Torvalds über Musk: "Zu dumm, um in Tech-Unternehmen zu arbeiten"
Linus Torvalds ist für seine direkte Art bekannt. Jetzt hat Elon Musk sein Fett wegbekommen. In einem Interview spricht der Linux-Erfinder dem Tech-Milliardär überraschend deutlich die Kompetenz ab, ein Technologieunternehmen zu leiten.
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Als Elon Musks Ansicht zur Sprache kam, dass die Produktivität eines Entwicklers anhand der Anzahl der von ihm geschriebenen Codezeilen beurteilt werden sollte (Zeitstempel 36:28), sagte Torvalds: "Das ist einfach Inkompetenz. Jeder, der denkt, das sei eine valide Metrik, ist zu dumm, um in einem Tech-Unternehmen zu arbeiten." Nachdem er darauf hingewiesen wurde, dass es sich um eine Ansicht von Musk handele erwiderte er nur unbeeindruckt: "Offensichtlich lag ich goldrichtig."
Unvergessen bleibt auch Torvalds Auftritt an einer Universität in Finnland vor einigen Jahren, bei dem er in die Kamera blickte und Nvidia den Mittelfinger zeigte, um seinen Unmut über die mangelnde Linux-Unterstützung des Grafikchip-Herstellers auszudrücken. Auch Entwickler innerhalb der Linux-Community bekamen seinen Zorn in Mailinglisten oft ungefiltert zu spüren, wenn der eingereichte Code nicht seinen hohen Standards entsprach.
Im Jahr 2018 nahm sich Torvalds eine Auszeit, um an seinem Umgangston und seiner Empathie zu arbeiten. Er entschuldigte sich damals für persönliche Angriffe und gelobte Besserung. Die aktuellen Aussagen über Elon Musk deuten jedoch darauf hin, dass der Linux-Vater seine Meinung nach wie vor ungefiltert kundtut, wenn auch im aktuellen Fall mit einem kleinen Augenzwinkern.
Der fundamentale Unterschied zwischen dem Open-Source-Modell, bei dem tausende Entwickler weltweit dezentral zusammenarbeiten, und Musks oft erratischem, zentralistischem Führungsstil könnte kaum größer sein. Ob Musk und Torvalds in Zukunft also noch einmal Freunde werden, darf bezweifelt werden.
Siehe auch:
Torvalds teilt gegen Musk aus
Nachdem sich Linus Torvalds in den letzten Monaten mit Entwicklern gezofft und die Arbeit einiger Linux-Kollaborateure sogar als "nutzlosen Müll" bezeichnet hatte, sorgen jetzt weitere Aussagen des Linux-Vaters für Aufsehen. Im Rahmen eines aktuellen Interviews nahm der finnisch-amerikanische Software-Entwickler erst Microsoft beim Thema Bluescreens unter Windows in Schutz und danach übte er auch noch harsche Kritik an Elon Musk, dem CEO von Tesla und SpaceX. So sprach Torvalds dem vermögendsten Mann der Welt die grundsätzliche Eignung ab, einen Technologiekonzern zu führen.Interview bei Linus Tech Tips
Die brisanten Äußerungen fielen im Rahmen eines Gastauftritts in einem YouTube-Video auf dem Kanal Linus Tech Tips. In dem Gespräch, das sich ursprünglich um Hardware-Architekturen und die Zukunft von Open Source drehen sollte, nutzte Torvalds die entspannte Atmosphäre für einen Rundumschlag.
Auf YouTube ansehenAls Elon Musks Ansicht zur Sprache kam, dass die Produktivität eines Entwicklers anhand der Anzahl der von ihm geschriebenen Codezeilen beurteilt werden sollte (Zeitstempel 36:28), sagte Torvalds: "Das ist einfach Inkompetenz. Jeder, der denkt, das sei eine valide Metrik, ist zu dumm, um in einem Tech-Unternehmen zu arbeiten." Nachdem er darauf hingewiesen wurde, dass es sich um eine Ansicht von Musk handele erwiderte er nur unbeeindruckt: "Offensichtlich lag ich goldrichtig."
Historie verbaler Attacken
Wie bereits eingangs angeklungen, reihen sich diese Aussagen in eine Historie direkter und oft ungeschönter Meinungsäußerungen des 55-Jährigen ein. Während Torvalds in der Vergangenheit oft technische Unzulänglichkeiten oder schlechten Code kritisierte, zielt der jetzige Angriff direkt auf eine Person. Der Linux-Initiator ist offensichtlich überzeugt, dass erfolgreiches Unternehmertum nicht mit technischem Sachverstand gleichzusetzen ist.Unvergessen bleibt auch Torvalds Auftritt an einer Universität in Finnland vor einigen Jahren, bei dem er in die Kamera blickte und Nvidia den Mittelfinger zeigte, um seinen Unmut über die mangelnde Linux-Unterstützung des Grafikchip-Herstellers auszudrücken. Auch Entwickler innerhalb der Linux-Community bekamen seinen Zorn in Mailinglisten oft ungefiltert zu spüren, wenn der eingereichte Code nicht seinen hohen Standards entsprach.
Im Jahr 2018 nahm sich Torvalds eine Auszeit, um an seinem Umgangston und seiner Empathie zu arbeiten. Er entschuldigte sich damals für persönliche Angriffe und gelobte Besserung. Die aktuellen Aussagen über Elon Musk deuten jedoch darauf hin, dass der Linux-Vater seine Meinung nach wie vor ungefiltert kundtut, wenn auch im aktuellen Fall mit einem kleinen Augenzwinkern.
Der fundamentale Unterschied zwischen dem Open-Source-Modell, bei dem tausende Entwickler weltweit dezentral zusammenarbeiten, und Musks oft erratischem, zentralistischem Führungsstil könnte kaum größer sein. Ob Musk und Torvalds in Zukunft also noch einmal Freunde werden, darf bezweifelt werden.
Zusammenfassung
- Linux-Erfinder Torvalds bezeichnet Elon Musk in einem Interview als dumm
- Torvalds kritisiert Musks Ansicht, Codezeilen als Produktivitätsmaß zu sehen
- Der für direkte Kritik bekannte 55-Jährige spricht Musk die Führungskompetenz ab
- Nach Auszeit 2018 wegen seines rauen Umgangstons bleibt er weiter unverblümt
- Open-Source-Modell steht im Kontrast zu Musks zentralistischem Führungsstil
- Äußerungen fielen während eines YouTube-Auftritts bei Linus Tech Tips
Siehe auch:
- Linux-Vater Torvalds erklärt: Windows oft nicht schuld an Bluescreens
- Linus Torvalds Meinung zu Vibe-Coding: Nützlich, aber nicht für Linux
- Streit mit Entwickler eskaliert: Torvalds schmeißt Dateisystem aus Linux
- Torvalds beschimpft Linux-Patch von Google-Coder als "nutzlosen Müll"
- Das hat gedauert: Bill Gates und Linus Torvalds erstmals auf einem Foto
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