchststand. Ein Vorteil der Regelung ist lediglich, dass das ständige Auf und Ab der Preise im Tagesverlauf abnahm.
Forderung nach staatlichem Eingreifen
Um die Situation für Autofahrer zu verbessern, stehen nun das Bundeskartellamt und die Politik im Fokus. Die Wettbewerbshüter haben kürzlich erweiterte Befugnisse erhalten und können von Unternehmen verlangen, Preissprünge sachlich zu begründen. Bislang agiert die Behörde jedoch abwartend. Gleichzeitig debattiert die Politik in Berlin über steuerliche Entlastungen. Eine Reduzierung der Energiesteuer auf Kraftstoffe auf das europäische Mindestmaß könnte die Kosten an der Zapfsäule um etwa 15 Cent pro Liter senken.Andere europäische Staaten setzen derweil auf alternative Konzepte. In Belgien und Luxemburg berechnen die Behörden täglich Maximalpreise, die an den Tankstellen nicht überschritten werden dürfen. Das schafft Planungssicherheit für die Bürger. Ob solche Preisdeckel auch für den deutschen Markt infrage kommen, prüft aktuell eine politische Taskforce. Eine kurzfristige Umsetzung gilt jedoch aufgrund rechtlicher Hürden als unwahrscheinlich.
Die neue Tankregel scheint die Preise eher anzutreiben. Wie bewertet ihr die Situation an den Zapfsäulen und welche Lösung befürwortet ihr? Schreibt eure Meinung in die Kommentare!
Zusammenfassung
- Seit dem 1. April 2026 gilt eine neue Tankregel nach österreichischem Vorbild
- Preise dürfen nur einmal täglich um zwölf Uhr angehoben werden
- Mineralölkonzerne nutzen die Regel für drastische Risikoaufschläge
- Diesel stieg um über 13 Cent auf durchschnittlich 2,45 Euro pro Liter
- Super E10 verteuerte sich um mehr als acht Cent auf 2,19 Euro je Liter
- Der ADAC kritisiert die Wirkungslosigkeit der neuen Spritpreis-Bremse
- Belgien und Luxemburg setzen auf behördlich festgelegte Maximalpreise
Siehe auch:
- Massive Preiserhöhung: So viel zahlen ADAC-Mitglieder wohl bald mehr
- Elektroautos bei Pannen schneller wieder flott als Verbrenner
- TÜV-Report 2026: Gewinner und Verlierer - Tesla ist Schlusslicht
- E-Auto-Desaster: ADAC vergibt bei Autobahn-Ladesäulen Horrornoten
- Nach Kostenexplosion: Führerschein soll deutlich billiger werden
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