Tesla-Parade vor dem Weißen Haus:
Trump wird zum Auto(ver)käufer

In den USA passieren derzeit allerhand seltsame, traurige, grau­sa­me und manchmal auch einfach unglaubliche Dinge. Die wenigsten Menschen dürften damit gerechnet haben, dass ein US-Präsident mal vor dem Weißen Haus zum Autoverkäufer werden würde. Genau dies geschah gestern.
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Trump preist Musks Elektroautos vor dem Weißen Haus

Gegen 16:00 Uhr Ortszeit ließen Tesla-Eigner Musk und US-Präsident Donald Trump die versammelte Presse in der Einfahrt des Weißen Hauses in Washington, DC antreten, meldet unter anderem NBC News. Aufgereiht waren dort ein Tesla Model X, ein Tesla Cybertruck, zwei Tesla Model S und wohl auch ein Tesla Roadster. Anlass des Ganzen: Trump wollte höchstpersönlich sein Versprechen durchziehen, ein Fahrzeug von Musk zu erwerben.

Trump lobte unter anderem das Design der Fahrzeuge, wobei es ihm angeblich besonders der Cybertruck angetan haben soll. Er habe außerdem gute Dinge über die Tesla-Fahrzeuge von seinen Freunden und Bekannten gehört, so Trump weiter. Letztlich nahm der US-Präsident neben Musk in einem roten Tesla Model S Platz und erklärte, dass ihm dieses Modell gefällt und er genau diese Farbvariante wünschte.


Trump hofft auf positiven Effekt für Teslas Aktienkurs

Unter anderem erklärte Trump, dass er Musk helfen wolle, da es dieser aufgrund der Aktivitäten einer "sehr kleinen Gruppe von Menschen" derzeit schwer hätte, weil diese Angriffe auf Fahrzeuge und Standorte von Tesla verüben würden. Auf die Frage, ob der Kauf eines Teslas den Aktienkurs von Tesla steigen lassen könnte, erklärte Trump geradeheraus: "Ich hoffe, das tut es."

Während seiner Verkaufs-Show hielt der amtierende US-Präsident unter anderem einen Notizzettel in der Hand, auf dem jemand die Preise für alle gezeigten Modelle gelistet hatte. Darauf war auch zu lesen, wie man ein Modell finanzieren könnte und dass alle Varianten mit Self-Driving-Funktionen ausgerüstet sind.

Trump wird immer mit 'The Beast' herumkutschiert

Dass Trump selbst gar nicht die Möglichkeit hat, außerhalb eines abgesperrten Geländes selbst ein Auto zu fahren, blieb bei der Aktion praktisch außen vor. Schließlich werden alle US-Präsidenten mit gepanzerten Spezial-Limousinen aus dem Hause General Motors mit dem Spitznamen "The Beast" umher chauffiert. Er habe schon lange kein neues Auto mehr gekauft, erklärte Trump dann auch.

Bedenken wegen möglicher Korruptionsvorwürfe, die dann auch prompt aus dem Lager der US-Demokraten zu hören waren, haben Musk und Trump offensichtlich nicht. Auch der Umstand, dass anderen US-Autohersteller mit der Aktion ein Problem haben könnten, spielt sicherlich keine Rolle.

Übrigens war Elon Musk sehr bemüht, Trump den Zettel mit den Preisnotizen abzunehmen, als dieser kurz davor war, ihn an Pressevertreter zu übergeben. Musk rollte das Papier unauffällig in seinen Händen zusammen, während Trump sich auf den Fahrersitz des roten Tesla Model S begab. Im Anschluss erklärte er Trump, wo sich Brems- und Gaspedal in dem Wagen befinden. Er werde per Scheck bezahlen, ohne dabei einen Rabatt zu wünschen, so Trump außerdem. Ob und wann ein Vertrag unterzeichnet wurde, ist unklar.

Zusammenfassung
  • Trump und Musk veranstalten Tesla-Präsentation vor dem Weißen Haus
  • US-Präsident lobt Tesla-Modelle und zeigt besonderes Interesse am Cybertruck
  • Trump nimmt im roten Model S Platz und äußert Kaufabsicht für dieses Modell
  • Präsident will Musk unterstützen und hofft auf steigenden Tesla-Aktienkurs
  • Trump hält Notizzettel mit Preisen und Finanzierungsoptionen der Modelle
  • Bedenken wegen möglicher Korruptionsvorwürfe werden ignoriert
  • Musk verhindert, dass Trump den Preiszettel an die Presse weitergibt

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