Scharfe Kritik: Microsoft 365 soll weitreichende Überwachung erlauben
Microsoft hat einen "Produktivitäts-Score" tief in Microsoft 365 integriert, dafür regnet es von vielen Seiten scharfe Kritik. Der Konzern ermögliche es mit dem Tool, dass Admins Mitarbeiter bis ins kleinste Detail überwachen können. Microsoft sieht einen anderen Nutzen.
"Das ist auf so vielen Ebenen problematisch", so der Datenexperte und Netzaktivist Wolfie Christl laut Bericht des Guardian. "Arbeitgeber nutzen zunehmend Metadaten, die von Software und Geräten protokolliert werden, für Leistungsanalysen und algorithmische Kontrolle", so Christl weiter. Aus seiner Sicht stellt Microsoft mit dem "Produktivitäts-Score" genau ein solches Werkzeug bereit.
Die Konkurrenz geht in ihrer Kritik noch deutlich weiter: "Das Wort Dystopie ist nicht stark genug um zu beschreiben, was für ein frisches Höllenloch Microsoft hier geöffnet hat", so David Heinemeier Hansson, Mitbegründer der Office Productivity-Suite Basecamp. Microsoft habe seinen Ruf gerade etwas verbessert, da mache man diese Fortschritte mit der Veröffentlichung des "invasivsten Arbeitsplatz-Überwachungsprogramms, das es je gab" wieder kaputt.
Microsoft steht für sein "Produktivitäts-Score" in der Kritik
Ermöglichen die Admin-Tools in Microsoft 365 eine Überwachung am Arbeitsplatz? Genau diese Kritik muss sich jetzt Microsoft gefallen lassen. Ursprünglich hatte Microsoft schon Ende 2019 einen sogenannten "Produktivitäts-Score" in das Tool integriert. Damit können Admins der Tools weitreichende Informationen über Nutzer abrufen, die von der E-Mail-Nutzung, Netzwerkzugriffen bis hin zu Beteiligungen an Chats und Dokumenten reicht und die gesamte Aktivität in einer Bewertung der Produktivität zusammenfasst.Die Konkurrenz geht in ihrer Kritik noch deutlich weiter: "Das Wort Dystopie ist nicht stark genug um zu beschreiben, was für ein frisches Höllenloch Microsoft hier geöffnet hat", so David Heinemeier Hansson, Mitbegründer der Office Productivity-Suite Basecamp. Microsoft habe seinen Ruf gerade etwas verbessert, da mache man diese Fortschritte mit der Veröffentlichung des "invasivsten Arbeitsplatz-Überwachungsprogramms, das es je gab" wieder kaputt.
Microsoft sieht es ganz anders
In einem Statement stemmt sich ein Sprecher Microsofts klar gegen die scharfen Vorwürfe und stellt die kritisierten Tools eher in das Licht der Technologie-Optimierung: "Die Produktivitätsbewertung ist eine Opt-in-Erfahrung, die IT-Administratoren Einblicke in die Nutzung von Technologie und Infrastruktur gibt", so die offizielle Deutung des Konzerns. Es gehe darum, Unternehmen Werkzeuge bereitzustellen, die einen Überblick zu Problemen wie "langen Boot-Zeiten, ineffizienter Zusammenarbeit bei Dokumenten oder schlechte Netzwerkkonnektivität" liefern. "Lassen Sie es mich klar sagen: Der Produktivitäts-Score ist kein Arbeitsüberwachungsinstrument", so der Microsoft-Sprecher.
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