TÜV-Report 2026: Gewinner und Verlierer - Tesla ist Schlusslicht

Die Mängelquote bei Autos auf deutschen Straßen steigt. Mit dem Tesla Model Y bildet ein E-Auto-Bestseller das klare Schlusslicht. Trotz oder gerade wegen moderner Technik kämpfen immer mehr Modelle mit Problemen bei der Hauptuntersuchung.
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Tesla Model Y markiert historischen Tiefpunkt

Die Ergebnisse des TÜV-Reports 2026 (via ADAC) zeichnen ein deutliches Bild. Die technische Sicherheit auf deutschen Straßen verschlechtert sich zunehmend. Besonders auffällig ist dabei das Abschneiden des amerikanischen Herstellers Tesla.

Das Model Y landet unter den 110 getesteten zwei bis drei Jahre alten Fahrzeugen auf dem allerletzten Platz. Mit einer Durchfallquote von 17,3 Prozent bei erheblichen oder gefährlichen Mängeln weist das Auto den schlechtesten Wert dieser Altersklasse seit zehn Jahren auf. Auch das Model 3 kann nicht überzeugen und rangiert mit 13,1 Prozent nur knapp vor dem Schlusslicht. TÜV-Report 2026Teslas Model Y belegt mit Abstand den letzten Platz

Technische Probleme und hausgemachte Schwachstellen

Die Probleme der Elektrofahrzeuge sind oft technischer Natur, aber teilweise auch hausgemacht. Prüfer beanstanden primär Defekte an der Achsaufhängung, den Bremsscheiben und der Beleuchtung. Ein spezifisches Problem beim Model Y und Model 3 sind die oberen Querlenker. Diese sind konstruktionsbedingt unzureichend vor Wasser geschützt, das von der Frontscheibe eindringen kann.

Hinzu kommen ausgeschlagene Trag- und Führungsgelenke, die unter dem hohen Gewicht der Antriebsbatterie leiden. Das ist ein Phänomen, das bei E-Autos häufiger auftritt, wenn Fahrwerksteile nicht adäquat dimensioniert sind.


Keine regelmäßige Wartung

Experten sehen eine Ursache für das schlechte Abschneiden in der Wartungsstrategie von Tesla. Anders als etablierte Hersteller schreibt das Unternehmen keine festen Serviceintervalle vor. Viele Defekte, die in einer Vertragswerkstatt frühzeitig erkannt würden, fallen so erst bei der gesetzlichen Prüfung auf. Das bestätigt auch die Beobachtung, dass andere Elektrofahrzeuge wie der VW e-Golf, der Mini Cooper SE oder der Audi Q4 e-tron deutlich besser abschneiden und teilweise Plätze im Spitzenfeld belegen.

Ein generelles Problem bei fast allen Elektroautos bleibt allerdings die Bremsanlage. Durch die Rekuperation, bei der der Elektromotor das Fahrzeug verzögert um Energie zurückzugewinnen, werden die mechanischen Bremsen im Alltag selten gefordert. Das führt zu "einschlafenden" Bremsen und Rostbildung an den Scheiben, was die Bremsleistung im Ernstfall mindern kann. E-Autofahrern wird daher empfohlen, regelmäßig kräftig zu bremsen, um die Anlage freizubremsen.

Gewinner und Verlierer

Nicht nur Tesla kämpft mit Qualitätsproblemen. Der TÜV-Report, der als Datengrundlage die Ergebnisse von Millionen Hauptuntersuchungen nutzt, bescheinigt auch deutschen Herstellern etliche Mängel. So zeigt etwa der BMW 5er/6er in mehreren Altersklassen (4-5 Jahre und 8-9 Jahre) eklatante Schwächen und landet dort auf dem letzten Platz. Hier sorgt oft die Motorhaube für Ärger, deren Dämpfer in vielen Fällen nach fünf Jahren getauscht werden müssen. Zudem fallen beim BMW Kardanwellen und Stoßdämpfer negativ auf.

Altersgruppe Sieger Mängelquote Verlierer Mängelquote
2-3 Jahre Mazda 2 2,9 % Tesla Model Y 17,3 %
4-5 Jahre VW Golf Sportsvan 4,0 % BMW 5er/6er 21,5 %
6-7 Jahre VW T-Roc 6,7 % Dacia Duster 23,5 %
8-9 Jahre Mazda CX-3 9,7 % BMW 5er/6er 29,9 %
10-11 Jahre Mercedes B-Klasse 13,9 % Dacia Duster 34,2 %
12-13 Jahre VW Touareg 17,9 % Renault Clio 40,4 %

Insgesamt ist der Trend negativ. Mehr als jedes fünfte Fahrzeug (21,5 Prozent) fällt durch die Prüfung. Das liegt laut TÜV auch an der alternden Fahrzeugflotte in Deutschland, die mittlerweile ein Durchschnittsalter von 10,6 Jahren erreicht hat.
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Nicht zuletzt deswegen plädiert der TÜV für eine grundlegende Anpassung der Hauptuntersuchung. Vor allem die Prüfung von E-Autos soll künftig weitere Sicherheitsaspekte wie das Hochvoltsystem und den Batteriezustand umfassen. Derzeit erfolgt lediglich eine Sichtkontrolle. Zudem soll die HU digitale Sicherheitsprüfungen der Software einschließen.

Wie ist euer letzter TÜV-Termin verlaufen? Musstet ihr Mängel an eurem Fahrzeug beseitigen lassen oder wurden keine Probleme entdeckt? Schreibt es uns in die Kommentare!

Zusammenfassung
  • Neuer TÜV-Report 2026 zeichnet ein düsteres Bild zu Autosicherheit
  • Tesla Model Y bildet mit 17,3 Prozent Durchfallquote das Schlusslicht
  • Fehlende Serviceintervalle bei Tesla führen zu spät erkannten Defekten
  • Elektroautos leiden häufig unter Problemen mit Achsaufhängung und Bremsen
  • Mangelnde Bremsbeanspruchung durch Rekuperation verursacht Rostbildung
  • BMW 5er/6er zeigt in mehreren Altersklassen eklatante Schwächen
  • Mehr als jedes fünfte Fahrzeug fällt durch die Hauptuntersuchung
  • TÜV fordert Anpassung der Prüfungen speziell für E-Autos und Software

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