Meilenstein im EU-Automarkt:
Erstmals mehr Elektroautos als Benziner
Die Elektrifizierung des Verkehrs hat in der EU einen neuen Meilenstein erreicht: Erstmals hat die Zahl neu zugelassener reiner batterieelektrischer Pkw die Menge neuer Autos mit klassischem Benzinmotor übertroffen.
Im letzten Monat des vergangenen Jahres entfielen 22,6 Prozent der Neuzulassungen in der EU auf batterieelektrische Fahrzeuge. Benziner kamen knapp dahinter auf 22,5 Prozent. Deutlich stärker vertreten waren jedoch Hybridmodelle: Herkömmliche Hybrid-Antriebe, die hauptsächlich auf ihren Verbrennungsmotor setzen, kamen auf 33,7 Prozent, die Plug-in-Hybriden mit ihrem Schwerpunkt auf den Akku brachten es auf 10,7 Prozent. Zusammen kamen sie also auf 44 Prozent Marktanteil. 10,5 Prozent werden in der Statistik als "Andere" zusammengefasst, hier sind vor allem Diesel-Pkw (7,2 Prozent) enthalten.
Anteile der Antriebe bei Neuzulassungen im Dezember
Der Trend verdeutlicht den schrittweisen Übergang zu elektrifizierten Antrieben, auch wenn der Abschied vom Verbrennungsmotor langsamer verläuft als ursprünglich geplant. So hatte die EU im Dezember angekündigt, das faktische Verbot neuer Verbrenner ab 2035 aufzuweichen. Hintergrund sind unter anderem der Druck europäischer Hersteller, der wachsende Wettbewerb aus China sowie wirtschaftliche Schwierigkeiten bei der profitablen Vermarktung von Elektroautos.
Der unabhängige Autoanalyst Matthias Schmidt weist darauf hin, dass der Rückgang bei reinen Benzinern teilweise statistischer Natur sei. Viele Modelle würden inzwischen als sogenannte Mild-Hybride klassifiziert, obwohl sie weiterhin überwiegend mit Benzin fahren und nur begrenzte Emissionsvorteile bieten. Bis sich reine Elektroautos flächendeckend gegen klassische Verbrenner durchsetzen, dürften laut Schmidt noch etwa fünf Jahre vergehen.
Insgesamt zeigte sich der europäische Automarkt zum Jahresende robust. In der EU, Großbritannien und den EFTA-Staaten stiegen die Pkw-Neuzulassungen im Dezember um 7,6 Prozent auf rund 1,2 Millionen Fahrzeuge. Für das Gesamtjahr 2025 ergibt sich ein Plus von 2,4 Prozent. Trotz dieses Wachstums liegt das Marktniveau weiterhin unter dem Stand von vor der Corona-Pandemie.
Siehe auch:
Hybride liegen vorn
Das geht aus aktuellen Daten des europäischen Auto-Branchenverbands ACEA hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurden. Der Vergleich bezieht sich auf den Monat Dezember und markiert einen symbolischen Wendepunkt für den Automarkt, auch wenn Hybridfahrzeuge weiterhin den größten Anteil stellen.Im letzten Monat des vergangenen Jahres entfielen 22,6 Prozent der Neuzulassungen in der EU auf batterieelektrische Fahrzeuge. Benziner kamen knapp dahinter auf 22,5 Prozent. Deutlich stärker vertreten waren jedoch Hybridmodelle: Herkömmliche Hybrid-Antriebe, die hauptsächlich auf ihren Verbrennungsmotor setzen, kamen auf 33,7 Prozent, die Plug-in-Hybriden mit ihrem Schwerpunkt auf den Akku brachten es auf 10,7 Prozent. Zusammen kamen sie also auf 44 Prozent Marktanteil. 10,5 Prozent werden in der Statistik als "Andere" zusammengefasst, hier sind vor allem Diesel-Pkw (7,2 Prozent) enthalten.
Anteile der Antriebe bei Neuzulassungen im Dezember
Der Trend verdeutlicht den schrittweisen Übergang zu elektrifizierten Antrieben, auch wenn der Abschied vom Verbrennungsmotor langsamer verläuft als ursprünglich geplant. So hatte die EU im Dezember angekündigt, das faktische Verbot neuer Verbrenner ab 2035 aufzuweichen. Hintergrund sind unter anderem der Druck europäischer Hersteller, der wachsende Wettbewerb aus China sowie wirtschaftliche Schwierigkeiten bei der profitablen Vermarktung von Elektroautos.
Der unabhängige Autoanalyst Matthias Schmidt weist darauf hin, dass der Rückgang bei reinen Benzinern teilweise statistischer Natur sei. Viele Modelle würden inzwischen als sogenannte Mild-Hybride klassifiziert, obwohl sie weiterhin überwiegend mit Benzin fahren und nur begrenzte Emissionsvorteile bieten. Bis sich reine Elektroautos flächendeckend gegen klassische Verbrenner durchsetzen, dürften laut Schmidt noch etwa fünf Jahre vergehen.
Dynamische Entwicklung
Unterdessen verschärft sich der Wettbewerb auf dem europäischen Markt. Chinesische Hersteller wie BYD, Changan und Geely gewinnen deutlich an Boden, während etablierte Konzerne wie Volkswagen und BMW neue Elektromodelle auf den Markt bringen. Besonders auffällig ist die dynamische Entwicklung bei den Zulassungszahlen: Während Tesla im Dezember einen Rückgang von gut 20 Prozent verzeichnete, legte BYD um mehr als 200 Prozent zu.Insgesamt zeigte sich der europäische Automarkt zum Jahresende robust. In der EU, Großbritannien und den EFTA-Staaten stiegen die Pkw-Neuzulassungen im Dezember um 7,6 Prozent auf rund 1,2 Millionen Fahrzeuge. Für das Gesamtjahr 2025 ergibt sich ein Plus von 2,4 Prozent. Trotz dieses Wachstums liegt das Marktniveau weiterhin unter dem Stand von vor der Corona-Pandemie.
Zusammenfassung
- Im Dezember erstmals mehr batterieelektrische als Benzin-Pkw zugelassen
- Elektrofahrzeuge erreichten 22,6 Prozent Marktanteil bei EU-Neuzulassungen
- Hybridfahrzeuge dominierten mit kombiniert 44 Prozent den europäischen Markt
- EU lockerte im Dezember das geplante Verbrennerverbot ab dem Jahr 2035
- Chinesische Elektroautobauer wie BYD gewannen stark an Marktanteilen
- Automarkt in Europa wuchs im Dezember um 7,6 Prozent auf 1,2 Mio Fahrzeuge
- Neuzulassungen liegen trotz 2,4 Prozent Plus noch unter Vor-Corona-Niveau
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Christian Kahle
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