Torvalds beschimpft Linux-Patch von Google-Coder als "nutzlosen Müll"
Linus Torvalds ist wieder einmal zur Hochform aufgelaufen und hat einen Google-Programmierer hart abgekanzelt. Dessen RISC-V-Code für Linux 6.17 sei "nutzloser Müll", der "die Welt zu einem schlechteren Ort zum Leben macht".
Der Linux-Schöpfer wies Dabbelts Pull Request für Linux 6.17 mit deutlichen Worten zurück: "Das ist Müll und kam zu spät". Torvalds kritisierte also nicht nur das verspätete Einreichen kurz vor Schluss des Merge-Windows, sondern vor allem die Code-Qualität selbst.
Besonders erbost zeigte sich Torvalds über eine vermeintlichen Helper namens make_u32_from_two_u16(), der seiner Ansicht nach völlig überflüssig ist. "Das macht die Welt zu einem schlechteren Ort zum Leben", schrieb er in seiner Antwort an den Programmierer. Der einfache Code "(a << 16) + b" sei verständlicher als diese "nutzlose Hilfsfunktion", die niemand verstehen könne.
In der öffentlich zugänglichen Email, über die Toms Hardware berichtet, zeigte sich Torvalds einmal mehr von seiner ungeschönten Seite. Seine Botschaft an Dabbelt war unmissverständlich: "Du stehst unter Beobachtung: keine späten Pull Requests mehr und kein Müll mehr [...]."
Auch die Programmiersprache C++ ist regelmäßig Ziel von Torvalds' Kritik. Seit über zehn Jahren bombardiert er C++ kontinuierlich und kritisiert die Sprache scharf. Er hat Bedenken geäußert, dass C++-Programmierer Projekte negativ beeinflussen könnten. Torvalds argumentiert, dass C++ zu komplex sei und Entwickler dazu verleite, verkomplizierte Lösungen zu erstellen, anstatt einfachen, verständlichen Code zu schreiben.
Im September 2018 entschuldigte sich Torvalds für sein Verhalten und kündigte eine Auszeit an. Er führte sogar einen Code of Conduct für die Linux-Kernel-Entwicklung ein.
Trotz gelegentlicher Entschuldigungen zeigt der aktuelle Fall mit dem Google-Programmierer aber, dass Torvalds' direkte Art nach wie vor Bestand hat. Kritiker argumentieren, dass solche Ausbrüche kontraproduktiv sind, während die Befürworter betonen, dass diese kompromisslose Haltung zur hohen Qualität des Linux-Kernels beiträgt. Unterhaltsam sind die Tiraden für Außenstehende in jedem Fall.
Was haltet ihr von Torvalds' kompromissloser Art - effiziente Kommunikation oder unnötig harsch? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit!
Siehe auch:
Google-Entwickler bekommt Torvalds-Wut zu spüren
Linus Torvalds ist bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen und keine Kompromisse zu machen. Erst Ende letztes Jahr schimpfte er genervt auf neue Entwicklungen in x86-CPUs und warf außerdem alle Russen aus dem Linux-Team. Jetzt hat auch Palmer Dabbelt vom Google Android-Team am eigenen Leib erfahren, wie es ist, in Torvalds Schusslinie zu stehen.Der Linux-Schöpfer wies Dabbelts Pull Request für Linux 6.17 mit deutlichen Worten zurück: "Das ist Müll und kam zu spät". Torvalds kritisierte also nicht nur das verspätete Einreichen kurz vor Schluss des Merge-Windows, sondern vor allem die Code-Qualität selbst.
Besonders erbost zeigte sich Torvalds über eine vermeintlichen Helper namens make_u32_from_two_u16(), der seiner Ansicht nach völlig überflüssig ist. "Das macht die Welt zu einem schlechteren Ort zum Leben", schrieb er in seiner Antwort an den Programmierer. Der einfache Code "(a << 16) + b" sei verständlicher als diese "nutzlose Hilfsfunktion", die niemand verstehen könne.
In der öffentlich zugänglichen Email, über die Toms Hardware berichtet, zeigte sich Torvalds einmal mehr von seiner ungeschönten Seite. Seine Botschaft an Dabbelt war unmissverständlich: "Du stehst unter Beobachtung: keine späten Pull Requests mehr und kein Müll mehr [...]."
Torvalds' berüchtigte Art
Torvalds ist bekannt für seine harschen Auseinandersetzungen mit Entwicklern in der Linux-Kernel-Mailingliste. Eines der bekanntesten Beispiele seiner direkten Art war 2012, als er bei einem Vortrag an der Aalto-Universität "fuck you" sagte und den Mittelfinger zeigte, nachdem er das Unternehmen Nvidia kritisiert hatte. Er bezeichnete Nvidia als das schlimmste Unternehmen, mit dem er bei der Kernel-Entwicklung je zu tun hatte. Hauptsächlich wegen deren mangelnder Kooperationsbereitschaft bei Open-Source-Treibern.Auch die Programmiersprache C++ ist regelmäßig Ziel von Torvalds' Kritik. Seit über zehn Jahren bombardiert er C++ kontinuierlich und kritisiert die Sprache scharf. Er hat Bedenken geäußert, dass C++-Programmierer Projekte negativ beeinflussen könnten. Torvalds argumentiert, dass C++ zu komplex sei und Entwickler dazu verleite, verkomplizierte Lösungen zu erstellen, anstatt einfachen, verständlichen Code zu schreiben.
Wandel nach öffentlicher Kritik
Seine kompromisslose Haltung, die er für notwendig hält, um seine Punkte zu verdeutlichen, hatte Kritik von Intel-Programmiererin Sage Sharp und SystemD-Entwickler Lennart Poettering hervorgerufen. Sharp warf Torvalds vor, ein "toxisches" Arbeitsumfeld zu schaffen, das besonders Frauen und Minderheiten abschrecke.Im September 2018 entschuldigte sich Torvalds für sein Verhalten und kündigte eine Auszeit an. Er führte sogar einen Code of Conduct für die Linux-Kernel-Entwicklung ein.
Trotz gelegentlicher Entschuldigungen zeigt der aktuelle Fall mit dem Google-Programmierer aber, dass Torvalds' direkte Art nach wie vor Bestand hat. Kritiker argumentieren, dass solche Ausbrüche kontraproduktiv sind, während die Befürworter betonen, dass diese kompromisslose Haltung zur hohen Qualität des Linux-Kernels beiträgt. Unterhaltsam sind die Tiraden für Außenstehende in jedem Fall.
Was haltet ihr von Torvalds' kompromissloser Art - effiziente Kommunikation oder unnötig harsch? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit!
Zusammenfassung
- Linus Torvalds bezeichnete RISC-V-Code eines Google-Programmierers als Müll
- Kritik an überflüssiger Hilfsfunktion und zu spätem Einreichen des Codes
- Torvalds ist bekannt für seine direkte Kommunikation und harte Kritik
- 2018 entschuldigte er sich für sein Verhalten und führte einen Code of Conduct ein
- Seine kompromisslose Haltung ist umstritten, trägt aber zur Qualität von Linux bei
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