Überwachungskonzern Palantir:
Microsoft kooperiert mit dem 'Teufel'

Microsoft kooperiert mit dem US-Technologiekonzern Palantir, um gemeinsam Cloud- und KI-Lösungen an Regierungsbehörden und Geheimdienste zu vermarkten. Dazu sollen auch GPT 4 und andere Produkte aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz gehören.
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Palantir integriert OpenAI GPT-4 über Azure Cloud

Wie Microsoft und Palantir heute in einer gemeinsamen Mitteilung verlauten ließen, will Palantir seine Produkte mit den Azure-Cloud-Diensten von Microsoft kombinieren, um diese an Regierungsbehörden zu vermarkten. Dies soll auch Tools einschließen, die für geheimhaltungspflichtige Zwecke verwendet werden sollen.

Palantir wird OpenAIs KI-Dienste mithilfe der Azure-Cloud von Microsoft so auch in den Cloud-Produkten für Geheimdienste, Ermittlungs- und andere Regierungsbehörden integrieren. Letztlich sollen Mitarbeiter der US-Verteidigungsbehörden so die Möglichkeit bekommen, Logistik, Auftragsvergabe und die Planung von Aktivitäten mit den neu verfügbaren Werkzeugen zu bewerkstelligen.

Palantir profitiert von Microsofts früheren Investitionen

Der vor allem auf Überwachungs- und Datenverarbeitungssoftware spezialisierte Palantir-Konzern kann durch die Kooperation mit Microsoft Zugriff auf Azure OpenAI die Möglichkeit erhalten, seine eigene KI-Software unter Verwendung der Sprachmodelle von OpenAI zu entwickeln. Dabei profitiert man auch von ersten Investitionen, mit denen Microsoft die Voraussetzungen dafür geschaffen hat, die KI-Lösungen auch in hochsicheren Umgebungen zu betreiben.

So hatte Microsoft bereits im Mai GPT-4 von OpenAI in sein Angebot Azure Government Top Secret integriert. Dieses Angebot soll eine vom breiten Internet abgekoppelte Umgebung schaffen, in der Geheimdienste angepasste Cloud-Services nutzen können, zu denen nun eben auch KI-Modelle gehören. Palantir wurde vom früheren PayPal-Mitgründer Peter Thiel ins Leben gerufen, der als bekennender Unterstützer ultrakonservativer Kräfte rund um den früheren US-Präsidenten Trump gilt.

Das Unternehmen stand immer wieder in der Kritik, weil Beobachter befürchten, dass der Konzern seine oft unter größter Geheimhaltung entwickelten Technologien zu zweifelhaften Zwecken zur Verfügung stellt, ohne dabei Rücksicht auf Menschenleben zu nehmen. So übernahm Palantir ein Pentagon-Projekt namens "Maven", bei dem es um die autonome Steuerung von Angriffsdrohnen mittels KI-Systemen geht, als Google sich nach Mitarbeiterprotesten daraus zurückzog.

Zusammenfassung
  • Microsoft und Palantir kooperieren für Cloud- und KI-Lösungen
  • GPT-4 und andere KI-Produkte sollen an Behörden vermarktet werden
  • Palantir integriert Azure-Cloud-Dienste für Regierungsbehörden
  • US-Verteidigungsbehörden sollen neue Tools für Logistik nutzen
  • Palantir entwickelt eigene KI-Software mit Azure OpenAI
  • Microsoft integrierte GPT-4 in Azure Government Top Secret
  • Palantir übernahm umstrittenes Pentagon-Projekt "Maven"

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