Russischer Atomkreuzer sticht nach 28 Jahren wieder in See
Nach 28 Jahren kehrt Russlands nuklearer Schlachtkreuzer Admiral Nachimow ins Wasser zurück. Das 28.000-Tonnen-Schiff beginnt Seetests nach umfassender Modernisierung, die es zur stärksten Oberflächeneinheit der russischen Marine machen soll.
Der 251 Meter lange Schlachtkreuzer wurde 1983 in Leningrad auf Kiel gelegt und 1986 als Kalinin vom Stapel gelassen. 1988 trat er der Nordflotte bei, erhielt aber erst 1992 seinen heutigen Namen zu Ehren des russischen Admirals Pawel Stepanowitsch Nachimow. Dieser war ein Held des Krimkriegs und gilt als einer der bedeutendsten Marineoffiziere Russlands. Nach seiner letzten Fahrt 1997 lag das Schiff fast drei Jahrzehnte lang im Trockendock und wurde dort umfassend modernisiert.
Wie The Warzone berichtete, wurde der ursprünglich für 2018 geplante Fertigstellungstermin der Modernisierung wiederholt verschoben - zunächst auf 2020, dann auf 2021 und schließlich auf 2024. Die umfassende Modernisierung begann erst 2014 und gilt als eine der umfangreichsten Umrüstungen eines russischen Überwasserschiffs seit Jahrzehnten.
Im Februar 2025 wurden beide Nuklearreaktoren des Schiffs wieder hochgefahren, was einen wichtigen Meilenstein darstellte. Die Kirow-Klasse nutzt zwei KN-3-Reaktoren mit einer Gesamtleistung von 140 Megawatt, die dem Schiff eine theoretisch unbegrenzte Reichweite verleihen. Zusätzlich verfügt das Schiff für den Notfall über Dampfturbinen.
Herzstück der Aufrüstung ist die Installation von 174 vertikalen Startröhren, was der Admiral Nachimow mehr Raketenkapazität verleiht als jedem anderen Überwasserschiff weltweit. Zum Vergleich: Chinas Type-055-Zerstörer verfügen über 112 Startzellen, während die US-amerikanischen Ticonderoga-Kreuzer 122 besitzen. Die ursprüngliche Bewaffnung der Kirow-Klasse bestand hauptsächlich aus 20 massiven P-700-Granit-Überschallraketen in festen Startröhren.
Die verbleibenden Startzellen sind für Boden-Luft-Raketen der S-300FM-Fort-Serie vorgesehen, wobei Berichte eine mögliche Integration neuerer S-400-basierter Abfangraketen erwähnen. Zusätzlich erhielt das Schiff sechs Pantsir-M-Kombinationssysteme für den Nahbereichsschutz sowie ein modernes AK-192M-130-Millimeter-Geschütz als Ersatz für die alte Hauptbewaffnung. Neue Radarsysteme und Kommando-Kontroll-Systeme komplettieren die Modernisierung.
Die Kirow-Klasse ist damit die einzige nuklear angetriebene Überwasserkampfeinheit der Welt, nachdem die US-Navy ihre Atomkreuzer in den 1990er Jahren aus Kostengründen außer Dienst gestellt hatte.
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Siehe auch:
Atomriese kehrt ins Wasser zurück
Nach fast drei Jahrzehnten ist Russlands nuklearer Schlachtkreuzer Admiral Nachimow wieder auf See. Am 18. August 2025 verließ das 28.000 Tonnen schwere Kriegsschiff erstmals seit 1997 die Sewmasch-Werft in Sewerodwinsk und begann seine ersten Seetests im Weißen Meer. Das Schiff gehört zur sowjetischen Kirow-Klasse, die ursprünglich zur U-Boot-Abwehr gegen US-amerikanische Atomwaffen-U-Boote entwickelt wurde.Der 251 Meter lange Schlachtkreuzer wurde 1983 in Leningrad auf Kiel gelegt und 1986 als Kalinin vom Stapel gelassen. 1988 trat er der Nordflotte bei, erhielt aber erst 1992 seinen heutigen Namen zu Ehren des russischen Admirals Pawel Stepanowitsch Nachimow. Dieser war ein Held des Krimkriegs und gilt als einer der bedeutendsten Marineoffiziere Russlands. Nach seiner letzten Fahrt 1997 lag das Schiff fast drei Jahrzehnte lang im Trockendock und wurde dort umfassend modernisiert.
Wie The Warzone berichtete, wurde der ursprünglich für 2018 geplante Fertigstellungstermin der Modernisierung wiederholt verschoben - zunächst auf 2020, dann auf 2021 und schließlich auf 2024. Die umfassende Modernisierung begann erst 2014 und gilt als eine der umfangreichsten Umrüstungen eines russischen Überwasserschiffs seit Jahrzehnten.
Im Februar 2025 wurden beide Nuklearreaktoren des Schiffs wieder hochgefahren, was einen wichtigen Meilenstein darstellte. Die Kirow-Klasse nutzt zwei KN-3-Reaktoren mit einer Gesamtleistung von 140 Megawatt, die dem Schiff eine theoretisch unbegrenzte Reichweite verleihen. Zusätzlich verfügt das Schiff für den Notfall über Dampfturbinen.
Herzstück der Aufrüstung ist die Installation von 174 vertikalen Startröhren, was der Admiral Nachimow mehr Raketenkapazität verleiht als jedem anderen Überwasserschiff weltweit. Zum Vergleich: Chinas Type-055-Zerstörer verfügen über 112 Startzellen, während die US-amerikanischen Ticonderoga-Kreuzer 122 besitzen. Die ursprüngliche Bewaffnung der Kirow-Klasse bestand hauptsächlich aus 20 massiven P-700-Granit-Überschallraketen in festen Startröhren.
Moderne Waffensysteme und Hyperschallraketen
Von den neuen Startzellen sind 78 für eine Mischung aus Kalibr-Marschflugkörpern, Oniks-Überschallraketen und Zirkon-Hyperschallwaffen vorgesehen. Die Kalibr-Raketen wurden bereits umfassend in der Ukraine eingesetzt, während die Zirkon bislang nur auf Admiral-Gorschkow-Fregatten als einsatzbereit erklärt wurde. Die Zirkon erreicht Geschwindigkeiten von über Mach 8 und ist daher schwer abzufangen.Die verbleibenden Startzellen sind für Boden-Luft-Raketen der S-300FM-Fort-Serie vorgesehen, wobei Berichte eine mögliche Integration neuerer S-400-basierter Abfangraketen erwähnen. Zusätzlich erhielt das Schiff sechs Pantsir-M-Kombinationssysteme für den Nahbereichsschutz sowie ein modernes AK-192M-130-Millimeter-Geschütz als Ersatz für die alte Hauptbewaffnung. Neue Radarsysteme und Kommando-Kontroll-Systeme komplettieren die Modernisierung.
Flaggschiff der Zukunft
Nach erfolgreichen Tests soll die Admiral Nachimow das neue Flaggschiff der russischen Marine werden und ihr Schwesterschiff Pjotr Weliki ablösen. Der Lenkwaffenkreuzer, derzeit Flaggschiff der Nordflotte, wird nach derzeitigem Stand nicht modernisiert, sondern außer Dienst gestellt. Mit dem stillgelegten Flugzeugträger Admiral Kusnezow wird die modernisierte Admiral Nachimow zum Herzstück der künftigen russischen Marine.Die Kirow-Klasse ist damit die einzige nuklear angetriebene Überwasserkampfeinheit der Welt, nachdem die US-Navy ihre Atomkreuzer in den 1990er Jahren aus Kostengründen außer Dienst gestellt hatte.
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Zusammenfassung
- Nuklearer Schlachtkreuzer Admiral Nachimow nimmt nach 28 Jahren Betrieb auf
- 251 Meter langes Kriegsschiff begann am 18. August 2025 Seetests im Weißen Meer
- Die Modernisierung umfasst 174 vertikale Startröhren für diverse Raketensysteme
- Zwei KN-3-Nuklearreaktoren mit 140 Megawatt ermöglichen unbegrenzte Reichweite
- Ausrüstung mit Kalibr-Marschflugkörpern, Oniks- und Zirkon-Hyperschallwaffen
- Nach Tests soll der Kreuzer zum Flaggschiff der russischen Nordflotte werden
- Weltweit einzige noch aktive nuklear angetriebene Überwasserkampfeinheit
Siehe auch:
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