Ukraine klaut Daten zu Russlands Super-U-Boot - findet Schwachstellen
In einer Geheimdienstoperation hat der ukrainische Militär-Nachrichtendienst HUR offenbar umfangreiche vertrauliche Informationen über Russlands neuestes strategisches Atom-U-Boot Knyaz Pozharsky erlangt.
Bei dem betroffenen U-Boot handelt es sich um ein Modell der modernisierten Project 955A Borei-A-Klasse, das erst am 24. Juli dieses Jahres in Dienst gestellt wurde - unter persönlicher Teilnahme von Präsident Wladimir Putin bei einer Zeremonie in Severodwinsk. Die Knyaz Pozharsky ist Teil der strategischen Nuklearstreitkräfte Russlands und zählt laut Experten zu den fortschrittlichsten Systemen ihrer Art.
Nach Angaben der HUR gelang es ukrainischen Spezialisten, nicht nur die Personalstruktur und Einsatzbereitschaft der Besatzung offenzulegen, sondern auch technische Schwachstellen des U-Boots zu identifizieren. Diese dürften vor allem für die westlichen Verbündeten der Ukraine von Interesse sein - und somit etwa eine gute Tauschware gegen andere geheimdienstliche Erkenntnisse.
Entwendet wurden weiterhin Lagepläne von Überlebenssystemen, Anweisungen zur Versorgung verwundeter Soldaten, Abschleppprotokolle sowie der Dienstplan des Schiffs. Die ukrainische Seite spricht von einem "bedeutenden Informationsgewinn", der nicht nur die Knyaz Pozharsky, sondern auch andere U-Boote dieser Klasse betreffe.
Die Enthüllung kommt zu einem Zeitpunkt wachsender Spannungen in der Arktisregion, wo Russland seine maritime Präsenz ausbaut. Die NATO reagierte zuletzt mit verstärkten Aktivitäten in der Region, darunter der Entsendung eines maritimen Einsatzverbandes in das Hohe Nordmeer.
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Wertvolle Informationen
Es wurden interne Dokumente der russischen Marine gehackt, darunter technische Pläne, Einsatzprotokolle und Daten zur Besatzung des U-Boots, berichtet das US-Magazin Business Insider unter Berufung auf Angaben der Behörde.Bei dem betroffenen U-Boot handelt es sich um ein Modell der modernisierten Project 955A Borei-A-Klasse, das erst am 24. Juli dieses Jahres in Dienst gestellt wurde - unter persönlicher Teilnahme von Präsident Wladimir Putin bei einer Zeremonie in Severodwinsk. Die Knyaz Pozharsky ist Teil der strategischen Nuklearstreitkräfte Russlands und zählt laut Experten zu den fortschrittlichsten Systemen ihrer Art.
Nach Angaben der HUR gelang es ukrainischen Spezialisten, nicht nur die Personalstruktur und Einsatzbereitschaft der Besatzung offenzulegen, sondern auch technische Schwachstellen des U-Boots zu identifizieren. Diese dürften vor allem für die westlichen Verbündeten der Ukraine von Interesse sein - und somit etwa eine gute Tauschware gegen andere geheimdienstliche Erkenntnisse.
Entwendet wurden weiterhin Lagepläne von Überlebenssystemen, Anweisungen zur Versorgung verwundeter Soldaten, Abschleppprotokolle sowie der Dienstplan des Schiffs. Die ukrainische Seite spricht von einem "bedeutenden Informationsgewinn", der nicht nur die Knyaz Pozharsky, sondern auch andere U-Boote dieser Klasse betreffe.
Russland schweigt
Die russische Regierung äußerte sich bislang nicht zu der Sache. Eine unabhängige Überprüfung der veröffentlichten Dokumente steht noch aus. Sollte sich die Authentizität der Unterlagen bestätigen, wäre dies ein erheblicher Rückschlag für die russische Marine. Die Borei-A-Klasse gilt als Rückgrat der maritimen Komponente der russischen Nukleartriade. Die 170 Meter langen, atomar betriebenen Boote können bis zu 16 Interkontinentalraketen vom Typ RSM-56 Bulava mit sich führen, die jeweils mit mehreren atomaren Sprengköpfen bestückt werden können. Zusätzlich verfügen sie über ein Arsenal von bis zu zwölf Torpedos.Die Enthüllung kommt zu einem Zeitpunkt wachsender Spannungen in der Arktisregion, wo Russland seine maritime Präsenz ausbaut. Die NATO reagierte zuletzt mit verstärkten Aktivitäten in der Region, darunter der Entsendung eines maritimen Einsatzverbandes in das Hohe Nordmeer.
Zusammenfassung
- Ukraine erbeutet geheime Dokumente zum neuen russischen Atom-U-Boot
- Betroffenes U-Boot Knyaz Pozharsky wurde erst am 24. Juli in Dienst gestellt
- Technische Schwachstellen des strategischen Nuklear-U-Boots identifiziert
- Entwendete Daten umfassen technische Pläne und Informationen zur Besatzung
- Erkenntnisse betreffen auch andere U-Boote der modernen Borei-A-Klasse
- U-Boot kann bis zu 16 Interkontinentalraketen mit Atomsprengköpfen tragen
- Der Vorfall geschieht während zunehmender Spannungen in der Arktisregion
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