Besitzer verklagt Tesla, Autobauer soll Kilometerzähler manipulieren
Ein Tesla-Besitzer verklagt den Autobauer wegen angeblich manipulierter Kilometerstände. Laut Klage überschätzen die digitalen Tachometer tatsächlich gefahrene Strecken um bis zu 117 Prozent, um Garantieleistungen vorzeitig auslaufen zu lassen, so der Vorwurf.
Der Kläger kaufte im Dezember 2022 einen gebrauchten Tesla Model Y (Baujahr 2020) mit 36.772 Meilen (rund 59.000 km) auf dem Tacho. Das Fahrzeug war noch durch die 50.000-Meilen-Garantie (rund 80.000 km) abgedeckt. Hinton stellte jedoch fest, dass der Kilometerzähler bei gleichbleibenden Fahrgewohnheiten plötzlich deutlich höhere Tagesstrecken anzeigte - von durchschnittlich 55,54 Meilen pro Tag zwischen Dezember 2022 und Februar 2023 auf 72,53 Meilen pro Tag zwischen März und Juni 2023.
Wie Carscoops berichtet, fiel Hinton besonders auf, dass dieser Anstieg genau dann erfolgte, als sich sein Fahrzeug dem Ende der Garantielaufzeit näherte. Noch verdächtiger, so der Kläger: Mit seinen früheren Fahrzeugen hatte er in einem vergleichbaren Zeitraum von sechs Monaten durchschnittlich 6.086 Meilen zurückgelegt, während der Tesla für den gleichen Zeitraum 13.228 Meilen anzeigte - eine Steigerung um 117 Prozent.
Hinton argumentiert, dass Tesla dieses System bewusst einsetzt, um die Garantiezeiten zu verkürzen und Kunden zu zwingen, vorzeitig für Reparaturen zu bezahlen oder teure Garantieverlängerungen abzuschließen. In seinem Fall hatte er mehrfach Probleme mit der Radaufhängung, die nach Ablauf der Garantie zu kostspieligen Reparaturen führten.
Was haltet ihr von dieser Klage? Habt ihr als Tesla-Besitzer ähnliche Erfahrungen gemacht oder sind eure Kilometerzähler korrekt? Teilt eure Erfahrungen und Meinungen in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Tesla-Besitzer verklagt Unternehmen wegen angeblich manipulierter Tachometer
- Digitale Tachometer sollen Strecken um bis zu 117 Prozent überschätzen
- Verdacht: Manipulation, um Garantieleistungen vorzeitig auslaufen zu lassen
- Tesla nutzt 'Meilen-zu-elektrischer-Energie-Umrechnungsfaktor' statt Tachometer
- Kläger bemerkte plötzlichen Anstieg der Tagesstrecken nahe Garantieende
- Tesla-Besitzer berichten in Foren von ähnlichen Erfahrungen und Abweichungen
Manipulierte Tachometer bei Tesla?
Ein Tesla-Besitzer aus Kalifornien hat eine Klage gegen den Elektroautohersteller eingereicht, die für einiges Aufsehen sorgt: Nyree Hinton behauptet nämlich, dass Tesla die Kilometerstände seiner Fahrzeuge absichtlich überhöht anzeigt, um Garantieleistungen zu umgehen. Laut Klageschrift sollen die digitalen Tachometer, die tatsächlich zurückgelegten Strecken um bis zu 117 Prozent überschätzen.Der Kläger kaufte im Dezember 2022 einen gebrauchten Tesla Model Y (Baujahr 2020) mit 36.772 Meilen (rund 59.000 km) auf dem Tacho. Das Fahrzeug war noch durch die 50.000-Meilen-Garantie (rund 80.000 km) abgedeckt. Hinton stellte jedoch fest, dass der Kilometerzähler bei gleichbleibenden Fahrgewohnheiten plötzlich deutlich höhere Tagesstrecken anzeigte - von durchschnittlich 55,54 Meilen pro Tag zwischen Dezember 2022 und Februar 2023 auf 72,53 Meilen pro Tag zwischen März und Juni 2023.
Wie Carscoops berichtet, fiel Hinton besonders auf, dass dieser Anstieg genau dann erfolgte, als sich sein Fahrzeug dem Ende der Garantielaufzeit näherte. Noch verdächtiger, so der Kläger: Mit seinen früheren Fahrzeugen hatte er in einem vergleichbaren Zeitraum von sechs Monaten durchschnittlich 6.086 Meilen zurückgelegt, während der Tesla für den gleichen Zeitraum 13.228 Meilen anzeigte - eine Steigerung um 117 Prozent.
Algorithmus statt mechanischer Zählung
Die Klage basiert auf einem interessanten Detail: Laut einem Tesla-Patent verwendet das Unternehmen keinen mechanischen oder elektronischen Kilometerzähler, sondern einen "Meilen-zu-elektrischer-Energie-Umrechnungsfaktor". Dieser Algorithmus berücksichtigt angeblich Faktoren wie Ladeverhalten und Straßenbedingungen, anstatt die tatsächlich gefahrene Strecke direkt zu messen.Hinton argumentiert, dass Tesla dieses System bewusst einsetzt, um die Garantiezeiten zu verkürzen und Kunden zu zwingen, vorzeitig für Reparaturen zu bezahlen oder teure Garantieverlängerungen abzuschließen. In seinem Fall hatte er mehrfach Probleme mit der Radaufhängung, die nach Ablauf der Garantie zu kostspieligen Reparaturen führten.
Keine neue Diskussion
Die Vorwürfe sind nicht völlig neu. In Tesla-Foren und auf Reddit diskutieren Besitzer seit Jahren über ungewöhnliche Abweichungen zwischen den angezeigten Kilometerzählern und den tatsächlich gefahrenen Strecken. Nutzer berichten von Abweichungen von bis zu 20 Prozent im Vergleich zu anderen Fahrzeugen.Was haltet ihr von dieser Klage? Habt ihr als Tesla-Besitzer ähnliche Erfahrungen gemacht oder sind eure Kilometerzähler korrekt? Teilt eure Erfahrungen und Meinungen in den Kommentaren!
Siehe auch:
- Robotaxi & Lkw: Tesla Cybercab und Semi durch Trump-Zölle in Gefahr
- Vandalismus gegen Tesla: Autos brennen bundesweit
- Tesla kapituliert: Verkaufsstopp zweier Modelle in China - Zölle zu hoch
- Tesla sitzt auf Tausenden Cybertrucks im Wert von 200 Mio. $ fest
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Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
Teslas Aktienkurs in Euro
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