IEA-Chef: Europa hat nur noch Flugzeug-Treibstoff für sechs Wochen
Europa droht laut der Internationalen Energieagentur (IEA) bereits in wenigen Wochen ein gravierender Engpass bei Flugtreibstoff. Flugausfälle werden möglicherweise die Folge sein - ausgerechnet mit der dann beginnenden Urlaubs-Saison.
Birol sprach von der "größten Energiekrise, die wir je erlebt haben". Die Sperrung der strategisch zentralen Meerenge habe massive Auswirkungen auf Öl-, Gas- und Strompreise weltweit. Steigende Kosten für Benzin, Gas und Elektrizität seien bereits absehbar und könnten die Inflation weiter antreiben. Besonders hart treffe es ärmere Länder in Asien, Afrika und Lateinamerika, die weniger finanzielle Spielräume hätten. Doch letztlich werde kein Staat von den Folgen verschont bleiben.
Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Energierouten der Welt: Rund 20 Prozent des global gehandelten Erdöls passieren sie in normalen Zeiten. Bleibt sie geschlossen, drohen laut Birol kurzfristig Störungen im Flugverkehr. Erste Fluggesellschaften berichten zwar noch nicht von akuten Engpässen, kämpfen jedoch bereits mit steigenden Kosten. So hat etwa eine große europäische Airline angekündigt, Verbindungen zu reduzieren, da sich manche Flüge wirtschaftlich nicht mehr lohnen.
Birol kritisierte zudem Überlegungen, Durchfahrtsgebühren für Schiffe zu erheben. Ein solches System könne gefährliche Präzedenzfälle für andere wichtige Handelsrouten schaffen. Denn auch in anderen Regionen verlaufen wichtige Handelsrouten durch Meerengen.
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Massive Verknappung
IEA-Direktor Fatih Birol warnte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP, dass die Vorräte an Kerosin in Europa "vielleicht noch etwa sechs Wochen" reichen könnten, falls die wichtigen Energielieferungen durch die Straße von Hormus infolge des Iran-Krieges weiterhin blockiert bleiben.Birol sprach von der "größten Energiekrise, die wir je erlebt haben". Die Sperrung der strategisch zentralen Meerenge habe massive Auswirkungen auf Öl-, Gas- und Strompreise weltweit. Steigende Kosten für Benzin, Gas und Elektrizität seien bereits absehbar und könnten die Inflation weiter antreiben. Besonders hart treffe es ärmere Länder in Asien, Afrika und Lateinamerika, die weniger finanzielle Spielräume hätten. Doch letztlich werde kein Staat von den Folgen verschont bleiben.
Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Energierouten der Welt: Rund 20 Prozent des global gehandelten Erdöls passieren sie in normalen Zeiten. Bleibt sie geschlossen, drohen laut Birol kurzfristig Störungen im Flugverkehr. Erste Fluggesellschaften berichten zwar noch nicht von akuten Engpässen, kämpfen jedoch bereits mit steigenden Kosten. So hat etwa eine große europäische Airline angekündigt, Verbindungen zu reduzieren, da sich manche Flüge wirtschaftlich nicht mehr lohnen.
Fliegen wird teurer
Auch Reisende spüren die Auswirkungen: Ticketpreise steigen, Zusatzgebühren nehmen zu. Sollte die Krise anhalten, könnten sich die wirtschaftlichen Folgen weiter verschärfen. Experten warnen vor schwächerem Wachstum oder sogar einer Rezession in einzelnen Ländern. Zwar warten im Persischen Golf zahlreiche Tanker mit Öl und Flüssiggas auf ihre Weiterfahrt, doch selbst deren Freigabe würde die Lage nur teilweise entspannen. Hinzu kommt, dass zahlreiche Energieanlagen in der Region beschädigt wurden. Ein Wiederaufbau könnte laut IEA bis zu zwei Jahre dauern.Birol kritisierte zudem Überlegungen, Durchfahrtsgebühren für Schiffe zu erheben. Ein solches System könne gefährliche Präzedenzfälle für andere wichtige Handelsrouten schaffen. Denn auch in anderen Regionen verlaufen wichtige Handelsrouten durch Meerengen.
Zusammenfassung
- IEA warnt: Europas Kerosinvorräte reichen bei Blockade nur sechs Wochen
- Ausfälle im Flugverkehr drohen pünktlich zum Start der Urlaubssaison
- Sperrung der Straße von Hormus treibt Öl, Gas und Strompreise weltweit
- Rund 20 Prozent des gehandelten Erdöls laufen sonst durch die Meerenge
- Ärmere Länder trifft der Preisschub besonders hart, doch niemand bleibt verschont
- Selbst wartende Tanker und spätere Freigaben würden die Lage nur teils entspannen
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Christian Kahle
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